Titelverteidiger in Russland

WM 2018: Wer ist eigentlich Weltmeister?

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Wer holt sich bei der WM 2018 in Russland den begehrtesten Pokal im Fußball?  

Fußball-Laie? Kein Problem! Wir machen Sie fit für die WM 2018 in Russland. Los geht es mit der Frage: Wer wurde in Brasilien eigentlich Weltmeister?

Moskau - Am Abend des 15. Juli 2018 haben wir Gewissheit. Dann wird im Olympiastadion Luschniki in Moskau ein neuer Weltmeister gekürt. Die letzte WM ist nun rund vier Jahre her. Sollten Sie sich nicht mehr erinnern, wer damals den WM-Pokal in die Höhe recken dürfte, dem helfen wir ein wenig auf die Sprünge.

WM 2018 in Russland: Deutschland als Titelverteidiger

Estádio do Maracanã, Rio de Janeiro, 13. Juli 2014. Deutschland gegen Argentinien, es steht 0:0 in der Verlängerung. Es läuft die 113. Spielminute. Andre Schürrle setzt sich auf der linken Außenbahn durch und bringt eine Flanke in den Strafraum. Dort nimmt Mario Götze den Ball mit der Brust an und schiebt ihn anschließend volley an Sergio Romero im Tor der Argentinier vorbei. Fußball-Deutschland bricht in Ekstase aus, als Schiedsrichter Nicola Rizzoli die Partie nach 120 Minuten abpfeift. Die deutsche Nationalmannschaft ist zum vierten Mal nach 1954, 1974 und 1990 Fußball-Weltmeister. Doch wie kam es eigentlich dazu? Wir zeichnen noch einmal den Weg der DFB-Elf zum Titel nach.

WM 2018 in Russland: Spielplan als PDF, Gruppen und Stadien bei der Weltmeisterschaft

Wiederholung bei der WM 2018? Klarer Gruppensieg 2014

Deutschland wurde bei der WM 2014 in die Gruppe G mit den USA, Portugal und Ghana gelost. Das Auftaktspiel fand in Salvador statt, Gegner war Portugal. Die Partie war bereits nach einer Halbzeit entschieden - zweimal Thomas Müller und einmal Mats Hummels sorgten für die komfortable 3:0-Pausenführung. Bei den Portugiesen lief nichts zusammen, nach 12. Minuten pfiff Schiedsrichter Mazic einen Elfmeter für die DFB-Elf, nach 37 Minuten flog Pepe mit glatt Rot vom Platz. Thomas Müller krönte seine überragende Leistung in der 78. Minute sogar noch mit einem dritten Tor für die DFB-Elf. Unvergessen bleibt dabei die Szene, als Cristiano Ronaldo einen Freistoß aus über 30 Metern in die „Ein-Mann-Mauer“ Philipp Lahm schoss. 

Im zweiten Match tat sich die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw in Fortaleza schon deutlich schwerer gegen unangenehme Ghanaer. Mario Götzes 1:0-Führung in der 51. Minute glich Andrew Ayew nur drei Minuten später aus. In der 63. Minute konnte Asamoah Gyan sogar die Führung für die Afrikaner erzielen. Miroslav Klose rettete der deutschen Mannschaft jedoch noch einen Punkt.

Die abschließende Partie entpuppte sich zu einer wahren Regenschlacht in Recife. Doch Thomas Müller konnte das Duell mit Löws Vorgänger als Bundestrainer, Jürgen Klinsmann, und den Amerikanern mit seinem 1:0-Siegtreffer zu Gunsten des deutschen Teams entscheiden.

Die DFB-Elf zog mit sieben Punkten somit souverän ins Achtelfinale ein.

