Harte Worte gegen den Bundestrainer

„Gekratze am Hosenbund“ und „Nasenbohren“: Schweizer Presse attackiert Jogi Löw

Bundestrainer Jogi Löw hat noch zwei Gruppenspiele, um das Ruder herumzureißen.
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Bundestrainer Jogi Löw hat noch zwei Gruppenspiele, um das Ruder herumzureißen.

Eine Schweizer Zeitung attackierte Jogi Löw mit harten Worten. Bleibt der Weltmeister-Bundestrainer den Fans nach seinem Aus eher wegen anderer Aktionen im Gedächtnis?

München/Zürich - Dass Bundestrainer Joachim Löw* in den vergangenen drei Jahren nicht alles richtig gemacht hat, steht außer Frage. Die letzten durchschnittlichen Auftritte des DFB-Teams vor dem Start der EM* sorgten für Spott, besonders aus der Schweiz gab es kritische Worte. Das Newsportal Blick.ch schaute hämisch auf den Fußball-Nachbarn und griff den Mann an, der seine Trainerkarriere einst in der Schweiz begann.

EM 2021: Schweizer Presse nimmt Bundestrainer Löw in die Mangel - „seine Autorität ist längst untergraben“

Joachim Löw ließ hier seine Spielerkarriere* Mitte der Neunziger-Jahre ausklingen, trainierte beim FC Winterthur die Jugend und übernahm im Sommer 1994 beim FC Frauenfeld als Spielertrainer. Es sollte der Startschuss für eine große Trainerkarriere werden, die ihn im Sommer 2004 zum DFB zog. Nach der Europameisterschaft 2021 geht für den 61-Jährigen nach 15 Jahren als Bundestrainer eine Ära zu Ende.

Bereits vor der Auftakt-Pleite gegen die Franzosen ging Blick.ch hart mit Löw ins Gericht. „Er steht in München als ‚lame duck‘, als lahme Ente, am Spielfeldrand. Seine Autorität ist längst untergraben“, schreibt das Online-Portal der Tageszeitung. Besonders die „ernüchternden Resultate“, wie etwa die Niederlage gegen Nordmazedonien oder das Unentschieden gegen die Dänen sowie der abgebrochene Generationenwechsel wird ihm abgekreidet - und dann geht es sogar noch einen Schritt weiter.

EM 2021: Schweizer Zeitung wettert gegen Jogi Löw - bleibt er wegen „Gekratze am Hosenbund“ in Erinnerung?

„Er hat sich für einmal nicht in der Hose, sondern lange am Kopf gekratzt und dann mit Mats Hummels und Thomas Müller zwei eigentlich ausgemusterte Spieler als neue, respektive alte Leithammel zurückgeholt“, heißt es bei Blick.ch. Eine Anspielung auf die merkwürdigen Griffe in die Hose während eines Spiels bei der EM 2016, speziell im Netz war die Szene ein Lacher.

Sollte Löw beim paneuropäischen Turnier „Wundersames“ gelingen, so würde er dem Artikel zufolge „als Weltmeister und Gallionsfigur in die deutsche Fußballgeschichte eingehen“. Würde das DFB*-Team wie 2018 in Russland in der Vorrunde scheitern, könnte dies einen weiteren Image-Schaden zur Folge haben. „Dann wird eher sein Gekratze am Hosenbund mit anschließendem Nasenbohren in Erinnerung bleiben“, so die gnadenlose Formulierung des Portals.

Tatsächlich wird dem deutschen Team besonders nach der Niederlage gegen Frankreich nicht unbedingt de große Wurf beim Turnier zugetraut. Noch hat Löw aber zwei Spiele, um seine Kritiker zu überzeugen. (ajr) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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