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„Wahnsinn“ dank Joker Bisping: SVD mit Glück und großem Kampfgeist zum Sieg

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Von: Matthias Kleineidam

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Pech im Abschluss: Maximilian Groß köpft in dieser Szene an den Pfosten. Sam Scharmann gab im Heimspiel gegen die SF Ostinghausen sein Debüt für die erste Mannschaft des SV Drensteinfurt. Foto: Kleineidam
Pech im Abschluss: Maximilian Groß köpft in dieser Szene an den Pfosten. Sam Scharmann gab im Heimspiel gegen die SF Ostinghausen sein Debüt für die erste Mannschaft des SV Drensteinfurt. © Kleineidam

Die Drensteinfurter ballten die Fäuste und schrien ihre Freude über drei verdammt wichtige Punkte im Abstiegskampf heraus, die Gäste aus Ostinghausen verließen frustriert den Kunstrasenplatz im Sportzentrum – und fassungslos. 

Bezirksliga 7: SV Drensteinfurt – SF Ostinghausen 2:1. Denn sie hatten ein Spiel verloren, das sie nie und nimmer hätten verlieren dürfen. Die fahrlässige Chancenverwertung und ein Gegner, der nach einer unterirdischen ersten Halbzeit eine starke zweite hinlegte, führten zur fünften Saisonniederlage.

„Wahnsinn“, sagte ein erleichterter SVD-Coach Volker Rüsing. „Endlich macht es mal wieder Spaß.“ Rüsing machte seinen Jungs ein großes Lob: „Kompliment, dass sie nicht aufgesteckt und sich ins Spiel reingefuchst haben. Es war eine geile zweite Halbzeit und ein unheimlich wichtiger Sieg.“

Julian Bober, der Co-Trainer der Sportfreunde, gratulierte sportlich fair und ärgerte sich über die völlig unnötigen Punktverluste. „Wir machen die Tore nicht. Und dann passiert genau das, was wir angemahnt haben.“ Allerdings wollte er auch die Leistung vor der Pause nicht unerwähnt lassen. „Wir haben es super gemacht in der ersten Halbzeit. Das einzige Manko war die Chancenverwertung.“

Endlich macht es mal wieder Spaß.

Volker Rüsing

Möglichkeiten gab es genug. In der Anfangsphase hätte Nihat Erdöl treffen müssen. Nach einem Beinahe-Eigentor von Leon van Elten (25.) vergab Erdöl die zweite Großchance (32.). Danach hatte Lars Schröder die Führung auf dem Fuß (34.). Das überfällige 0:1 erzielte Friedrich Bömer Schulte. Er traf platziert ins rechte untere Eck (35.).

Zu Beginn des zweiten Durchgangs versuchte es Tom Franke fast von der Mittellinie (48.), Schröder scheiterte an Keeper Steffen Scharbaum (49.). Der Chancenwucher rächte sich: Der junge Paul Bisping, zur zweiten Halbzeit eingewechselt, vollendete den ersten vernünftigen Angriff des SVD mit einem Schuss aus 20 Metern mit links ins lange Eck (51.).

Direkt danach musste SFO-Torjäger Schröder verletzt vom Platz. Trotzdem kamen die Gäste weiter zu guten Gelegenheiten. Frankes Versuch parierte Scharbaum stark (57.), ehe der eingewechselte Mustafa Daoud das 1:2 knapp verpasste (60.). Bei einem Schlenzer von Simon Stegemann war Scharbaum erneut zur Stelle (63.).

Erst Pfosten, dann Latte

Plötzlich drehte der SVD auf. Einen Freistoß von Dennis Popil verlängerte Maximilian Groß per Kopf an den Pfosten (67.). Bisping tauchte allein vor Torwart Maximilian Koch auf und schoss drüber (69.). Und Sven Grönewällers Schuss knallte an die Latte (76.). Eine Minute später fiel das 2:1. Matchwinner Bisping fälschte einen Freistoß von André Vieira Carreira unhaltbar ab (77.). „Das passte ins Bild“, sagte Bober zum unglücklichen und entscheidenden Gegentreffer. Denn den Vorsprung retteten die Drensteinfurter mit Glück und großem Kampfgeist über die Zeit.

--- Die Bezirksliga 7 ---

Am kommenden Wochenende hat der SVD wegen Totensonntag spielfrei. Nächster Gegner ist am 28. November der Drittletzte Hammer SpVg II.

SVD: Scharbaum – Steinert (46. Scharmann/90.+2 Stratmann), van Elten, Pankok, S. Wiebusch – Möllers (46. Bisping), Vieira Carreira – Groß, De. Popil, Grönewäller (90. Schouwstra) – Wichmann

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