Fußball

Westfalenpokal-Debüt für die SVD-Chronik, aber ohne großen Reiz

Tritt mit dem SV Drensteinfurt in Westönnen an: Philipp Ressler. Foto: Kleineidam
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Tritt mit dem SV Drensteinfurt bei RW Westönnen an: Philipp Ressler.

Als Erstplatzierter der Bezirksliga 7 hatten sich die Fußballer des SV Drensteinfurt 2020 für den Westfalenpokal qualifiziert. Weil der Wettbewerb in der vergangenen Saison nach der langen Corona-Pause aber nur mit den Dritt- und Regionalligisten fortgesetzt wurde, haben die Stewwerter erneut einen Startplatz bekommen. Die Teilnahme ist eine Premiere für den Sportverein.

Westfalenpokal, 1. Runde: RW Westönnen – SV Drensteinfurt (Sonntag, 16 Uhr). „Es ist tatsächlich das erste Mal, dass wir daran teilnehmen“, bestätigt der Sportliche Leiter Uwe Heinsch vor dem Auswärtsspiel beim Konkurrenten aus der Bezirksliga 7. Natürlich wäre es schöner gewesen, „wenn wir mit viel Glück Lotte oder Preußen als Gegner bekommen hätten, doch für die Chronik des Vereins ist es eine gute Geschichte“, betont Heinsch.

Auch Trainer Volker Rüsing hatte sich einen anderen Gegner gewünscht. „Wenn man schon im Westfalenpokal antreten darf, wäre es schön gewesen, wen man einen Gegner aus einer anderen Liga bekommen hätte. Ich finde es persönlich sehr ärgerlich. So fehlt der Reiz ein bisschen.“ Immerhin wird es aufschlussreich. „Das Spiel wird der Gradmesser. Da wird sich zeigen, wo wir stehen“, sagt Rüsing.

Die Form

Westönnen war in den vergangenen Jahren immer oben dabei und überzeugte in der Vorbereitung mit guten und teilweise deutlichen Ergebnissen. Auch die Resultate des SVD können sich sehen lassen. Zehn Test- bzw. Turnierspiele bestritten die Drensteinfurter seit Anfang Juli, acht Siege gab es – zuletzt vier in Serie. Nur gegen den TuS Ascheberg (1:2) verloren sie, wenn man das ungleiche Duell mit Regionalligist Preußen Münster (0:9) ausklammert. Allerdings waren sieben Gegner A-Kreisligisten. „Das haben wir extra so gemacht, damit wir uns einspielen konnten“, erklärt Rüsing. Über Erfolgserlebnisse sollten sich die Jungs Selbstvertrauen holen. „Es bringt ja nichts, wenn wir gegen Landesligisten spielen und sechs, sieben Stück kriegen. Das hilft ja keinem.“

Der direkte Vergleich

Das letzte Duell mit Westönnen endete im November 2019 torlos. Ein halbes Jahr zuvor hatte der SVD im Kreis Soest eine Abreibung bekommen (1:7). Insgesamt ist die Bilanz gegen die Rot-Weißen aber positiv: Von elf Begegnungen seit 2014 gewann Drensteinfurt vier und verlor nur zwei.

Das Personal

Nur 14 Spieler stehen Rüsing und seinem Trainerkollegen Daniel Stratmann am Sonntag zur Verfügung. Sven Wiebusch ist ebenso verletzt (Knieprobleme) wie Jonas Rüsken (Bänderverletzung), Lars Hülsmann (Achillessehnenreizung) und Markus Fröchte (Speiche gebrochen). „Ich denke, dass er in den nächsten ein, zwei Wochen ins Lauftraining kommt und in vier, spätestens sechs Wochen wieder zum Einsatz kommen kann“, sagt Rüsing über Fröchte. Dennis Hoeveler fehlt aus privatem Grund, Leo Steinert und Olaf Woltering sind im Urlaub. Niklas Hörsken und Paul Bisping sind in die zweite Mannschaft runtergegangen – Bisping studienbedingt. „Er ist selten beim Training“, begründet Rüsing. Bei Hörsken sei die Entscheidung schwierig gewesen, weil er immer beim Training war. „Aber wir wollten den Kader ein bisschen verkleinern. Niklas soll sich in der Zweiten weiterentwickeln“, sagt Rüsing. Auf 21 Mann wurde der Kader des Bezirksligisten reduziert.

Die Aussichten

Sollte der SVD als Außenseiter überraschen und den Sprung in die zweite Runde schaffen, geht es mit einem Heimspiel weiter. Gegner wäre der SC Weitmar, ein Bezirksligist aus Bochum, oder Oberligist SG Finnentrop/Bamenohl. Diese Partie wird ebenfalls am Sonntag ausgetragen.

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