„Karma kann manchmal hart sein“

Hat Schweden Schadenfreude wegen Deutschland? Der Trainer spricht

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Nach dem 2:1-Sieg der DFB-Auswahl im Gruppenspiel gegen Schweden kam es zu tumultartigen Szenen.

Zahlreiche schwedische Nationalspieler sollen sich über das frühe Aus der DFB-Auswahl bei der WM 2018 gefreut haben - aufgrund der Vorkommnisse im Gruppenspiel. Nationaltrainer Janne Andersson beschwichtigt.

St. Petersburg - Schwedens Nationaltrainer Janne Andersson hat sich nach eigenen Worten nicht über das Vorrunden-Aus von Weltmeister Deutschland bei der WM 2018 in Russland gefreut. „Wir waren überhaupt nicht schadenfroh. Wir hatten vor jedem Gegner Respekt und haben ihnen gratuliert oder ihnen unser Bedauern ausgedrückt, wenn sie ausgeschieden sind“, sagte der 55-Jährige am Montag in St. Petersburg.

Schwedische Medien hatten den Ex-Hamburger Marcus Berg mit den Worten zitiert: „Das Karma kann manchmal hart sein.“ Und Rechtsverteidiger Mikael Lustig soll gesagt haben: „Ich werde nicht zögern, zu sagen, dass es schön ist.“ Die schwedischen Spieler hatten sich über das Verhalten deutscher Gegenspieler während der Vorrundenpartie geärgert, zudem sorgte der Torjubel zweier DFB-Funktionäre über den 2:1-Siegtreffer von Toni Kroos in der Nachspielzeit für Ärger.

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Von Kapitän Andreas Granqvist kursierte ein Video, auf dem er kurz nach dem Schlusspfiff beim deutschen 0:2 gegen Südkorea eine Information bekam und lauthals loslachte. Auch dies wurde als Reaktion auf das deutsche Aus gewertet. „Wir waren überrascht, dass Deutschland ausgeschieden ist“, sagte Granqvist am Montag: „Wir hatten viel Respekt für den ehemaligen Weltmeister. Aber das passiert und ist auch anderen passiert. Wir freuen uns, dass wir so weit gekommen sind und andere eben nicht.“ Die Schweden treffen an diesem Dienstag (16.00 Uhr, so sehen Sie das Duell live im TV und im Live-Stream*) im Achtelfinale auf die Schweiz.

dpa

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