SVD-Zweite: Dominik Heinsch „eher Psychologe als Trainer“

Der SV Drensteinfurt II startet erneut in der Kreisliga B3: (stehend von links) Lars Hülsmann, Erdan Osmani, Patrick Overesch, Paul Bisping, Niklas Hörsken, Kevin Reich, Tim Wiebusch und Trainer Dominik Heinsch sowie (hockend) Karsten Wieschmann, Philipp Ressler, Tim Weichenhain, Sven Grönewäller, Hendrik Krukow und Nico Weichenhain. Foto: Kleineidam
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Der SV Drensteinfurt II startet erneut in der Kreisliga B3: (stehend von links) Lars Hülsmann, Erdan Osmani, Patrick Overesch, Paul Bisping, Niklas Hörsken, Kevin Reich, Tim Wiebusch und Trainer Dominik Heinsch sowie (hockend) Karsten Wieschmann, Philipp Ressler, Tim Weichenhain, Sven Grönewäller, Hendrik Krukow und Nico Weichenhain.

Dass die erste Mannschaft in die Landesliga aufgestiegen ist und einiges an Qualität im Kader hat, kann der zweiten des SV Drensteinfurt zugutekommen. Die Erwartungen seien hoch, sagt Spielertrainer Dominik Heinsch gut sechs Wochen vor dem ersten Meisterschaftsspiel in der Kreisliga B3 Münster.

Drensteinfurt – Sie hätten eh nur noch um die goldene Ananas gespielt. Von daher war es für die Reservefußballer des SVD zu verkraften, dass die vergangene Saison nach 17 von 28 Spielen wegen der Coronavirus-Pandemie abgebrochen wurde. Das Resultat konnte aber niemanden zufrieden stellen. Nur sechs Siege und Tabellenplatz elf – die Beteiligten hatten mehr erwartet.

Die Erwartungen seien auch jetzt wieder hoch, sagt Dominik Heinsch und ergänzt: „Allein schon, weil die Erste in die Landesliga aufgestiegen ist.“ Der Coach aber hält den Ball bewusst flach. Prioritäres Ziel: besser abschneiden als vergangene Saison. „Die Jungs sollen auf keinen Fall Angst haben zu verlieren. Sie sollen Bock haben, Fußball zu spielen“, betont der 31-Jährige. „Wenn sie den Kopf frei haben – ich sehe mich eher als Psychologe als als Trainer –, dann spielen wir keine schlechte Rolle.“ Ein heißer Kandidat auf den Aufstieg ist für Heinsch GW Amelsbüren, der Neunte der Vorsaison.

Offizieller Start der Vorbereitung war vor einer Woche. Davor hat die zweite Mannschaft wegen der Hygiene-Vorgaben immer nur donnerstags trainiert. „Die Beteiligung war gut, zwölf bis 16 Leute waren immer da“, sagt Heinsch. Viel mehr gehören ohnehin nicht zum Kader. Deshalb hofft die Reserve auf Unterstützung aus dem Landesliga-Kader.

Neues Personal

Vereinsinterne Zugänge sind Eric Schouwstra, Philipp Ressler, Leon Töns und Paul Bisping. „Philipp ist jetzt komplett bei uns, Valentin Kröger macht zumindest die Vorbereitung bei der ersten Mannschaft mit“, so Heinsch. Sein Bruder Julian Palmieri hat aufgrund von Kniebeschwerden komplett aufgehört, Fragezeichen stehen hinter Dirk Mackenbrock und Jan Wiebusch, der nach mehreren Verletzungen gucken möchte, wie die Vorbereitung für ihn läuft. „Ansonsten haben alle Bock und wollen unbedingt weitermachen“, sagt der Spielertrainer.

Grundsätzlich soll die Aufgabe als Coach im Vordergrund stehen. „Ich versuche schon, am Rand zu stehen, habe aber auch Bock zu zocken“, sagt Heinsch. Er geht davon aus, „dass wir nicht immer einen vollen Kader haben. Von daher werde ich eh aushelfen müssen.“ Einen Co-Trainer gibt es (noch) nicht. „Den suche ich. Das Problem ist: Egal, wen ich frage, es wird wahrscheinlich einer aus der Mannschaft machen. Und der steht auch auf dem Platz. Aber das kriegen wir schon hin irgendwie.“

Wer geht ins Tor?

Sorgen bereitet Dominik Heinsch vor allem die Torwartposition. „Das ist die größte Baustelle, das könnte uns das Genick brechen“, sagt er. Felix Schröter, zuletzt Stammkeeper, ist ab sofort zweiter Schlussmann der ersten Mannschaft, weil Tobias Kofoth (zum TuS Ascheberg) nicht mehr zur Verfügung steht. „Abgemacht ist, dass Felix bei unseren Heimspielen im Tor steht und danach bei der Ersten auf der Bank sitzt.“ Auswärts soll Lars Hülsmann ins Tor. „Ich habe bei ein, zwei Leuten angefragt, aber die Entfernung schreckt ab“, sagt Heinsch.

Für die Vorbereitung hat er sechs Tests innerhalb von 29 Tagen organisiert (siehe Infokasten unten). Gegner sind vier B-Kreisligisten, ein A- und ein C-Ligist. Der erste Spieltag in der Liga ist für das erste September-Wochenende geplant. 28 Partien haben die Stewwerter vor der Brust – und in denen soll es diesmal nicht nur um die goldene Ananas gehen.

Sechs Testspiele

  • Sonntag, 2. August, 15.15 Uhr: bei der DJK RW Alverskirchen (B-Kreisligist)
  • Sonntag, 9. August, 13 Uhr: beim SVE Heessen II (B-Kreisligist)
  • Sonntag, 16. August, 15.15 Uhr: beim SC BW Ottmarsbocholt (A-Kreisligist)
  • Dienstag, 18. August, 19.30 Uhr: bei der DJK RW Milte (B-Kreisligist)
  • Samstag, 22. August, 14 Uhr: gegen die DJK Wacker Mecklenbeck III (B-Kreisligist)
  • Sonntag, 30. August, 15 Uhr: gegen die DJK GW Amelsbüren II (C-Kreisligist)

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