Schneller als terrestrisches und HD-Signal

Fußball-WM: Streaming-Dienst will Live-Bilder schneller als das TV liefern

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In Deutschland werden wieder Millionen von Fans die Fußball-WM verfolgen - nur mit welcher Technik idarf man als erster jubeln?

Wer liefert das schnellste Live-Bild? Das hängt stets von der Signalquelle ab. Jetzt will ein Streaming-Dienst bei der Fußball-WM schneller als das TV-Bild sein.

Berlin - Die verschiedenen technischen Wege bei der TV-Übertragung sorgen auch zur Fußball-WM wieder für teils erhebliche zeitliche Verzögerungen. Das „schnellste Tor“ übers Internet will nun der Streaming-Anbieter Waipu.TV bieten. Der Betreiber, die Exaring AG, hat dafür eine Technologie entwickelt, die bereits zum Patent angemeldet sei. Damit soll das Streaming erstmals schneller sein als ein Kabelanschluss.

Das Angebot von Waipu.TV soll für „Perfect“-Kunden bereits eine Woche vor Start der Fußball-WM (Spielplan als PDF, Gruppen und Stadien bei der Weltmeisterschaft) zur Verfügung stehen, kündigte Exaring an. „Über unser eigenes Glasfasernetz und die Vielzahl von Koppelpunkten mit DSL-Netzen können wir die Stärke unseres neuen Übertragungsverfahrens maximal ausreizen“, sagte Exaring-Manager Johannes Deisenhofer. Das Verfahren werde zusätzlich mit intelligentem Verkehrs- und Routing-Management kombiniert.

Die Redakteure des IT-Magazins „c't“ haben das Angebot bereits im Testlabor unter die Lupe genommen: Demnach kommt Waipu.TV bei der Ausstrahlung sowohl in der ARD als auch im ZDF auf eine Latenzzeit von 2,3 Sekunden und liegt damit vor dem terrestrischen Signal (4,5 Sekunden über ARD, 2,5 Sekunden über ZDF) wie auch vor der HD-Ausstrahlung über Kabel (6,5 Sekunden bei der ARD und 6 Sekunden beim ZDF). Schneller ist nur das Bild über Satellit (0,5 Sekunden Latenz in hoher Auflösung). Als Ausgangswert (Null) wurde das herkömmliche SD-Bild über Satellit genommen, das mit 4,5 Sekunden hinter der Echtzeit liegt.

Alle News zur Fußball-WM 2018 finden Sie hier.

dpa

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