Revierderby soll stattfinden

Bundesliga-Pause erst ab Dienstag? Lächerlich und unverantwortlich von der DFL - Kommentar

Die DFL will auch die Bundesliga pausieren lassen - anders als fast alle anderen Top-Ligen aber erst ab Dienstag. Völlig absurd und lächerlich. Ein Kommentar.

  • Das DFL-Präsidium schlägt vor, die Bundesliga ab Dienstag bis zum 2. April aussetzen zu lassen.
  • Der kommende Spieltag - inklusive BVB - Schalke - würde demnach noch stattfinden.
  • Eine nicht nachvollziehbare und lächerliche Entscheidung - ein Kommentar.

Update vom 13. März, 16.27 Uhr: Der 26. Bundesliga-Spieltag wird nicht stattfinden. Das gab die DFL am Freitagnachmittag bekannt.

In Spanien ruht der Liga-Betrieb ab sofort, in Italien sowieso. Und Deutschland? Die DFL will den aktuellen Spieltag noch bedingungslos durchziehen und schlägt eine Saison-Unterbrechung erst ab Dienstag und damit gefühlt als letzter Wettbewerb vor. Eine absolute Farce, die an Lächerlichkeit, Fahrlässigkeit und Unverantwortlichkeit kaum zu überbieten ist.

Dass für die DFL, wie es in ihrer Mitteilung heißt, die „Gesundheit der gesamten Bevölkerung“ im Vordergrund stehe, verliert mit diesem Vorschlag für die Mitgliederversammlung an Glaubwürdigkeit und wirkt scheinheilig. Würde das Präsidium die Covid-19-Epidemie tatsächlich ernst nehmen, würde es den Spielbetrieb sofort bedingungslos und ohne Rücksicht auf Verluste stoppen.

DFL wirkt weiterhin konsequent inkonsequent

Doch genau das ist der Punkt: Die DFL erweckt damit den Eindruck, genau diese Rücksicht nicht zu haben. Es wirkt, als wolle sie diesen Spieltag – unter anderem mit dem für Zuschauer attraktiven Revierderby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 – mit aller Macht durchdrücken – und erst dann bis zum 2. April in die Pause gehen. Auf die DFL prasselt - zu Recht - ein gewaltiger Shitstorm ein.

Dabei handelt es sich wegen der Länderspiele ohnehin nur um einen einzigen Spieltag – bis dann mit dem Duell zwischen dem BVB und dem FC Bayern wieder eine länderübergreifend attraktive Partie auf dem Programm steht.

Reiner Zufall? Es fällt schwer, das zu glauben. Um es in den Worten von Kölns Manager Horst Heldt zu formulieren: Die DFL um Geschäftsführer Christian Seifert  präsentiert sich wieder einmal konsequent inkonsequent – und macht sich keine Freunde. Es gibt eben Wichtigeres als Fußball. Das haben einige dort offenbar nicht begriffen.

Rubriklistenbild: © dpa

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