WM 2018: So sehen Sie die Übertragung aller Spiele live im TV und im Live-Stream

Neuer rettet bei der WM 2014 das Viertelfinale

In der Runde der letzten 16 wartete ein vermeintlich leichter Gegner mit Algerien. Doch die deutsche Mannschaft zeigte eine schwache Leistung und scheiterte mehrmals am glänzend parierenden Keeper der Nordafrikaner, Raïs M’Bolhi. Durch leichtsinnige Fehler in der Defensive ergaben sich auch immer wieder Kontermöglichkeiten für die Algerier, die Manuel Neuer jedoch ein ums andere Mal zunichte machte. So musste nach torlosen 90 Minuten die Verlängerung her. Gleich nach zwei Minuten traf Andre Schürrle zum erlösenden 1:0, Mesut Özil gelang in der 119. Minute die Entscheidung, bevor es Abdelmoumene Djabou in der Nachspielzeit noch einmal spannend machte. Jedoch blieb es vor allem dank Manuel Neuer beim 2:1.

WM-Kader von Deutschland 2018: Das ist der finale Kader der Nationalmannschaft

Hummels Kopfball bringt DFB-Elf ins Halbfinale 2014

Im Viertelfinale musste die deutsche Mannschaft gegen Frankreich ran. Bereits nach zwölf Minuten konnte Mats Hummels Deutschland mit einem sehenswerten Kopfballtreffer in Führung bringen. Beide Teams agierten danach auf Augenhöhe, ohne jedoch zu zwingenden Torchancen zu kommen. Am Ende blieb es beim 1:0 für „Die Mannschaft“ und man zog somit ins Halbfinale gegen Gastgeber Brasilien ein.

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WM 2018: Denkwürdiges Halbfinale 2014 gegen Brasilien

Das Halbfinale zwischen Brasilien und Deutschland am 8. Juli 2014 in Belo Horizonte ging als eines der denkwürdigsten Spiele aller Zeiten in die WM-Geschichtsbücher ein. Nach 29 Minuten stand es sage und schreibe 5:0 für die DFB-Auswahl. Thomas Müller, Miro Klose, zweimal Toni Kroos und Sami Khedira demontierten völlig überrumpelte Brasilianer in nicht einmal einer halben Stunde. Allein die Treffer zwei bis fünf fielen in sechs Minuten und besiegelten das Ende aller Titelträume der Gastgeber im eigenen Land. Der in der 58. Minute eingewechselte Andre Schürrle erhöhte sogar noch um zwei Treffer auf 7:0. In der Nachspielzeit gelang Oscar dann noch der Ehrentreffer für die „Seleção“, die an diesem Abend ihre größte Schmach seit dem verlorenen Finale 1950 im Maracanã gegen Uruguay erleiden musste. 

Wie anschließend das Finale gegen Argentinien endete, ist ja hinlänglich bekannt.

Der Moment: Philipp Lahm stemmt den WM-Pokal in den Nachthimmel von Rio de Janeiro.

WM 2018 in Russland: Wer kann Deutschland vom Thron stoßen?

Das DFB-Team fährt nach Russland als einer der absoluten Top-Favoriten auf den WM-Pokal. Und das nicht nur aufgrund des Titels von 2014. Im Sommer 2017 holte eine extrem junge deutsche Truppe den Confederations Cup, während sich Top-Stars wie Manuel Neuer, Mats Hummels, Toni Kroos oder Mesut Özil von den Strapazen der Saison erholen konnten. Auch die Qualifikation zeigt, wie stark die deutsche Nationalmannschaft aufgestellt ist. Zehn Siege in zehn Spielen und 43:4 Toren sprechen eine deutliche Sprache. Als härteste Gegner auf den WM-Titel in Russland gelten mit Sicherheit die Franzosen, die aus einem ähnlich tiefen Fundus an hochklassigen Spielern wie Joachim Löw schöpfen können. Ebenfalls gute Chancen werden Brasilien und auch wieder den Spaniern eingeräumt. Natürlich muss auch mit Deutschlands Final-Gegner von 2014, Argentinien, wieder gerechnet werden. Und England und Belgien gelten wieder mal als Geheimfavorit.

tor

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