Nationalspieler spricht vor Bayern-Spiel

Draxler über seinen Klub: PSG spielt wie die DFB-Elf

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Julian Draxler (r.) muss in dieser Saison mehr denn je um seinen Stammplatz kämpfen.

Seit eineinhalb Jahren spielt Julian Draxler bereits für Paris Saint-Germain und muss vor allem in dieser Saison um seinen Startplatz kämpfen. Das Spielsystem seines Klubs könnte ihm dabei helfen.

München - Am Mittwoch den 27. September wartet ein harter Brocken auf den FC Bayern. Dann ist der deutsche Rekordmeister beim französischen Pokalsieger Paris Saint-Germain zu Gast, um sein zweites Gruppenspiel in der Champions League zu bestreiten. Alles daran legen, dass es für das Team von Carlo Ancelotti keinen schönen Abend gibt, wird der einzige deutsche Feldspieler bei PSG: Julian Draxler. Ob der 24-Jährige gegen die Bayern in der Startelf stehen wird, ist allerdings fraglich: Lediglich 174 Minuten Spielzeit bekam der Mittelfeldspieler bis jetzt in sechs Saisonspielen. 

In einem Interview mit der Deutschen Welle äußerte sich Draxler jetzt zu seiner Rolle als Rotationsspieler und vergleicht dabei PSG mit der deutschen Nationalmannschaft. „Bei PSG spielen wir tatsächlich wie die deutsche Nationalelf. Das stimmt in großen Teilen überein, deshalb muss ich nicht viel verändern, um mich zu verbessern und auch dem Team zu helfen“, sagte der ehemalige Schalker dem Portal. In der Nationalmannschaft ist Draxler schon seit längerem ein fester Bestandteil. Kam er beim WM-Titelgewinn des DFB-Teams 2014 noch lediglich zu einem Kurzeinsatz, so führte er seine Mannschaftskameraden beim Confed Cup im Sommer als Kapitän auf das Feld. 

Draxler: „Werde um meinen Stammplatz kämpfen“

Auch zu seinen Chancen auf einen Platz in der ersten Elf bei PSG äußerte sich der 24-Jährige: “Der Trainer kann für jede Partie neu entscheiden. Und man muss ihm zeigen, dass man der richtige Mann für dieses Spiel ist. Genau das werde ich machen.“ Paris hatte mit der Rekord-Verpflichtung von Neymar und der Leihe von Ausnahme-Talent Kylian Mbappe gleich zwei Weltklasse-Spieler geholt, mit denen Draxler nun um einen Platz in der Startelf kämpfen muss. 

Draxler, der mit Schalke und PSG jeweils einmal Pokalsieger geworden ist, glaubt aber fest daran, dass ihm der Sprung in die erste Mannschaft gelingen wird. „Ich kam nach dem Confed Cup etwas später zurück in die Vorbereitung und hatte etwas Rückstand den Anderen gegenüber. Ich musste mich reinhängen im Training, aber jetzt geht es Schritt für Schritt voran. Ich werde alles geben, um in der Startelf zu sein, und ich bin überzeugt, dass ich das draufhabe,“, sagte Draxler der Deutschen Welle.

PSG mit den Top-Teams auf Augenhöhe

Mit den getätigten Investitionen will Paris jetzt auch international Titel einfahren. Der Champions-League-Titel ist das erklärte Ziel von PSG-Präsident Al-Khelaïfi und die Transfers ein nötiges Mittel zum dieses zu erreichen. Draxler ist überzeugt, dass sein Klub ein gute Chance hat dieses Ziel in den nächsten Jahren zu erfüllen. „Jeder weiß, dass Paris Saint-Germain sehr große Ambitionen im Klubfußball hat. Wir wollen alles erreichen, wir wollen alles gewinnen und der Verein hat sehr viel Geld auf dem Transfermarkt investiert. Ich denke, dass wir jetzt auf Augenhöhe sind mit den internationalen Spitzenteams.“, so der 24-Jährige.

Dass auf die Bayern am Mittwoch keine einfache Aufgabe wartet, war allgemein bekannt. Wenn die Pariser jedoch wirklich wie die DFB-Elf spielen, könnte das ein Vorteil für die Münchner sein. In den Reihen des deutschen Rekordmeisters stehen ja bekanntlich gleich mehrere Nationalspieler, denen diese Spielweise ja bestens bekannt seien müsste.  

fd

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