Sechs Wochen vor der WM

Jugendlicher stirbt nach Schießerei in Rio

Rio de Janeiro - Rund sechs Wochen vor Beginn der Fußball-WM in Brasilien ist es in Rio de Janeiro erneut zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen.

Bei einer Razzia in der Favela Morro do Chapadao starb nach Angaben brasilianischer Medien ein 17-Jähriger bei einer Schießerei zwischen Kriminellen und der Polizei, im Anschluss setzte eine Gruppe Jugendlicher fünf Busse in Brand. Das Opfer hielt sich demnach in einem gestohlenen Auto auf und war im Besitz einer Schusswaffe.

In einem anderen Vorfall am Montag waren drei Pkw angezündet worden, nachdem eine 72-Jährige im Armenviertel Alemao unter bislang ungeklärten Umständen verstarb. Bereits in der Nacht auf Mittwoch vergangener Woche war in Rio bei einer Schießerei ein 27-Jähriger ums Leben gekommen. Zuvor war die Leiche eines bekannten Tänzers gefunden worden, der Mann soll brasilianischen Medien zufolge durch Polizeigewalt gestorben sein. Bei der Beerdigung des 25-Jährigen in der Nacht am vergangenen Donnerstag kam es zu erneuten Unruhen. Die Polizei musste Tränengas einsetzen, um mehrere Dutzend wütende Protestler davon abzuhalten, eine Straße zu blockieren.

Die brasilianischen Behörden und der Weltverband FIFA haben immer wieder betont, mit Blick auf die Sicherheit bei der WM-Endrunde zuversichtlich zu sein. Rund 150.000 Polizisten und etwa 20.000 private Sicherheitskräfte sollen während des Turniers (12. Juni bis 13. Juli) für Ordnung sorgen.

sid

Rubriklistenbild: © AFP

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