Bayern mit Respekt ins Derby

Guardiola: "Das wird schwierig"

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Bayern-Trainer Pep Guardiola hat Respekt vor den Nürnbergern

München - Der 1. FC Nürnberg ist perfekt in die Rückrunde gestartet. Nun wollen die selbstbewussten Franken sogar dem großen FC Bayern ein Bein stellen.

Normalerweise liegen Welten zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem FC Bayern München - doch in der Rückrunde trennt beide Teams nur ein Tor. Nun will der Club auch im 188. fränkisch-bayerischen Derby am Samstag (15.30 Uhr/Sky) das scheinbar Unmögliche möglich machen und den übermächtigen Klubweltmeister stürzen - zumal die Münchner auf Superstar Franck Ribery verzichten müssen.

Bei allem Respekt vor dem seit 44 Ligaspielen ungeschlagenen Rekordmeister aus München vermitteln die Nürnberger erkennbare Zuversicht, selbst den großen Bayern trotzen zu können. Pep Guardiola habe zwar „eine unglaubliche Mannschaft“, sagte FCN-Torjäger Josip Drmic, „aber wir glauben daran, dass wir sie schlagen können“.

Was zwei Siege bei 7:1 Toren - die Bayern haben 7:0 Tore - so alles bewirken können. Der 1. FCN ist plötzlich nicht mehr „ein völlig hoffnungsloser Fall, jetzt sieht es besser aus“, sagte Kapitän Raphael Schäfer dem Münchner Merkur. Man spiele auch gegen den FC Bayern, „um zu gewinnen - und man kann auch als David mal gegen Goliath gewinnen“, fügte der Keeper an: „Wir werden nicht k. o. gehen. Definitiv nicht.“

Auch die Bayern-Profis „gehen zur Toilette - und da kommt dasselbe raus wie bei uns“, sagte Trainer Gertjan Verbeek am Freitag mit einem Schmunzeln. Sein Team habe „durchaus Chancen, aber wir müssen einen sehr guten Tag erwischen und die Bayern einen schlechten.“ An seiner offensiven Ausrichtung will er auf jeden Fall nichts ändern.

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Inzwischen nimmt man den Club wieder ernst - auch in München. „Wir haben die letzten Jahre nur einmal gewonnen, das ist ein Derby und ganz speziell. Das wird schwierig, das zeigt die Geschichte“, sagte Bayern-Coach Guardiola. Der Club spiele „ein sehr gutes Pressing, gute Konter. Wir müssen aggressiv sein, viel laufen, schnell den Ball spielen“.

Dies müssen die Münchner aber ohne Ribery versuchen. Dem 30 Jahre alten Franzosen ist am Donnerstag bei einer Operation ein Bluterguss am Gesäß entfernt worden. Ribery muss wegen des so genannten Kompartmentsyndroms noch bis Sonntag in der Klinik bleiben, am Montag wird es dann eine Nachuntersuchung geben. Wie lange er ausfällt, ist offen.

Offen ist auch, ob der lange Zeit verletzte Bastian Schweinsteiger vielleicht doch schon am Samstag sein Comeback feiert. Es sei auf jeden Fall „die beste Nachricht“, dass der 29-Jährige in dieser Woche wieder ins Training einsteigen konnte, sagte Guardiola.

Eine Rückkehr des Nationalspieler würde den Konkurrenzkampf des souveränen Tabellenführers weiter erhöhen. Trotz der Dominanz sei die Ansprache „nicht schwierig, weil die Spieler auch bei einem guten Spiel wissen, das einer den Platz im Team haben will“, sagte Guardiola. Zudem gebe es nach wie vor „viele Dinge zu verbessern“.

Die Bilanz in Nürnberg gehört dazu. Der Club hat von den letzten sechs Heimspielen nur eines (0:1 im März 2012) gegen den Triple-Gewinner verloren. Auch bei der 188. Auflage wird die Gegenwehr der Elf von Gertjan Verbeek groß sein. „Wir spielen gerade zu Hause sehr aggressiv, laufen sehr viel“, betonte der Ex-Münchner Markus Feulner bei FCB.de. Er hoffe, „dass wir dem FC Bayern ein bisschen unser Spiel aufdrücken und die Bayern vor richtige Probleme stellen“.

SID

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