Warnung vor dem Abflug

Rummenigge: "Das beste Arsenal der letzten Jahre"

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Karl-Heinz Rummenigge.

London - Bei Bayern München soll sich auch in der Champions League die Erfolgs-Geschichte von 2013 wiederholen. Die Vorbereitung für das Achtelfinale beim FC Arsenal hat Pep Guardiola aber schon einmal umgeschmissen.

Über London nach Lissabon: Doch bevor die Bayern auf ihrem Weg zur Titelverteidigung am Dienstagnachmittag den Airbus Richtung England bestiegen, verbat sich Karl-Heinz Rummenigge voreilige Gedanken an das Finale der Champions League am 24. Mai in der portugiesischen Hauptstadt. „Kein Mensch beim FC Bayern denkt im Moment über das Achtelfinale hinaus. “Step by Step' ist die Devise. Und der 'Step' Arsenal ist schwer genug", sagte der Münchner Vorstandschef vor dem Achtelfinal-Hinspiel am Mittwoch (20. 45 Uhr/Sky und ZDF) beim FC Arsenal.

Vor neun Monaten hatte der Triple-Sieger in der englischen Metropole seinen großen Triumph gefeiert - und zuvor auch die "Gunners“ ausgeschaltet. „Wir hoffen, dass sich die Geschichte wiederholt“, betonte der Bayern-Boss deshalb, warnte aber gleichzeitig vor Mesut Özil, Per Mertesacker, Lukas Podolski und Co.: „Wir müssen uns im Klaren sein, dass uns das beste Arsenal der letzten Jahre erwartet, wir stehen vor einer enorm schweren Aufgabe. `

Damit nichts schief geht, warf Trainer Pep Guardiola auch die sonst übliche Vorbereitung um. So setzte er das Abschlusstraining ausnahmsweise am Dienstagvormittag in München an und verzichtete auf die Einheit am Abend im Emirates-Stadion, um dem Verkehrs-Chaos zu entgehen und den Stars die Fahrt im Londoner Berufsverkehr zu ersparen. Zuletzt hatte die deutsche Nationalmannschaft in London die U-Bahn zum Training nehmen müssen. Immerhin beziehen die Bayern wie im Vorjahr das noble Hotel "The Landmark“.

„In London ist viel los, da kann man sich nicht sicher sein, ob man reibungslos durchkommt. Das ist eine konsequente und gute Lösung. Wir kennen das Stadion, das ist kein Problem“, meinte Kapitän Philipp Lahm. Jerome Boateng hatte dagegen etwas gespaltenere Gefühle. Man bekomme im Stadion schon noch einmal „ein Gefühl für den Platz und die Bälle“. Aber andererseits „ist es das nicht wert, dass wir da zwei, drei Stunden rumfahren“.

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Die Kraft braucht der Bundesliga-Dominator vielmehr für Arsenal. Kontakt zu ihren drei Kollegen aus der DFB-Auswahl hatten die Münchner vor dem Duell nicht. Die Ansagen aus England, insbesondere von Innenverteidiger Mertesacker („Wir wissen jetzt, wie wir sie besiegen können.“), waren den Münchnern aber nicht entgangen. Sie wollen die Antwort aber lieber auf dem Platz geben. Irgendwelche Sprüche würden doch „nichts bringen“, sagte Boateng gelassen.

Dass die in der Liga seit 13 Spielen siegreichen und seit 46 Partien ungeschlagenen Münchner aber mit dem nötigen Selbstvertrauen nach London reisten, versteht sich von selbst. „Wir werden nicht auf 0:0 spielen, wir wollen dort gewinnen“, kündigte Lahm an. Man sei aber gewarnt „vom Ergebnis letztes Jahr“. Da hatten die Bayern das Hinspiel 3:1 gewonnen, mussten aber beim 0:2 zuhause noch kräfig um den Einzug ins Viertelfinale zittern.

An London haben die Bayern aber nach dem Erfolg gegen Dortmund im Finale Ende Mai die allerbesten Erinnerungen. „Mit London verbindet uns viel Positives“, sagte Boateng, „wir fahren mit einem guten Gefühl dahin, es kommen einige Bilder hoch, mehr ist es aber nicht.“

Auf ein Neues also gegen ein Arsenal, bei dem die Hoffnungen insbesondere auf Spielmacher Özil ruhen. Für Boateng ist er „der Schlüsselspieler“ bei den Gunners. „Jeder weiß, wie wichtig Mesut für Arsenal ist“, sagte Lahm. Man schalte Arsenal aber nicht aus, „wenn man nur Mesut aus dem Spiel nimmt. Da gibt es noch zehn andere Klassespieler.“ Die dürfe man „nicht in ihr Passpiel kommen lassen“.

Deshalb wollen die Bayern ihre Spielweise nicht ändern. „Wir wollen auch in London unser Spiel durchbringen und viel Ballbesitz haben. Wir wollen nicht einem Ergebnis hinterherrennen“, betonte Boateng vor der ersten echten Herausforderung des Jahres. „Da werden wir sehen, wo wir stehen.“

Verzichten müssen die Bayern auf den verletzten Superstar Franck Ribéry, bei Arsenal fehlen Theo Walcott (Kreuzbandriss) und der gesperrte Mikel Arteta.

sid

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