"Das ist ein Traum"

Klose will keinen Freifahrtschein zur WM

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Miroslav Klose hat seine Verletzung im Herbst gut überstanden und bereitet sich nun auf die WM in Brasilien vor

Berlin - Deutschlands Rekordtorjäger Miroslav Klose (Lazio Rom) will nicht per „Persilschein“ zur Fußball-WM nach Brasilien mitgenommen werden.

„Ich will keinen Freifahrtschein. Und der Bundestrainer wird auch keinem Spieler einen Freifahrtschein geben. Man muss sich alles selbst erarbeiten wie so viele andere Dinge im Leben“, sagte der 35-Jährige im Interview mit der Welt am Sonntag.

„Ich weiß, dass ich mir eine WM-Teilnahme erkämpfen muss und dass es keine Rolle spielt, wie viele Turniere ich schon gespielt habe“, führte der Ex-Lauterer, -Bremer und -Münchner weiter aus: „Jeder weiß, dass er Gas geben muss, um einen Platz im Team zu bekommen. Klose hat das Gefühl, dass Bundestrainer Joachim Löw auf jeden Fall zu 100 Prozent auf ihn setze: `Ein anderes Gefühl beschleicht mich nicht.“

Nach längerer Verletzungspause fühlt sich Klose wieder fit, nur fehle es noch an Spielpraxis. Große Stücke hält der Italien-Legionär auf die DFB-Auswahl im Hinblick auf die WM in Brasilien: „Wir sind auf jeder Position doppelt gut besetzt. Das ist ein Traum. Wenn man sieht, wie viel Spielfreude wir haben, sagt das einiges über uns aus. Es war schon immer so: Sind wir mal mehrere Tage zusammen, in denen wir bestimmte Dinge noch üben und einstudieren können, machen wir immer hervorragende Spiele.“

Der WM-Triumph sei möglich: „Natürlich. Die Qualität ist da, keine Frage. Und wenn die Tagesform stimmt oder wir das Glück auf unserer Seite haben, bin ich guter Dinge.“

Der WM-Torrekord des Brasilianers Ronaldo (15 Treffer zu 14 Klose-Toren) ist indes zweitrangig. „Ziel Nummer eins für mich ist, dass wir mit der Mannschaft Erfolg haben. Ich hoffe, dass ich meinen Teil dazu beitragen kann“, sinnierte der Goalgetter, „wenn wir unseren Offensivfußball spielen, bin ich überzeugt, dass ich zu meinen Torchancen komme und auch treffen werde. Wenn es denn so sein sollte, dass dann der Rekord fällt, wäre es eine schöne Nebensache.“

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SID

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