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Zuschauer-Boom beim SVD: Das sagen Mannschaft und Vorstand

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Von: Matthias Kleineidam

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Fast 250 Zuschauer verfolgten das Bezirksliga-Heimspiel des SV Drensteinfurt gegen Lohauserholz, darunter auffällig viele junge Leute. Foto: Kleineidam
Fast 250 Zuschauer verfolgten das Bezirksliga-Heimspiel des SV Drensteinfurt gegen Lohauserholz, darunter auffällig viele junge Leute. © Kleineidam

Was war denn da los? Oder besser gefragt: Wie viel war denn da los? Das jüngste Bezirksliga-Heimspiel des SV Drensteinfurt gegen Germania Lohauserholz sahen deutlich mehr als 200 und fast 250 Zuschauer. Der WA hat bei der Mannschaft und beim Vorstand nachgefragt, woran das liegen könnte.

Drensteinfurt – Die erste Halbzeit war gerade beendet, da war die „Stadionwurst“ im Sportzentrum Erlfeld schon ausverkauft. Überraschend voll war es vor zehn Tagen am Kunstrasenplatz, als der SVD im Kampf gegen den Abstieg drei ganz wichtige Punkte holte. Was besonders auffällig war: Neben den Stammgästen – Vorstandsmitglieder, Spieler der beiden Altherrenmannschaften und andere langjährige Anhänger – verfolgten viele junge Leute die Partie. Nachwuchsfußballer und Trainer des SVD fieberten am Spielfeldrand mit, Mädchen und junge Frauen waren bei bestem Fußballwetter ebenfalls am Platz.

Der neue Vorstand des SVD um die beiden Vorsitzenden Thomas Klein und Klaus Lasthaus, der seit fast einem Jahr im Amt ist, nimmt die Entwicklung natürlich mit Freude zur Kenntnis. „Der Trend ist ein Traum für uns. Wir haben das Gefühl, dass sich da was tut“, sagt Geschäftsführer Ralf Popil auf Anfrage.

Viele Jugendspieler schauen zu

Gerade von den Jugendmannschaften – von den D- bis zu den A-Junioren – seien ganz viele Spieler bei den Heimspielen der ersten Mannschaft. Arne Bergeest, Coach der D1-Jugend, habe kürzlich den Nachwuchs dazu animiert, die Senioren zu unterstützen. „Wir sind mit der Entwicklung bestens zufrieden“, sagt Popil und gibt zu, nicht mit so vielen Zuschauern gerechnet zu haben. „Das hat selbst unsere guten Erwartungen noch übertroffen“, sagt der Geschäftsführer und fügt lachend hinzu: „Das sah man ja auch an den Bratwürstchen.“

Der Trend ist ein Traum für uns.

Ralf Popil

Bei der Bezirksliga-Mannschaft kam die große Unterstützung natürlich auch gut an. „Es hat uns sehr gefreut und positiv überrascht“, sagt Kapitän Leon van Elten. „Allerdings hatten wir uns erhofft und damit gerechnet, dass es voll wird, da es beim kurzfristig abgesagten Spiel gegen Hultrop trotz schlechter Bedingungen ungewöhnlich viele Fußballbegeisterte ins Erlfeld gezogen hatte.“ Besonders erfreut waren van Elten und seine Teamkollegen über die vielen Jugendspieler unter den Zuschauern. „Das hatten wir zuletzt, als ich selber noch Jugendspieler war.“

Dass sich der SVD in der ersten Halbzeit noch schwertat, könnte auch am großen Publikum gelegen haben. „Ich hatte zu Beginn das Gefühl, dass einige Spieler mit weniger Erfahrung deutlich nervöser waren als in den letzten Testspielen“, sagt der 27-Jährige. Zum Glück habe sich diese Nervosität schnell gelegt. „Primär hat sich die Mannschaft an der großen Kulisse erfreut.“

Publikum kann positiv beeinflussen

Im Kampf um den Klassenerhalt sei eine derartige Unterstützung „großartig und extrem wichtig für uns“, betont der Mannschaftsführer. „Wenn man gegen den Abstieg spielt, sind Tugenden wie Kampf und große Willenskraft von besonderer Bedeutung. Diese Tugenden können vom Publikum positiv beeinflusst werden.“

Die Unterstützung ist großartig und extrem wichtig für uns.

Leon van Elten

Auch sonst blüht das Vereinsleben beim SVD auf. „Wir sind an allen Stellen ein bisschen am Arbeiten“, sagt Popil. Ein Beispiel sei die Vereins-App, für die die Verantwortlichen regelmäßig positives Feedback bekämen. Das erhofft sich der Vorstand auch, wenn vom 30. Juli bis zum 7. August die Feierlichkeiten anlässlich des 110-jährigen Bestehens nachgeholt werden. Beim „Jubiläum 2.0“ mit Turnieren, einem Ehemaligentreffen und einem Familienwochenende wird viel los sein im Stewwerter Sportzentrum – wie aktuell bei den Heimspielen der ersten Mannschaft.

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