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Schließt sich Lücke im WM-Kader beim DFB-Team? „Er könnte der viel zitierte Überraschungskandidat sein“

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Von: Antonio José Riether

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Im DFB-Team fehlt ein richtiger Mittelstürmer. Nun brachte Stefan Reuter, Weltmeister von 1990, einen Kandidaten für die Offensive ins Gespräch.

München - In rund eineinhalb Monaten beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar, am 23. November steht schon das erste Gruppenspiel der deutschen Nationalelf gegen Japan an. Zwar gibt es bislang noch kein genaues Datum, an dem die jeweiligen Nationaltrainer ihre Kader nominieren, doch Ende Oktober werden die jeweiligen Verkündungen erwartet. Bundestrainer Hansi Flick könnte bei seinem ersten großen Turnier als Verantwortlicher durchaus Überraschungskandidaten mit zur WM nehmen.

DFB-Kader: Stefan Reuter sieht Berisha als den „viel zitierten Überraschungskandidaten“

Am Wochenende vor der abgelaufenen Länderspielpause brachte der FC Augsburg dem FC Bayern München überraschend die erste Saisonniederlage bei. Eine der zentralen Figuren war dabei Mergim Berisha, der 24-jährige Neuzugang der Fuggerstädter sorgte für den 1:0-Endstand und stellte erstmals seine Torjägerqualitäten im deutschen Oberhaus unter Beweis. Geht es nach dem Geschäftsführer der Augsburger, dem Welt- und Europameister Stefan Reuter, hat der Berchtesgadener sogar das Format für die Nationalelf.

Mergim Berisha erzielte gegen den FC Bayern sein erstes Bundesliga-Tor.
Mergim Berisha erzielte gegen den FC Bayern sein erstes Bundesliga-Tor. © Eibner-Pressefoto/imago

Das jedenfalls deutete Reuter kürzlich in einem Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland an und brachte den 24-jährigen als WM-Kandidat ins Spiel. Der Angreifer, der für die aktuelle Spielzeit vom türkischen Topklub Fenerbahce Istanbul ausgeliehen wurde, „könnte der viel zitierte Überraschungskandidat sein“, so Reuter, der selbst 69-mal für die Nationalmannschaft auflief.

DFB-Kader für WM 2022: Reuter bringt „extrem torgefährlichen“ Berisha in die Verlosung

Zwar weiß der 55-Jährige um die Fähigkeiten der Offensivakteure im DFB-Team, dennoch räumt er Berisha angesichts seiner Eigenschaften eine Chance ein. „In der Nationalmannschaft ist enorme Qualität vorhanden, gerade in der Offensive hat der Bundestrainer viel Auswahl. Aber er kann jetzt noch nicht wissen, in welcher Verfassung sich die Spieler im November befinden werden“, meinte der Ex-Profi. „Mergim ist fußballerisch richtig gut, extrem torgefährlich und hat vom ersten Tag an gezeigt, dass er sich gegen Top-Innenverteidiger behaupten kann.“

DFB-Team auf Stürmersuche: Mergim Berisha netzte überwiegend in Österreich

Doch wäre Berisha eine direkte Hilfe? Bis auf den zuletzt glücklosen Timo Werner und Lukas Nmecha, der sich bei der Nationalmannschaft verletzte, suchte man vergebens nach echten Mittelstürmern in Flicks letztem Aufgebot. Der Mangel an Angreifern ist auch auf dem Feld spürbar, deutlich wurde dies bei der 0:1-Pleite gegen Ungarn. Beim 3:3 gegen England trafen für Deutschland mit Ilkay Gündogan und Kai Havertz bezeichnenderweise zwei Mittelfeldspieler.

Berisha, der in der Akademie von Red Bull Salzburg ausgebildet wurde, ist für seine 24 Jahre recht erfahren. So lief der U21-Europameister in insgesamt 58 Pflichtspielen für den österreichischen Bundesliga-Serienmeister auf und traf dabei 24 Mal, hinzu kamen 15 Assists. Auch für die Salzburg-Reserve, den FC Liefering, sowie die österreichischen Profiklubs SCR Altach und LASK ging er erfolgreich auf Torejagd. Der 1,88-Meter-Mann wechselte 2021 für fünf Millionen zu Fenerbahce, wo er in 32 Spielen acht Treffer sowie drei Vorlagen beisteuerte. Ganz zufrieden war man dort nicht mit ihm, weshalb er nun leihweise in seiner Heimat Deutschland spielt.

Mergim Berisha im Einsatz für die U21-Nationalelf, mit der er 2021 Europameister wurde.
Mergim Berisha im Einsatz für die U21-Nationalelf, mit der er 2021 Europameister wurde. © Frank Hoermann/imago-images

DFB-Kader für die WM 2022: Einige Namen im Fokus, doch wer wird nominiert?

Für den Sprung ins Nationalteam könnte es noch etwas zu früh sein, Berishas letzter Einsatz für den DFB datiert vom U21-EM-Finale im Juni 2021 gegen Portugal. Zudem wurde er bislang noch nicht für die A-Nationalmannschaft nominiert. Andererseits könnte er genau aus diesem Grund für die erhoffte frische Brise im stickigen deutschen Angriffsspiel sorgen. Kürzlich fielen in diesem Zusammenhang auch die Namen Niklas Füllkrug oder Simon Terodde, für Kevin Volland ist der Traum von der WM nach seiner Verletzung hingegen geplatzt. (ajr)

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