Hummels-Sohn reagierte bemerkenswert

Mats Hummels kontert „Hölzern“-Kritik von Experte Schweinsteiger - und erklärt Eigentor-Situation

Untröstlich: Mats Hummels unterlief das entscheidende Eigentor. Kritik von Bastian Schweinsteiger wies er aber zurück.
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Untröstlich: Mats Hummels unterlief das entscheidende Eigentor. Kritik von Bastian Schweinsteiger wies er aber zurück.

Deutschland unterlag zum EM-Start Frankreich mit 0:1. Mats Hummels war der große Unglücksrabe, doch eine Kritik eines ehemaligen Kollegen will er nicht auf sich sitzen lassen.

München - Mats Hummels* war der große Pechvogel beim ersten EM-Auftritt der deutschen Nationalmannschaft*. Beim 0:1 gegen Frankreich entschied der BVB-Verteidiger das Spiel mit einem Eigentor. Während er von seinen Kollegen umgehend Zuspruch erhielt, waren die Experten nicht so gnädig: Bastian Schweinsteiger, Hummels‘ Weltmeister-Kollege von 2014 in Rio de Janeiro, nannte den Rettungsversuch in der ARD* „hölzern“. Hummels sieht das anders.

Mats Hummels: „Man muss bei Eigentoren unterscheiden“

Gegenüber der Bild sagte Hummels im Interview: „Basti als ehemaliger Fußballer sollte besser einschätzen können, wie schwierig dieser Ball ist. Aber er darf als Experte natürlich seine Meinung äußern.“

Hummels erklärte die Situation bei der Fußball-Europameisterschaft*: „Man muss bei Eigentoren unterscheiden: Es gibt welche, bei denen man sehr viel ausrichten kann – und welche, bei denen man selbst wenige Optionen hat. Das Eigentor gegen Frankreich war keines, bei dem ich viel hätte anders machen können.“

Der Verteidiger weiter: „Jeder Fußballer weiß: So einen extrem scharf hereingespielten Ball zu verteidigen, ist extrem schwierig. Es kamen direkt im Spiel drei, vier Mitspieler zu mir, die mir gesagt haben, wie schwierig dieser Ball war. An einem richtig guten Tag bekomme ich ihn vielleicht geklärt. Aber für einen Innenverteidiger war das vielleicht der unangenehmste Ball, den es gibt. Daher musste ich nicht groß aufgemuntert werden.“

Hummels‘ Sohn Ludwig jubelte nach Eigentor des Papas

Er habe nach dem Spiel „normal geschlafen“, auch wenn das Gefühl „generell nicht gut“ gewesen sei, da man mit einer Niederlage ins Turnier gestartet sei.

Ein ganz anderer „Experte“ in Hummels‘ Umfeld zeigte im Gegensatz zu Schweinsteiger und den meisten Deutschen eine ganz andere, wenn auch verständliche Reaktion auf den EM*-Rückschlag: Hummels‘ dreieinhalb Jahre alter Sohn Ludwig.

Der DFB-Rückkehrer über seinen Sohn: „Er weiß zum Glück noch nicht, was ein Eigentor ist. Er denkt: Ball im Netz ist immer richtig. Mir wurde zugetragen, dass er gejubelt hat. Das werde ich ihm wohl noch beibringen müssen.“ (cg) - *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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