Voltigieren

Wichtige Tipps vom Experten: „Corona-konformer“ Lehrgang beim RVD

Svenja Budde führt ein Pferd an den Longe. Rainer Hilbt aus Münster, der den Lehrgang auf der Anlage des Reitervereins Drensteinfurt leitete, schaut genau zu. Foto: Kleineidam
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Svenja Budde führt ein Pferd an den Longe. Rainer Hilbt aus Münster, der den Lehrgang auf der Anlage des Reitervereins Drensteinfurt leitete, schaut genau zu.

Es war ein kurzes Vergnügen für die Voltigierabteilung des Reitervereins Drensteinfurt. Nur gut fünf Wochen lang fand der Unterricht in Gruppen statt, nun ist – natürlich Pandemie-bedingt – wieder Schluss. Dafür wurde ein Longierlehrgang auf der Reitanlage in der Bauerschaft Mersch angeboten.

Drensteinfurt – Nach fünf Monaten Zwangspause waren die jungen Sportlerinnen Ende März wieder in den Unterricht an der frischen Luft eingestiegen. Die Freude war groß. Die Enttäuschung nun ist es ebenso. „Wir haben das Voltitraining eingestellt“, sagt Abteilungsleiterin Kordula Wernsmann. Grund dafür sind die verschärften Regelungen der bundesweiten Corona-Notbremse. „Wir sind in etwa auf dem gleichen Stand wie vor einem Jahr“, ist Wernsmann frustriert. Das Einzelvoltigieren ist zwar weiterhin erlaubt, doch das kommt höchstens für die älteren Mitglieder in Betracht, die keine Hilfe beim Aufsteigen benötigen.

Für das Frühjahr war beim RVD eine Abzeichenprüfung geplant. Der Termin wurde bereits auf den 10. April verschoben, nun lassen sich die Verantwortlichen und die Teilnehmer mehr Zeit. „Die Abzeichenprüfung wird für den Herbst angepeilt“, sagt Wernsmann. Zur Vorbereitung auf die Prüfung werden zusätzlich zum Training Lehrgänge an der Reithalle angeboten. „Wir versuchen das regelmäßig zu machen.“

Sprecher des Disziplinbeirates

Den Longierlehrgang unter der Leitung von Rainer Hilbt ließ der RVD trotz der Umstände nicht ausfallen. Schließlich habe der problemlos und Corona-konform durchgeführt werden können. „Wir sind draußen, stehen weit auseinander und nicht alle sind zeitgleich da“, erläuterte Wernsmann. Außerdem war der etwa vierstündige Lehrgang mit acht Teilnehmerinnen, den beiden Volti-Pferden Charlie und Nena sowie drei Vereins-Reitpferden vereinsintern.

Mit Hilbt hatte der RVD einen Experten eingeladen. „Er hat an den neuen Richtlinien fürs Longieren mitgewirkt“, sagte Wernsmann. Der Münsteraner ist Sprecher des Disziplinbeirates Voltigieren im Pferdesportverband Westfalen und zudem in der Trainerausbildung tätig. Inhalte des Lehrgangs waren die individuelle Arbeit der Pferde, die unterschiedlichen Ausbildungsaufgaben und eine gute Hilfengebung.

Trainingsturnier statt Kreismeisterschaften

Die Kreismeisterschaften der Voltigierer, die schon im vergangenen Jahr auf der Anlage des RV Drensteinfurt geplant waren, sollten am ersten Wochenende im September (4. und 5.) nachgeholt werden. „Das wird nicht funktionieren“, ist sich Abteilungsleiterin Kordula Wernsmann sicher. Schließlich konnten die Sportler zuletzt kaum gemeinsam trainieren und müssen nun eine weitere Pause einlegen. Anstatt der offiziellen Kreismeisterschaften möchte der RVD laut Wernsmann allerdings ein Trainingsturnier ausrichten.

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