Schalke ohne Chance

Besser als die Bayern: Jovic und Haller schießen Frankfurt auf Platz vier

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Eintracht Frankfurt 

Eintracht Frankfurt hat seinen Höhenflug in der Fußball-Bundesliga fortgesetzt und die Sorgen beim FC Schalke 04 vergrößert.

Frankfurt - Sogar besser als Bayern München: Durch einen Doppelpack von Topstürmer Luka Jovic und einem weiteren Treffer von Sebastien Haller hat Eintracht Frankfurt Vizemeister Schalke 04 3:0 (0:0) besiegt und dadurch den deutschen Rekordmeister vom vierten Rang verdrängt und zugleich einen Champions-League-Platz erobert. Frankfurt holte aus den vergangenen sechs Partien 16 Punkte - genau wie Spitzenreiter Borussia Dortmund.

Der Serbe Jovic traf zum achten und neunten Mal (61./73.) in dieser Saison für die Eintracht, die seit acht Heimspielen gegen Schalke ungeschlagen ist. Haller setzte in der 80. Minute den Schlusspunkt. Frankfurt holte aus den zurückliegenden neun Pflichtspielen acht Siege. Die Königsblauen kassierten nach fünf Pflichtspielen ohne Niederlage dagegen wieder eine Pleite und bleiben mit lediglich zehn Punkten auf dem Konto weiterhin deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Schalker Konter zünden nicht

Eintracht-Coach Adi Hütter hatte seine Startelf im Vergleich zum 3:2 (1:0) am Donnerstag in der Europa League bei Apollon Limassol auf drei Positionen verändert. Schalkes Trainer Domenico Tedesco wechselte im Vergleich zum 2:0 (1:0) am Dienstag gegen Galatasaray Istanbul in der Champions League ebenfalls dreimal.

Vor 50.000 Zuschauern in der Frankfurter Arena machten die Gastgeber gleich zu Beginn mächtig Druck. Die Abwehr der Schalker, bei denen Hamza Mendyl und Cedric Teuchert fehlten, hatte alle Hände voll zu tun. Ein Treffer gelang den Frankfurtern, die ohne Timothy Chandler, Carlos Salcedo, Lucas Torro und Goncalo Paciencia auskommen mussten, in der Anfangsphase aber nicht.

Auch danach spielte sich das Geschehen weitgehend in der Hälfte der Schalker ab. Die defensiv eingestellten Gäste suchten ihr Heil in Kontern, die aber meist schon im Ansatz stecken blieben. Die beste Chance in dieser Phase vergab der Frankfurter Evan Ndicka per Kopf nach einer Ecke von Jonathan de Guzman (19.).

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Mitte der erste Hälfte wurden die Schalker mutiger, gefährlich vor das Tor von Kevin Trapp kam S04 aber nicht. Die Begegnung lebte in diesen Minuten von Mittelfeld-Zweikämpfen. bieten. Lediglich ein Schalker Gegenstoß über Mark Uth sorgte für ein wenig Gefahr (34.). Insgesamt war der Unterhaltungswert der ersten Hälfte äußerst überschaubar.

Uth verletzt sich - Absage an Löw?

Zu Beginn des zweiten Durchgangs änderte sich erst einmal nichts, das Spiel blieb ein Langweiler. Der Eintracht fehlte in der Offensive die Kreativität. Die seltenen Angriffsbemühungen der Schalker hatten eher Alibi-Charakter.

In der 54. Minute musste zudem Nationalspieler Uth aufgrund einer Oberschenkelverletzung raus - seine Reise zum DFB-Team wird des Ex-Hoffenheimer mit ziemlicher Sicherheit absagen müssen. Für Uth kam Jewgeni Konopljanka.

Kurz darauf ging es dann doch vor den Toren hoch her. Zunächst vergab Breel Embolo die große Chance zur Schalker Führung (60.), im Gegenzug machte es Jovic besser. Der kroatische Vize-Weltmeister Ante Rebic hatte wenig später den zweiten Treffer auf dem Fuß, traf aber nur den Pfosten (66.). Dann zielte Jovic nach Vorarbeit von Filip Kostic genauer, ehe sich auch Haller in die Torjägerliste eintrug.

sid

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