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Schmidt bleibt Vorsitzender des SVD - aber nur vorerst

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Von: Matthias Kleineidam

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SVD-Geschäftsführer Uwe Heinsch (hinten 2.v.l.) ehrte langjährige Mitglieder: (vordere Reihe von links) Walter Saphörster, Alfred Reinker und Josef Waldmann, (mittlere Reihe) Reinhard Düpjohann, Manfred Kunz und Hermann Haaler sowie (hintere Reihe) Manfred Spiller, Werner Dieckmann und Werner Schmidt. Foto: Kleineidam
SVD-Geschäftsführer Uwe Heinsch (hinten 2.v.l.) ehrte langjährige Mitglieder: (vordere Reihe von links) Walter Saphörster, Alfred Reinker und Josef Waldmann, (mittlere Reihe) Reinhard Düpjohann, Manfred Kunz und Hermann Haaler sowie (hintere Reihe) Manfred Spiller, Werner Dieckmann und Werner Schmidt. © Kleineidam

Drensteinfurt - Eigentlich wollte Werner Schmidt schon jetzt aufhören – nach acht Jahren als 1. Vorsitzender des Sportvereins Drensteinfurt (SVD). „Ich wollte nicht wieder kandidieren“, sagte er auf der Mitgliederversammlung. Nun macht Schmidt doch weiter – vorläufig.

„Es gibt ein Mitglied, das gewillt ist, das Amt zu übernehmen“, erklärte der Vorstandschef. Allerdings erst nach einer Einarbeitungszeit. Aus diesem Grund wird der Vorstand in der zweiten Jahreshälfte eine außerordentliche Versammlung einberufen, bei der Schmidt sein Amt niederlegen und ein neuer 1. Vorsitzender gewählt wird. Bis dahin bleibt Schmidt, der die Position 2009 übernommen hatte und im Haus Averdung einstimmig wiedergewählt wurde, in der Verantwortung.

Die übrigen Wahlen gingen schnell vonstatten. Geschäftsführer bleibt Uwe Heinsch, Michael Knispel engagiert sich weiter als 2. Kassierer, Michael Rüsken als Beisitzer. Neu im Vorstand ist Dieter Heeren, der Udo Hömann als Beisitzer folgte. Der 1. Kassierer und der alte Vorstand waren zuvor einstimmig entlastet worden.

„Von der Treue zum Verein lebt ein Verein“

Begonnen hatte die mit rund 60 Mitgliedern nach Ansicht von Schmidt „sehr gut besuchte“ Versammlung des SVD mit den Ehrungen langjähriger Mitglieder. „Von der Treue zum Verein lebt so ein Verein“, unterstrich Schmidt. „Die, die so lange Mitglied sind, sind Vorbilder für die Jüngeren.“ Von den 21 zu Ehrenden (siehe unten) waren neun Mitglieder gekommen und erhielten ein Präsent. Heinz Brinkmann, der dem Verein seit beachtlichen 70 Jahren angehört, ließ sich entschuldigen.

Im Bericht der Vorstandes sprach Schmidt vom Motto „Mein Verein SV Drensteinfurt“. Das Wir-Gefühl solle gestärkt werden. Während der Neujahrsempfang eine „sehr gelungene Veranstaltung“ gewesen sei, „waren beim bayrischen Frühschoppen zu wenige Beteiligte“, monierte der Vorsitzende. Aktuell zählt der Verein 728 Mitglieder. Gut 300 davon sind jünger als 18 Jahre, 400 jünger als 25 Jahre. „Kein anderer Verein in Drensteinfurt leistet so viel Jugendarbeit wie wir“, sagte Schmidt.

„Der Aufwand ist riesig, um alle zu betreuen“, fügte Manfred Drepper, Obmann der Jugendfußballabteilung, hinzu. Zurzeit gibt es 17 Nachwuchsteams, darunter vier Mädchenmannschaften. Alexander Moos, Obmann der Seniorenfußballer, freute sich über den Vizetitel des Bezirksligisten bei der HKM in Warendorf und bedankte sich schon mal bei Ivo Kolobaric, der – wie berichtet – im Sommer nach acht Jahren als Trainer der ersten Mannschaft aufhören und von Oliver Logermann abgelöst wird. Es gab großen Applaus für den 45 Jahre alten Coach aus Münster.

Erneutes Minus in der Kasse

Über die umtriebige Bouleabteilung, die es seit fast achten Jahren gibt, berichtete Obmann Manfred Möllers. Insgesamt über 500 Teilnehmer gab es im vergangenen Jahr bei den Turnieren. Boulefreund Thomas Volkmar übergab auf der Versammlung eine Spende an Manfred Kunz, die der Integrationsarbeit des SVD zugutekommt. Der Stewwerter Sportverein bietet in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Ausländischen Freundeskreis (DAF) ein freies Training für Flüchtlinge an.

Um Finanzen ging es auch im Bericht von Stephan Müller. Der 1. Kassierer informierte die Mitglieder über ein erneutes Minus im zurückliegenden Geschäftsjahr. Die Gründe dafür: Die Neujahrsturniere für Jugendmannschaften waren Anfang 2016 ausgefallen, weil die Dreingau-Halle gesperrt war. Außerdem seien die Sponsoreneinnahmen zurückgegangen. Womöglich müsse die Beitragsstruktur überarbeitet werden. Kassenprüfer Eberhard Landmann hatte nichts zu bemängeln und attestierte Müller und Knispel eine „ordnungsgemäße und transparente“ Kassenführung.

Unter dem letzten Tagesordnungspunkt „Aussprache“ wies Werner Schmidt auf den Sommerbiathlon am Pfingstwochenende hin und Heinz-Dieter Heinrich nochmals auf den „Grascheplatz“ im Erlfeld. Der sei „die größte Katastrophe“, sagte der Trainer der Alten Herren II. „Wir haben noch keine Lösung“, entgegnete der Vorsitzende. Diese müsse in Abstimmung mit der Stadt Drensteinfurt gefunden werden. Doch von der Stadtverwaltung gebe es in diesem Punkt keine Rückmeldung, beanstandete Schmidt.

www.sv-drensteinfurt.de

Ehrungen

25 Jahre Mitglied oder länger: Markus Niemeyer, Henning Partu, Klaus Rosendahl, Stefan Schmidt, Werner Schmidt, Mirko Vogel

40 Jahre: Manfred Kunz, Siegfried Lenz

50 Jahre: Joachim Dittrich, Manfred Spiller

60 Jahre: Klaus Neuer, Walter Saphörster, Josef Waldmann

mehr als 60 Jahre:  Werner Dieckmann, Hermann Haaler, Heinz Fels, Reinhard Düpjohann, Alfred Tegtmeier, Alfred Reinker, Erich Suntrop

70 Jahre: Heinz Brinkmann

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