Paderborn siegt dank Rupp mit 2:1 in Freiburg

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Paderborn drehte das Spiel in Freiburg und siegte 2:1. Foto: Patrick Seeger

Der SC Paderborn hat sich im Kampf um den Klassenverbleib eindrucksvoll zurückgemeldet. Durch das 2:1 beim SC Freiburg rückte der von vielen vorzeitig abgeschriebene Aufsteiger wieder auf einen Nichtabstiegsplatz vor.

Freiburg (dpa) - Trainer André Breitenreiter hüpfte mit den Fans ausgelassen um die Wette. Die Paderborner Profis tanzten freudetrunken und ließen ihren Sieggaranten Lukas Rupp hochleben.

Mit seinem Doppelpack (70. und 80. Minute) zum 2:1 (0:1)-Sieg beim SC Freiburg schoss der Joker den bisherigen Tabellenvorletzten quasi im Alleingang auf einen Nichtabstiegsplatz der Fußball-Bundesliga. "Lukas hat das Spiel gedreht", lobte Breitenreiter den erst nach über einer Stunde eingewechselten offensiven Mittelfeldmann.

SC-Coach Christian Streich war nach der unerwarteten und folgenschweren Niederlage vor 24 000 Zuschauern im ausverkauften Schwarzwaldstadion dagegen restlos bedient. Statt mit einem Dreier nach zuletzt drei sieglosen Spielen einen wichtigen Schritt Richtung Klassenverbleib zu machen, rückten die Freiburger nun wieder ganz dicht an die Gefahrenzone heran.

Paderborn feierte nach zuvor vier Auswärtsniederlagen in Serie seinen ersten Erfolg in der Fremde und zog in der Tabelle an Freiburg vorbei. Der SC wartet nun seit vier Partien hintereinander auf einen Sieg.

Dabei hatte es nach der Führung durch Nils Petersen (40.) und weiteren Chancen lange gut für die überwiegend dominierenden Breisgauer ausgesehen. "Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen", sagte Streich. "Ich muss schauen, dass ich sie wieder aufrichte."

Besonders bitter stießen Streich die Verletzungen von Oliver Sorg (Leiste), Petersen und Mike Frantz (beide Muskelprobleme) auf. Er musste das Trio auswechseln und konnte unmittelbar nach dem Abpfiff noch nicht sagen, ob er diese Stammkräfte im Abstiegskampf noch einsetzen kann.

Freiburg begann nervös und ohne klare Struktur. Paderborn nutzte diese Schwächen und bot den Platzherren in der ersten Viertelstunde Paroli. Der Aufsteiger hatte anfangs sogar ein leichtes spielerisches Übergewicht, ohne dies in Tore ummünzen zu können. Mit zunehmender Dauer fand Freiburg zu seinem Rhythmus und übernahm das Kommando.

Das personell stark dezimierte Paderborn - sieben Akteure fehlten verletzt oder gesperrt - hatte Glück, nur mit 0:1 hinten zu liegen. "In der Pause habe ich klar angesprochen, dass wir so kein zweites Jahr in der Bundesliga bleiben", sagte Breitenreiter und deutete damit an, dass er in der Kabine Tacheles geredet hatte.

Nach dem Seitenwechsel lieferten sich beide Mannschaften eine weitgehend ausgeglichene Partie. Paderborn war plötzlich wieder präsent, und Freiburg ließ wieder etwas nach, ohne dass der Erfolg ernsthaft gefährdet schien.

Aber dann schlug der erst sechs Minuten zuvor eingewechselte Rupp zu. Erst nutzte er eine Unachtsamkeit der Freiburger Abwehr. Srdjan Lakic hatte ihm den Ball mit der Hacke zugespielt. Zehn Minuten später war Rupp erneut zur Stelle. Christian Günter hatte noch die große Chance zum 2:2, aber der Schuss des Freiburgers klatschte an den Pfosten (88.). "Ein Unentschieden wäre korrekt gewesen", meinte Streich nach dem Rückschlag.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 61,6 - 38,4

Torschüsse: 15 - 14

gew. Zweikämpfe in %: 52,9 - 47,1

Fouls: 10 - 13

Ecken: 8 - 6

Quelle: optasports.com

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