Volleyball

Verband bricht Saison ab: Erneut lange Pause für Teams der SGS und DJK

Saison vorzeitig beendet: Die Volleyballerinnen der SG Sendenhorst werden vorerst weiter nicht in der Halle um Punkte kämpfen.	Foto: SGS
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Saison vorzeitig beendet: Die Volleyballerinnen der SG Sendenhorst werden vorerst weiter nicht in der Halle um Punkte kämpfen.

Die Volleyball-Saison 2020/21 wird abgebrochen und annulliert. Betroffen davon sind sowohl die Teams der SG Sendenhorst als auch die Hobbymannschaften der DJK Olympia Drensteinfurt, die im Bereich Breiten- und Freizeitsport in den Mixed-Ligen des Volleyballkreises Warendorf antreten.

Drensteinfurt/Sendenhorst – Das Präsidium des Westdeutschen Volleyball-Verbandes (WVV) hat in einer Videokonferenz beschlossen, dass die Saison 2020/21 abgebrochen und damit annulliert wird. Das betrifft den Senioren- und den Jugendbereich, wobei es beim Nachwuchs noch Einschränkungen gebe, teilte der WVV-Sportdirektor Wolfgang Schütz mit. Betroffen vom erneuten frühzeitigen Ende sind sowohl die Teams der SG Sendenhorst, die an den Meisterschaften teilnehmen, als auch die Hobbymannschaften der DJK Olympia Drensteinfurt, die im Bereich Breiten- und Freizeitsport in den Mixed-Ligen des Volleyballkreises Warendorf antreten.

„Die Saison wird abgebrochen“, erklärte Schütz und sprach von einer „schweren Entscheidung“. Allerdings gibt es eine Ausnahme: Da der Deutsche Volleyball-Verband für seine Jugendteams beschlossen hat, doch noch Deutsche Meisterschaften in dieser Saison auszurichten, sollen im Juni statt im Mai Spiele stattfinden. Vorher müssten allerdings noch Qualifikationsrunden ausgetragen werden, etwa durch Westdeutsche Meisterschaften. Und dafür kommen im Prinzip alle Jugendteams infrage, die in der NRW- oder Oberliga spielen.

Hoffnungen begraben

Bereits vor einigen Wochen hatten einige andere Landesverbände aufgrund der anhaltenden Pandemie die Saison 2020/21 beendet. Für die Volleyballmannschaften der SG Sendenhorst, darunter die Verbandsliga-Herren um Spielertrainer Raphael Klaes, die im September und Oktober als Aufsteiger mit drei Siegen und einer Niederlage stark gestartet waren, war die Situation dagegen noch immer ungewiss. Denn der WVV hatte weiterhin Hoffnungen auf eine Weiterführung gehegt. Nachdem der Deutsche Volleyball-Verband den Spielbetrieb in den dritten Ligen sowie den Regionalligen beendet hatte, zog das WVV-Präsidium nach und erklärte die Saison ebenfalls für beendet. Es sei aktuell nicht abzusehen, wann ein Trainings- oder Spielbetrieb wieder aufgenommen werden darf, teilte der Verband auf seiner Website mit.

Keine Auf- und Absteiger sowie Meister

Konkret bedeutet dies, dass der Spielbetrieb in allen Spielklassen (Kreisklasse bis Oberliga sowie alle BFS-Spielklassen) beendet ist. Es soll in den Ligen weder Auf- und Absteiger noch Meister geben. Mannschaften die bereits zurückgezogen haben, werden als abgestiegen gewertet. „Es bleibt in Sendenhorst also für eine etwaige nächste Saison alles, wie es ist, was die Spielklassen betrifft“, teilte Marius Umlauf von der SGS mit. Die Sendenhorster Frauen waren Spitzenreiter der Bezirksliga 15 und hätten gute Chancen auf den Landesliga-Aufstieg gehabt. Bezirkspokale und der WVV-Pokal werden ebenfalls nicht ausgetragen.

Es bleibt in Sendenhorst also für eine etwaige nächste Saison alles, wie es ist.

Marius Umlauf

Der Jugendspielbetrieb bleibt im Gegensatz zu dem der Senioren vorerst nur ausgesetzt. Sobald Lockerungen dies erlauben, wird der Jugendspielausschuss für die dann noch interessierten Mannschaften Vergleichswettkämpfe anbieten. Diese sollen eventuell bis zu den Sommerferien gehen. Der WVV-Sportdirektor wünscht sich, dass zuerst die Kinder und Jugendlichen in irgendeiner Form wieder ans Spielen kommen. „Wir wollen versuchen, Turniere oder Ähnliches außerhalb des Spielbetriebs anzubieten“, so Schütz.

„Erste Schritte in Richtung Normalität sind die aktuellsten Lockerungen der Coronaschutzverordnung“, so Umlauf. Sportanlagen unter freiem Himmel dürfen zwar wieder geöffnet werden, Beachvolleyball ist damit aber noch nicht wieder möglich. „Es ist aber damit zu rechnen, dass Beachvolleyball wie schon beim ersten Lockdown eher wieder möglich sein wird als Hallenvolleyball“, vermutet Umlauf von der SGS. (mit Informationen der SG Sendenhorst)

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