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HSG vor richtungweisendem Treffen

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Von: Peter Schwennecker

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HSG-Abteilungsleiter Carsten Gburek setzt auf ein klärendes Gespräch am kommenden Dienstag.
HSG-Abteilungsleiter Carsten Gburek setzt auf ein klärendes Gespräch am kommenden Dienstag. © Siemund

Das anstehende Heimspiel am Sonntag gegen die HSG PB Münster rückt erst einmal etwas in den Hintergrund. Am kommenden Dienstag treffen sich Verantwortliche, Trainer und Spieler der HSG Ascheberg/Drensteinfurt, um über die Zukunft der ersten Mannschaft zu entscheiden.

Drensteinfurt – „Ausschließen kann ich derzeit gar nichts“, erklärt Carsten Gburek, Handball-Abteilungsleiter des TuS Ascheberg und damit auch verantwortlicher Mann für die HSG Ascheberg/Drensteinfurt, die nach der Meisterschaft in der Kreisliga und dem Aufstieg in die Münsterlandliga derzeit mit großen Personalproblemen zu kämpfen hat. Die sportliche Zukunft der Spielgemeinschaft entscheidet sich aktuell weniger auf der Platte, sondern in erster Linie am Verhandlungstisch.

Am Sonntag empfängt die HSG um 18 Uhr in der Sporthalle der Profil-Schule Ascheberg die HSG PB Münster zum Meisterschaftsspiel, doch viel wichtiger wird das Treffen am kommenden Dienstag um 20 Uhr sein, wenn sich die Verantwortlichen, Trainerteam und Spieler an einen Tisch setzen, um zu beraten, ob und wie es überhaupt weitergeht.

Nach der letzten 16:49-Klatsche beim TV Friesen Telgte hatte Trainer Jörg Kriens angekündigt, im Urlaub über eventuelle persönliche Konsequenzen nachzudenken. Kriens war äußerst unangenehm aufgestoßen, dass es zuletzt aus den Reihen des Vereins wenig Unterstützung für das Team gab. So stellte sich für Telgte kein Akteur der zweiten Mannschaft zur Verfügung, obwohl diese spielfrei hatte. Deshalb musste die HSG mit A-Jugendlichen nach Telgte fahren, um überhaupt antreten zu können.

Die Wogen erst einmal geglättet

Gburek hat inzwischen versucht, die Wogen zu glätten, hat erste Gespräche mit Kriens geführt. Er geht auch davon aus, dass Kriens beim Heimspiel gegen Münster auf der Bank sitzen wird. „Schließlich hat er einen Vertrag bei uns unterschrieben“, sagt der Abteilungsleiter. Am Dienstag soll dann geklärt werden, wie es mit der HSG weitergehen wird.

Das Ergebnis sei, so Gburek, völlig offen. Viel würde auch von der Meinung der Spieler abhängen, ob sie überhaupt noch Spaß an der Sache hätten. Wenn die Spieler mitziehen, würde sich die HSG vielleicht sogar nach Verstärkungen umsehen. Gburek schließt aber auch nicht aus, dass die Spielgemeinschaft das Team aus der Münsterlandliga zurückziehen wird. „Die Pandemie hat die Vereine enorm belastet. So wie derzeit alles läuft, gefällt mir das auch nicht richtig. Selbst renommierte Klubs mussten teilweise schon ihre Mannschaft zurückziehen“, betont Gburek.

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