Fußball

Viel Spaß und halbwegs Normalität bei Fortuna Walstedde

Erste Einheit seit Oktober: Die U13-Junioren von Fortuna Walstedde trafen sich am Montag. Trainer ist Sascha Boenki (hinten links), Co-Trainer Paul Junfermann. Mit dabei waren auch Felix Rohling (vorne 4.v.l.) und Luca Dal Lago (2.v.l.).
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Erste Einheit seit Oktober: Die U13-Junioren von Fortuna Walstedde trafen sich am Montag. Trainer ist Sascha Boenki (hinten links), Co-Trainer Paul Junfermann. Mit dabei waren auch Felix Rohling (vorne 4.v.l.) und Luca Dal Lago (2.v.l.).

Mit Fallzahlen, Inzidenzen und Impfquoten wollen sich die meisten Nachwuchsfußballer natürlich nicht beschäftigen – viel lieber mit Dribbeln, Passen und Schießen. Das alles ist bei Fortuna Walstedde seit Montag wieder möglich. Als Erstes in den Genuss, gemeinsam als Gruppe zu trainieren, kamen die U13-Junioren.

Walstedde – Nach einer 20-wöchigen, Corona-bedingten Pause waren Felix Rohling, Luca Dal Lago und ihre Teamkollegen bei der ersten Einheit auf dem Kunstrasenplatz der Sportanlage am Böcken sogar bereit, sich ein wenig zu quälen. „Müssen wir denn nicht noch einen Steigerungslauf machen?“, fragte einer. Gefragt, getan. Ansonsten stand aber ganz klar das Vergnügen im Vordergrund.

„Es geht absolut ums Reinkommen. Wir wollen Spaß haben und gute Laune kriegen“, sagte Sascha Boenki, der Fortunas D-Jugend zusammen mit Co-Trainer Paul Junfermann coacht. Nachdem der Nachwuchs Dehnübungen und Steigerungsläufe absolviert hatte, bekam er endlich wieder einen Ball an den Fuß. „Spaßspiele“ (Boenki) wie Lattenschießen gehörten ebenso zum Programm wie ein Spiel auf ein kleines und zwei noch kleinere Tore.

Sieben von 14 Kindern, die zur U13-Mannschaft gehören, nahmen am ersten Training seit Ende Oktober teil. Natürlich gebe es auch Bedenken bei den Eltern. „Es gibt welche, die sagen, das ist uns zu heikel“, sagte Boenki. Dafür hätten er und Junfermann „vollstes Verständnis. Wir bieten die Möglichkeit an.“ Ob das Angebot genutzt wird, entscheide jeder für sich. Junfermann ist zwar schon ein bisschen skeptisch, aber auch froh, dass es endlich wieder losgeht. Boenki sieht es gelassener: „Die Kinder gehen ja auch in die Schule.“

Pro Team eine Einheit pro Woche

Um dennoch Schutz und Sicherheit zu gewährleisten, befolgen die beiden Trainer das Hygienekonzept des Sportvereins, das mit der Stadt Drensteinfurt abgestimmt ist. Außerdem trainiert jede Mannschaft bei Fortuna vorerst nur einmal pro Woche, damit Kontakte vermieden werden. Sind doch zwei Gruppen gemeinsam auf dem Platz – erlaubt sind jeweils maximal 20 Kinder und/oder Jugendliche –, ist ein Mindestabstand von fünf Metern einzuhalten. Zuerst hatte Boenki gedacht, jeder einzelne Teilnehmer müsste auf den Abstand achten. „Das las sich erst so“, sagte der 35-Jährige. Für Junfermann hätte das keinen Sinn gemacht. „Ohne Kontakt können wir es gleich lassen“, sagte der 22 Jahre alte Co-Trainer, der für die zweite Seniorenmannschaft von Fortuna spielt.

Das habe ich vermisst.

Felix Rohling

Felix Rohling freute sich, dass er endlich wieder mit seinen Teamkollegen kicken darf. „Das habe ich vermisst“, sagte der Zwölfjährige, der Fan des Bundesliga-Schlusslichts FC Schalke 04 ist. Luca Dal Lago ist Anhänger von Borussia Dortmund. „Ich finde es schön, dass wir wieder trainieren dürfen“, sagte der Elfjährige. „Blöd ist, dass wir keine Spiele haben“, und „doof“ sei, dass sich die U13 fürs Erste nur einmal pro Woche trifft.

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Bei Fortuna Walstedde kehrt also – zumindest vorerst – halbwegs Normalität auf den Platz zurück. Die Sieben-Tage-Inzidenz könnte dem allerdings schnell ein Ende setzen. Steigt die landesweit wieder über 100, soll auch im Sport die „Notbremse“ gezogen werden. Dann wäre Training in Gruppen auch für die bis 14-Jährigen wieder verboten.

Weitere Fotos gibt es in der Mittwochsausgabe des Westfälischen Anzeigers (WA Drensteinfurt 17. März 2021).

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