Voltigieren

RVD veranstaltet Sponsorenlauf, um weiteres Pferd zu finanzieren

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Für jede absolvierte Runde erhalten die Teilnehmer einen Geldbetrag von ihren Sponsoren.

Drensteinfurt – Beim Voltigieren bilden Mensch und Tier ein Team. Sind keine ausgebildeten Pferde verfügbar, können die Sportler nicht an Wettkämpfen teilnehmen. Dieses Problem gibt es bei der Voltigierabteilung des Reitervereins Drensteinfurt. Ob die Mannschaften 2020 starten werden, ist fraglich.

Gleich zwei Pferde fallen verletzungsbedingt aus: der 13 Jahre alte Hannoveraner „Ruby“ und der 17-jährige Holsteiner „Paso Doble“. „Wir haben sie in Rente geschickt“, sagt Abteilungsleiterin Kordula Wernsmann. Damit steht aktuell nur die elfjährige „Shakira“ als Voltipferd zur Verfügung.

Ein neues Pferd ist schon finanziert worden. „Nena ist seit drei Wochen da. Sie hat gut eingeschlagen und läuft super“, freut sich Wernsmann. Allerdings benötigt der RVD noch ein weiteres Pferd. Weil die Ausgaben, darunter die Tierarztkosten, zuletzt explodiert seien, gebe es der finanzielle Rahmen der Abteilung nicht her, gleich zwei neue Pferde zu finanzieren.

Waffelstand beim Summer Feeling

„Anfang des Jahres haben wir bei einer Trainerversammlung überlegt, was wir machen können, um Geld einzunehmen“, erläutert Wernsmann. Den 15 Trainerinnen kamen folgende Ideen: zum einen ein Waffelstand am 2. und 3. Mai beim Summer Feeling der Interessengemeinschaft Werbung für Drensteinfurt (IGW) in der Innenstadt, bei dem die Voltis Übungen auf dem Standpferd präsentieren werden, zum anderen ein Sponsorenlauf.

Und der fand bereits am Samstag in der Reithalle am Hof Nathrath statt. 60 Kinder und Jugendliche gehören der Voltigierabteilung an, 34 davon und zwei Geschwisterkinder nahmen an der Aktion teil. „Alle Gruppen beteiligen sich. Sie haben im Vorfeld Zettel mitbekommen und sich Sponsoren gesucht, die einen gewissen Geldbetrag – mindestens 50 Cent – pro Runde spenden“, erklärt Wernsmann. Wichtig sei, dass der Nachwuchs merke, dass er sich bei dem Projekt neues Voltipferd einbringen müsse. Für jede absolvierte Runde in der Halle erhielten die Teilnehmer im Alter von fünf bis 20 Jahren einen Stempel auf ihre Laufkarte.

Wie viel Geld bei der Aktion – im Reiterstübchen gab es eine Cafeteria – zusammengekommen ist, steht noch nicht fest. Mitte März könne sie eine Summe nennen, sagt Melanie Schlüter, die Kassiererin der Abteilung.

Starts eventuell in der zweiten Saisonhälfte

Ob die Voltis in diesem Jahr bei Turnieren starten werden, sei „sehr ungewiss“, sagt Wernsmann: „Eventuell in der zweiten Saisonhälfte mit den neuen Pferden.“ Zunächst müssen die Tiere, die natürlich gewisse Voraussetzungen mitbringen müssen, ausgebildet werden. „Normal dauert das zwei Jahre“, so Wernsmann.

„Wir peilen mit Shakira und Nena die Kreismeisterschaft an“, sagt die Abteilungsleiterin. Diese wird am 5. und 6. September in Drensteinfurt ausgetragen. „Wir haben auch Bockprüfungen ausgeschrieben“, sagt Wernsmann. „Wenn wir nicht auf Pferden starten können, starten wir auf Holzpferden.“

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