Jetzt schlägt Khediras Stunde - Wer Ballack ersetzen kann

Sciacca  - Nach dem Ausfall von Michael Ballack für die WM diskutiert Fußball-Deutschland die Alternativen. Neben Sami Khedira fällt auch der Name von Torsten Frings. Die Analyse.

Michael Ballacks Ausfall für die WM schockt Fußball-Deutschland. Doch allzu lange darf sich Joachim Löw nicht perplex zeigen - die Suche nach Alternativen muss laufen.
Erste Option dürfte Sami Khedira sein. Der U-21-Europameister hat beim VfB Stuttgart über einen längeren Zeitraum bewiesen, dass er im defensiven Mittelfeld den Laden dicht machen und Impulse nach vorne setzen kann.

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Der 23-Jährige hat allerdings erst drei Länderspiele auf dem Konto. Die WM 2010 ist sein erstes großes Turnier mit dem A-Team. Internationale Erfahrung sammelte der Deutsch-Tunesier beim VfB Stuttgart in elf Champions-League-Spielen, zwei Champions-League-Qualifikations-Spielen und fünf UEFA-Cup-Spielen. Dabei hat er auch schon lernen müssen, wie man gegen Weltstars nicht spielt: Beim FC Barcelona ging der VfB Stuttgart in dieser Champions-League-Saison mit 0:4 unter.

"Spätestens nach der WM 2010 kommt seine Zeit", hatte Joachim Löw über Khedira gesagt - nun schlägt seine Stunde wohl doch früher als gedacht.

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Khedira ist nicht der einzige, der für Ballack neben Bastian Schweinsteiger in die Doppel-Sechs rücken könnte. Weitere Alternativen aus dem vorläufigen WM-Kader fürs defensive Mittelfeld wären Christian Träsch (22), den Löw am Montag namentlich als Ballack-Ersatz erwähnte, und Heiko Westermann (26) . Auch Philipp Lahm (26) setzte Löw schon einmal auf dieser wichtigen Position ein; beim 2:1 am 22. August 2007 in London gegen England spielte der kleine Münchner auf Anhieb groß auf. Allerdings wird Lahm bei der WM in der Abwehr gebraucht.

Löw wäre es auch gestattet, einen Spieler nachzunominieren, der nicht im vorläufigen WM-Kader steht. Mats Hummels (21) , Christian Gentner (24) , Sven Bender  (21) wären junge Alternativen, sind jedoch sehr unerfahren.

Deswegen wird es wohl in den nächsten Tagen auch neue Spekulationen um eine Rückhol-Aktion des ausgemusterten Routiniers Torsten Frings (33) geben. Als erster Experte hat Olaf Thon für eine Nominierung des Bremers plädiert. "Der Ersatz kann meines Erachtens nur Torsten Frings heißen. Er bringt die nötige Erfahrung mit, passt in das System und wäre deshalb im Team kein Fremdkörper. Löw wäre gut beraten, ihn nun zu nominieren."

Auch der formschwache Thomas Hitzlsperger (28) und der immer wieder verletzte Sebastian Kehl (30) dürfen wieder hoffen.

Armin Linder

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Rubriklistenbild: © Getty

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