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Walstedder Frauenteam verzichtet auf den Aufstieg

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Von: Günter Thomas

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Tritt mit den Walstedder Fußball-Frauen weiter in der Kreisliga an: der neue Coach Volker Rüsing.
Tritt mit den Walstedder Fußball-Frauen weiter in der Kreisliga an: der neue Coach Volker Rüsing. © Kleineidam

In der vergangenen Saison wurden die Frauen von Fortuna Walstedde Meister der Kreisliga Beckum/Gütersloh. Auf den damit verbundenen Aufstieg wird der Verein aber verzichten.

Walstedde – Die Zahlen der vergangenen Saison in der Frauenfußball-Kreisliga Beckum/Gütersloh sprechen eigentlich für sich. Unangefochtener Meister wurde die Mannschaft von Fortuna Walstedde. Stolze 27 Siege aus 30 Spielen – nur drei Niederlagen – und 174:25 Tore ließen das Team mit 81 Punkten deutlich vor Vizemeister RW Vellern II (67 Punkte) über die Ziellinie gehen. Doch auf den damit verbundenen Aufstieg wird der Verein nach reiflicher Überlegung verzichten. „Dass wir den Schritt in die Bezirksliga nicht gehen werden, liegt allein in unseren personellen Problemen begründet“, sagt Volker Rüsing, der das Traineramt bei den Walstedder Fußballfrauen zur neuen Saison von Meistertrainer Holger Kürpick übernimmt. „Im vergangenen Jahr hat das Team in einer Neunerliga gespielt. Das geht in der Bezirksliga nicht mehr. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir regelmäßig 13, 14 Spielerinnen zur Verfügung haben werden, ist aber sehr gering. Deswegen bleiben wir in der Kreisliga.“

Auf den ersten Blick sieht der Walstedder Kader zwar sehr groß aus, „wir haben aber sehr viele Spielerinnen, die auswärts studieren“, rechnet Rüsing vor. „Die rausgenommen, bleiben vielleicht 15 übrig. Das reicht nicht.“

Bereits in der vergangenen Saison sei die Fortuna „maximal in fünf, sechs Spielen mit 13 Aktiven“ angetreten. Meist waren es aber nur zehn, elf“, so Rüsing weiter, der daher die Möglichkeit nutzen möchte, in der Kreisliga zunächst mit elf Spielerinnen anzutreten. „Falls wir merken, dass das nicht klappt, besteht die Möglichkeit in der Liga, einmal während der Saison auf ein Neunerteam herunterzustufen.“

Denn der Kader wird für die kommende Spielzeit durch drei Spielerinnen aufgefüllt, die bislang noch in der Jugend aktiv waren, nun aber auch für den Erwachsenenbereich spielberechtigt sind. „Die sind aber überhaupt erst seit zwei, drei Jahren dabei“, sagt Rüsing. „Die in die Bezirksliga reinzuschmeißen, käme einfach zu früh. Das wäre nicht zielführend.“

Denn während der Nachwuchs in der Kreisliga durchaus seine Spielzeiten sammeln könne, wäre das in der Bezirksliga deutlich schwieriger.

So wird der neue Trainer, der das Team zwar bereits zu einem Schnuppertraining geladen hatte, aber zum Trainingsauftakt erst am Dienstag, 19. Juli bittet, in der kommenden Serie versuchen, seinen Titel zu verteidigen. Langweilig werde das nicht, versichert Rüsing, zumal er hofft, dass dem Team eine weitere Saison in der Gütersloher Gruppe erspart bleibt. „Es wäre schön, wenn wir dann Hamm oder Münster zugeteilt werden, zumal Münster in der vergangenen Saison eine relativ kleine Liga war“, sagt Rüsing. „Weil die Fahrten schon beträchtlich waren. 70, 80 Kilometer zu einem Kreisligaspiel brauchst du nicht unbedingt.“

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