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[Update] Vorzeitige Trennung ohne „böses Blut“: Huhnhold nicht mehr HSG-Coach

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Von: Matthias Kleineidam

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Trainiert die HSG Ascheberg/Drensteinfurt nicht mehr: Heinz Huhnhold (links). Interimscoach der ersten Mannschaft ist Markus Hattrup (rechts).	Foto: Siemund
Trainiert die HSG Ascheberg/Drensteinfurt nicht mehr: Heinz Huhnhold (links). Interimscoach der ersten Mannschaft ist Markus Hattrup (rechts). © Kay Siemund

Heinz Huhnhold hat einen Schlussstrich gezogen – vorzeitig. Eigentlich sollte seine Zeit bei der HSG Ascheberg/Drensteinfurt nach sechs Jahren im Sommer enden. Doch nun hat er vier Monate eher aufgehört. 

Drensteinfurt - Für den einen oder anderen kam die Entscheidung vielleicht überraschend, für die Verantwortlichen der Spielgemeinschaft bedeutet sie Mehrarbeit.

„Es gibt kein böses Blut oder sonst irgendwas“, sagt Huhnhold. Der Grund dafür, dass er und die HSG ab sofort getrennte Wege gehen, umreißt er so: „Im Endeffekt sind es persönliche Gründe, das hat nichts mit der Mannschaft zu tun.“ Der 54-Jährige hat sich bereits von der Mannschaft verabschiedet. „Ich hätte es gerne am Sonntag persönlich gemacht, aber da war ich privat unterwegs“, sagt der Hammer, der beim Heimspiel gegen die DJK Eintracht Coesfeld von Markus Hattrup vertreten wurde. „Ich habe mich bei den Jungs für die Zusammenarbeit bedankt und bedanke mich natürlich auch bei der Vereinsführung für die sechs Jahre und das Vertrauen, das sie in mich gesetzt haben.“ Ganz aus den Augen verlieren wolle er die HSG natürlich nicht. „Wir werden uns bestimmt noch mal über den Weg laufen – wenn ich mal zur HSG fahre, um mir ein Spiel anzuschauen“, sagt Huhnhold.

Zwei Kandidaten

Im Februar hatte er bekannt gegeben, dass er zur Saison 2022/23 den Verein wechseln und die weibliche B-Jugend des Soester TV coachen wird. Huhnhold war 2016 als Trainer der Frauen bei der HSG eingestiegen, 2020 übernahm er die erste Männermannschaft von Volker Hollenberg.

Die Verantwortlichen führen bezüglich der Huhnhold-Nachfolge für die nächste Spielzeit aktuell Gespräche mit zwei Kandidaten. Das bestätigt HSG-Abteilungsleiter Carsten Gburek. „Wir haben mit ihnen Probetrainings vereinbart, aber letzte Woche konnte keins stattfinden.“ Corona-bedingt kann auch an diesem Freitag keine Einheit absolviert werden. Es könnte sein, dass der neue Coach schon eher bei der HSG einsteigt. „Wir haben zwei Anwärter und müssen gucken, ob und wie wir einen vorzeitig einbinden können“, sagt Gburek. „Wir arbeiten das ab und setzen und dann in einem Gremium zusammen und entscheiden.“

Wir haben immer noch ein gutes Verhältnis.

Carsten Gburek

Gburek bedauert, dass Huhnhold sein Traineramt „aus persönlichen Gründen“ vorzeitig niedergelegt habe. „Er sucht eine neue Herausforderung, möchte sich der gerne widmen. Wir möchten dem nicht entgegenstehen, weil wir immer noch ein gutes Verhältnis haben“, sagt er. Dass die Trennung früher als vorgesehen erfolgt ist, sei natürlich ärgerlich.

Gburek richtet sein Blick in die Zukunft: „Wir sind dabei zu sichten und gucken, dass das Beste für die HSG dabei herumkommt.“ Zunächst übernehme Markus Hattrup die Aufgaben von Huhnhold – als Interimstrainer.

Sechs Infizierte: Spiel fällt aus

Das für Sonntagabend geplante Heimspiel in der Bezirksliga 2 Münsterland gegen den TV Friesen Telgte II wird Corona-bedingt erneut verlegt. Das bestätigte Hattrup. „Sechs Leute sind infiziert, daher ist auch kein Training.“ Schon am Dienstagabend hatte die HSG nicht trainiert. „Jede Woche ist ein Überraschungsei“, sagt Gburek angesichts der vielen Corona-Fälle. Der eigentliche Gegner Telgte II gewann am Dienstag sein Nachholspiel gegen das sieglose Schlusslicht Westfalia Kinderhaus II mit 31:25 und kletterte auf Tabellenplatz drei.

--- Bülte hat „immer noch einen Hals“ ---

Ein Vorbericht zum Heimspiel der Frauen gegen die HSG Gremmendorf/Angelmodde steht am Freitag (11. März) im Westfälischen Anzeiger (WA-Ausgabe Drensteinfurt) und seit Donnerstagabend im E-Paper.

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