Abstiegskandidat zieht die Reißleine

Offiziell: 1. FC Köln feuert Trainer Gisdol - Urgestein soll übernehmen

Markus Gisdol auf dem Platz.
+
Für ihn ist Schluss: Markus Gisdol darf in Köln nicht mehr weitermachen.

Der 1. FC Köln entlässt Trainer Markus Gisdol mit sofortiger Wirkung. Ein altbekanntes Gesicht soll seine Nachfolge antreten.

Köln - Die nächste Trainer-Entlassung in der Bundesliga* steht fest: Markus Gisdol wird von seinen Aufgaben beim 1. FC Köln* entbunden. Nach der Niederlage gegen den direkten Konkurrenten FSV Mainz 05 zogen die Verantwortlichen die Reißleine.

Am späten Sonntagabend machte der Verein seine Entscheidung offiziell. Ein Nachfolger soll „zeitnah“ präsentiert werden. Mehrere Medien berichten, dass Friedhelm Funkel auf Gisdol folgen wird. Sechs Spiele vor dem Saisonende belegt der FC einen Abstiegsplatz mit drei Zählern Rückstand auf den Relegationsrang - die Klubbosse um Sport-Geschäftsführer Horst Heldt trauten Gisdol offenbar nicht mehr zu, die Mannschaft noch zum Klassenerhalt zu führen.

1. FC Köln wirft Trainer Markus Gisdol raus - Friedhelm Funkel soll Effzeh retten

Stattdessen soll nun Funkel, zuletzt Trainer bei Fortuna Düsseldorf und eigentlich im Ruhestand, die Kölner als „Feuerwehrmann“ im Endspurt betreuen und für einen neuen Impuls sorgen. Dies berichtet unter anderem das Fachmagazin kicker. Der 67-Jährige geht beim FC somit in seine zweite Amtszeit nach 2002/03.

Funkel wird das Team vermutlich bis zum Saisonende betreuen, bis dahin wollen die Verantwortlichen eine dauerhafte Lösung gefunden haben. Kandidaten dafür könnten der frühere Kölner Erfolgstrainer Peter Stöger oder Thorsten Fink sein.

Gisdol hatte sich bis zuletzt kämpferisch gegeben - auch die Last-Minute-Niederlage gegen Mainz änderte daran nichts. „Wir haben noch sechs Spiele und können noch viel regeln. Es ist noch alles möglich“, hatte er nach der Partie bei Sky gesagt. Über seine eigene Zukunft wollte er nicht spekulieren: „Das beurteile zum Schluss ja nicht ich. Ich bin Trainer dieser Mannschaft und versuche, mit der Mannschaft alles zu geben.“

1. FC Köln droht Abstieg - Klubbosse zum Handeln gezwungen

Später am Sonntag ergänzte er, man werde am Montag wissen, wie es weitergehe - mit einem derart schnellen Handeln der Führungsetage hatte der Trainer offenbar nicht gerechnet.

Allerdings hat der FC auch keine Zeit zu verlieren, der siebte Abstieg der Vereinsgeschichte droht. „Ich rechne ehrlich gesagt mit gar nichts, ich bin mit den Gedanken bei meiner Mannschaft. Die Jungs sind sehr betrübt“, hatte Gisdol nach Abpfiff gesagt. (epp/sid) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare