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Viertelstündige Auszeit bestraft: HSG verliert gegen den Spitzenreiter

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Von: Matthias Kleineidam

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Steuerte zwei Tore bei: Henning Kurzhals von der HSG Ascheberg/Drensteinfurt. Foto: Siemund
Steuerte zwei Tore bei: Henning Kurzhals von der HSG Ascheberg/Drensteinfurt. © Kay Siemund

Nur die Handballer der HSG Ascheberg/Drensteinfurt haben Sonntag die lange Pause beendet. Während die Kreisliga-Frauen aufgrund von Corona-Fällen nicht nach Münster fuhren, verlor der Bezirksligist wie erwartet gegen Coesfeld. Allerdings war mehr drin.

Bezirksliga 2 Münsterland: HSG Ascheberg/Drensteinfurt – DJK Eintracht Coesfeld 21:24 (9:12). Nach der Packung im Hinspiel (19:32) verkaufte sich die HSG in der Halle an der Nordkirchener Straße in Ascheberg viel besser gegen den Tabellenführer. Die fünfte Saisonniederlage konnte die Spielgemeinschaft aber nicht verhindern.

Nach einer 16-wöchigen, Pandemie-bedingten Pause fanden die Drensteinfurter, die von Markus Hattrup betreut wurden, gut in die Partie. Erst führten sie 4:3 (9.), dann sogar 7:4 (12.). Es schloss sich ein folgenschwere Schwächephase an. 15 Minuten erzielten die Gastgeber kein Tor. Das nutzte der Favorit, um die Partie zu drehen und auf 7:10 (27.) davonzuziehen. „Wir haben gut angefangen und nach dem 7:4 den Faden durch zu viele technische Fehler verloren. Coesfeld konnte zu viele einfache Tore machen“, sagte Hattrup. Auch zur Pause lag die HSG drei Treffer zurück.

„Aufgrund einer guten Abwehr haben wie uns wieder gefangen und den Abstand halten können.“ Näher als bis auf zwei Tore (10:12/31.) kamen Matthias Lohrmann und seine Teamkollegen zunächst aber nicht heran. Beim Stand von 16:21 (50.) sah die Eintracht wie der sichere Sieger aus, doch eine Rote Karte brachte sie kurzzeitig aus dem Konzept. Vier Tore der HSG in Serie führten zum 20:21 (54.) – und zu einer Auszeit, aus der die Coesfelder gestärkt herauskamen. „Am Ende konnten wir das Spiel leider nicht mehr drehen, da wir zwei Siebenmeter verworfen und ein paar technische Fehler mehr als Coesfeld gemacht haben“, so Hattrup. Mit dem 20:23 (59.) war die Partie entschieden. Während der Tabellenfünfte beide Siebenmeter vergab, verwandelte der Spitzenreiter alle vier.

Wir haben nach dem 7:4 den Faden verloren.

Markus Hattrup

Auch am nächsten Sonntag (13. März, 18 Uhr) spielt die HSG in eigener Halle, Gegner ist die zweite Mannschaft des TV Friesen Telgte.

HSG: Sevenich, Jost – M. Lohmann (10 Tore), F. Risthaus (3), P. Risthaus (2), H. Kurzhals (2), Reining (2), Pieper (1), Zartner (1), Nöcker, Perdun, J. Kurzhals, Huckenbeck

Kurzfristige Absage

Frauen, Kreisliga 2: HSG Preußen/Borussia Münster – HSG Ascheberg/Drensteinfurt abgesagt. Die Handballerinnen müssen weiterhin auf das erste Spiel des Jahres warten. Zu viele infizierte Spielerinnen waren der Grund dafür, dass die Partie beim Tabellenzweiten kurzfristig abgesagt wurde. „Ich hatte bis Freitag ja sowieso schon zwei Corona-Fälle, heute Morgen kam der vierte“, sagte Trainer Jochen Bülte am Sonntagmittag. Absagen sind ab vier Corona-Fällen möglich. Bülte telefonierte mit dem Coach von Preußen/Borussia. Beide einigten sich, dass die Partie verlegt wird. Wann die Begegnung nachgeholt wird, ist noch nicht klar.

--- Die Tabellen ---

Fraglich war auch, ob die Mannschaft an diesem Dienstag wieder trainiert oder eine Pause einlegt. „Wir müssen abwarten, wie es sich überhaupt entwickelt. Eine Spielerin war beim Training, weil sie es noch nicht wusste, dass sie sich infiziert hat“, sagt Bülte. Nächster Gegner wäre am Sonntag (13. März, 16 Uhr) Tabellennachbar HSG Gremmendorf/Angelmodde. „Wenn die Spielerinnen sich nach sieben Tagen freitesten können, müssten sie am nächsten Wochenende wieder zur Verfügung stehen“, so Bülte.

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