Neu-Präsident

Guardiola-Rückkehr zum FC Bayern? Bemerkenswerte Sätze von Herbert Hainer

Holt der FC Bayern München Pep Guardiola als Trainer zurück? Von Neu-Präsident Herbert Hainer gab es bei der JHV 2019 dazu eine bemerkenswerte Aussage.

  • Laut Medienberichten ist eine Rückkehr von Trainer Pep Guardiola ein Thema beim FC Bayern München.
  • Bei der Jahreshauptversammlung wurde Neu-Präsident Herbert Hainer und Vorgänger Uli Hoeneß auf Guardiola angesprochen.
  • Die Antwort von Hainer fiel bemerkenswert aus.

Es wäre natürlich DIE Sensation im deutschen Fußball: Eine Rückkehr von Pep Guardiola zum FC Bayern München. Wie die Sport Bild vor wenigen Tagen berichtete, ist der Katalane, der mit dem FC Barcelona zweimal die Champions League gewann und der aktuell bei Manchester City arbeitet, an der Säbener Straße wieder ein Thema.  

Von den Bayern-Bossen gibt es im Hinblick auf diese Personalie noch kein Dementi. Joshua Kimmich würde sich nach eigenem Bekunden über ein Pep-Comeback beim FCB durchaus freuen: „Ich kenne ihn, ich habe ihm viel zu verdanken. Er hat mich als Zweitliga-Spieler in der Bundesliga und Champions League spielen lassen. Wir sind zusammen Double-Sieger geworden. Ich würde mich nicht dagegen wehren, wenn er kommt...“

Und siehe da: In einem Abschieds-Video des FC Bayern München für Uli Hoeneß taucht Pep Guardiola am Ende einer Reihe von Fußball-Größen auf, die dem Ex-Präsidenten huldigen. In glänzendem Deutsch sagt Guardiola: „Du bist jetzt schon eine Legende in diesem Club. Dein Pep, Uli. Servus!“ Läuft da schon was hinter den Kulissen?

Rückkehr von Pep Guardiola zum FC Bayern München bei JHV ein Thema 

Zwar wurde bei der Jahreshauptversammlung am Freitagabend verkündet, dass Hansi Flick mindestens bis zum Jahresende Trainer des FC Bayern München bleiben soll. Was aber im Hinblick auf die kommende Saison nichts bedeutet. 

Kein Wunder, dass den Journalisten das Thema Pep Guardiola bei der JHV unter den Nägeln brannte. 

Uli Hoeneß machte es sich bei der Pressekonferenz nach Wahl seines Nachfolgers als Präsident sehr einfach. Er verwies weitschweifig darauf, dass er ja soeben seinen Abschied beim FC Bayern vollzogen und damit nichts mehr zu sagen habe. Angesprochen auf eine Pep-Rückkehr meinte Hoeneß: „Vor drei Tagen hätte ich die Frage vielleicht noch beantwortet. Jetzt werde ich so etwas überhaupt nicht beantworten. Ich fühle mich nicht autorisiert, in dieser Position, die ich jetzt habe, solche Gedanken zu artikulieren. Da wird die Tür aufgemacht für ein gegenseitiges Ausspielen: Hoeneß gegen Vorstand. Das werde ich auf keinen Fall machen. Ich habe eine klare Meinung zu vielen Dingen. Die werde ich immer mit den Betroffenen ausdiskutieren.“

Rückkehr von Pep Guardiola zum FC Bayern München? Das sagt Herbert Hainer

Bemerkenswert klang dafür das, was der neue Präsident Herbert Hainer zu einer möglichen Rückkehr von Pep Guardiola - noch heute bei aktuellen und Ex-Spielern des FC Bayern geachtet - zu sagen hatte: „Der Vorstand kümmert sich jetzt um die Sache, wird versuchen, nach bestem Wissen und Gewissen den besten Trainer für den FC Bayern München zu bekommen. Wenn ich sage: ‚Den Besten‘, dann heißt das natürlich auf der einen Seite: Den wir gerne haben wollen. Auf der anderen Seite muss der aber auch verfügbar sein. Pep Guardiola ist natürlich ein super Trainer. Er hat aber in Manchester City Vertrag. Und jetzt würde ich sagen: Lassen Sie uns warten, bis der Vorstand auf uns zukommt. Und dann befassen wir uns mit allen Alternativen. Aber prinzipiell wollen wir den besten Trainer beim FC Bayern München haben.“

Ein Dementi war das nicht. Hainer sollte Medienprofi genug sein, um zu wissen, wie solche Worte bei den Journalisten ankommen. Dem früheren DAX-Konzernchef dürfte durchaus bewusst sein, dass unbedachte Äußerungen den Kurswert eines Unternehmens beeinflussen können. Kurzum: Hainer ist es gewohnt, zuerst zu denken und dann zu reden. Im Gegensatz zu seinem Amtsvorgänger beim FC Bayern München.

Fakt ist: Pep Guardiola wäre ein passender Trainer für die Bayern. Er kennt den Verein und die Spieler bestens. Und er spricht hervorragend Deutsch, was an der Säbener Straße ja immer eine Einstellungsvoraussetzung ist. Siehe auch das oben erwähnte Abschieds-Video. Bei 40.30 Minuten kommt Guardiola zu Wort.

Mag sein, dass Guardiola aktuell nicht verfügbar ist. Aber dass der FC Bayern ihn aus seinem Vertrag bei Manchester City herauskauft, ist alles andere als unrealistisch. Um es mit den Worten des Katalanen zu sagen: Die Frage, ob Pep als Trainer zum FC Bayern zurückkommt, bleibt „super, super, spannend“.

fro

Rubriklistenbild: © Miguel MEDINA / AFP / Tobias Hase/dpa

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