Frontzeck-Debüt in Hannover geht daneben: 1:2-Niederlage

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Hannovers Trainer Michael Frontzeck (M) versuchte sein Team nach der Niederlage wieder aufzubauen. Foto: Peter Steffen

Auch der neue Trainer Michael Frontzeck kann den Absturz von Hannover 96 vorerst nicht stoppen. Die erste Partie seiner Fünf-Spiele-Mission verloren die Niedersachsen.

Hannover (dpa) - Nach dem verpatzten Debüt rief Michael Frontzeck alle Spieler vor dem Gang in die Kabine zusammen und ließ einen Kreis bilden.

Der neue Coach von Hannover 96 musste Trost spenden nach der 1:2 (1:1)-Niederlage gegen 1899 Hoffenheim, durch welche die Situation für den abstiegsgefährdeten Fußball-Bundesligisten noch bedrohlicher wird: Trotz des Trainerwechsels und einer engagierten Leistung blieb Hannover auch im 14. Spiel hintereinander ohne Sieg.

Fünf Tage nach der Beurlaubung von Tayfun Korkut traf für 96 nur Lars Stindl (24. Minute/Foulelfmeter) zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Die Hoffenheimer dürfen hingegen nach Toren von Anthony Modeste (1.) und Sven Schipplock (83.) auf die erste Europapokal-Teilnahme hoffen.

Auch Frontzeck kann den Absturz von Hannover 96 nicht stoppen - zumindest vorerst. In der ersten Partie seiner Fünf-Spiele-Mission verlor 96, während Konkurrenten wie der HSV und Stuttgart punkteten. Gewinnt Paderborn am Sonntag gegen Bremen, rutscht Hannover erstmals auf den Relegationsrang.

Frontzeck erlebte bei seiner ersten Partie nach fast anderthalbjähriger Arbeitslosigkeit einen frühen Schock: Nach gerade einmal einer Minute erzielte Modeste die Führung - und das nach klarer Abseitsposition, die Schiedsrichter Günter Perl und seine Assistenten nicht erkannten.

"Es gibt so Situationen, die hast du nur, wenn du da stehst, wo wir stehen", sagte Frontzeck. Und 96-Tormann Ron-Robert Zieler klagte über den Patzer der Unparteiischen: "Das ist bitter in so einer Situation. Das darf einfach nicht passieren."

Nach dem Schreck sah der 96-Coach eine mutige Vorstellung seines neuen Teams. "Wichtig war für mich, wie die Mannschaft damit umgeht", sagte Frontzeck. Und sie ließ sich durch den unglücklichen Rückstand nicht beirren und kämpfte .

Der 51-Jährige ließ Hannover im Gegensatz zu dem am Montag beurlaubten Vorgänger mit fünf personellen Änderungen und offensiver Aufstellung spielen. Mit Joselu und Didier Ya Konan bot er zwei Spitzen auf; die beiden Stürmer konnte sich allerdings selten durchsetzen. In der Schlussphase brachte der Coach sogar einen dritten Stürmer, doch statt 96 traf 1899: Schipplock köpfte eine Flanke von Adam Szalai ein.

"Wir nehmen viel positive Dinge mit", sagte Leon Andreasen: "Wir glauben fest daran, dass wir es noch schaffen." Auf dem Spielfeld sah es zumindest deutlich engagierter als im letzten Spiel unter Korkut aus. "Wir haben uns als Einheit präsentiert", sagte Zieler. Spielerische Mängel waren allerdings nicht zu übersehen.

Zum zwischenzeitlichen Ausgleich benötigte Hannover einen Elfmeter. Kapitän Stindl verwandelte sicher und ohne Chance für 1899-Tormann Oliver Baumann, nachdem Tobias Strobl 96-Rechtsverteidiger Manuel Schmiedebach gefoult hatte. Gegen Wolfsburg fehlt Stindl ab err wegen der fünften Gelben Karte.

Die Hoffenheimer boten eine durchwachsene Darbietung. Nach fünf Pflichtspielen ohne Sieg war bei einige Aktionen die Verunsicherung zu sehen. Auch das frühe Führungstor brachte wenig Sicherheit. "Wir haben uns hineingefightet und haben auf die Chance gelauert", kommentierte Trainer Markus Gisdol: "Wir sind super zufrieden." 

Die Spieldaten:

Ballbesitz in %: 49,2 - 50,8

Torschüsse: 12 - 13

gew. Zweikämpfe in %: 48,2 - 51,8

Fouls: 24 - 19

Ecken: 2 - 6

Quelle: optasports.com

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