Kuhn bleibt Vorsitzender von Fortuna Walstedde

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Clemens Kuhn (3.v.l.) führt den Vorstand von Fortuna Walstedde als 1. Vorsitzender weiterhin an.

Walstedde -  Der Kunstrasenplatz rückt in greifbare Nähe. „Wenn alles gut geht, werden wir im Winter 2017 bereits auf Kunstrasen spielen“, verkündete der 1. Vorsitzende von Fortuna Walstedde, Clemens Kuhn, auf der Jahreshauptversammlung.

Auch die Flüchtlingswelle, die zu großen Beeinträchtigungen für die Fortunen geführt hatte, war Hauptthema des Abends im Festsaal des Hauses Volking.

Mithilfe einer Bildpräsentation gab Kuhn den rund 100 anwesenden Mitgliedern einen kurzen Überblick über Standort und Größe des zukünftigen Kunstrasenplatzes. Nicht unerwähnt ließ er die rechtlichen Bestimmungen, die einzuhalten sind. Hierzu gehören die Einhaltung einer Mittagsruhe von 13 bis 14.30 Uhr sowie die Begrenzung auf zwei Spiele an Sonn- und Feiertagen. „Dies stellt für uns kein Problem dar“, so Kuhn. Schwerer wiege hingegen das Ergebnis eines Lärmgutachtens, das zu hohe Emissionswerte für die Kolpingsiedlung ergeben habe. Dies führe dazu, dass der Kunstrasen am bisherigen Tennenplatz in nordwestliche Richtung verschoben und der Naturrasenplatz in westöstliche Richtung gedreht werden muss. „Wir sind da alternativlos“, machte Kuhn deutlich. Die Anschaffung eines Kunstrasenplatzes sei aber dringend nötig, um „auf Dauer die Attraktivität und Konkurrenzfähigkeit des Vereins“ zu gewährleisten. Zudem habe der Winter gezeigt, dass das Spielen auf dem derzeitigen Aschenplatz unmöglich sei.

Noch nicht entschieden seien die Platzierung der Weitsprunganlage und des Kugelstoßrings, die Gestaltung der Rasenfläche (Stankette, Begehung, Ballfangzaun) sowie die Detailplanung des Kunstrasenplatzes. Die anschließende Abstimmung über die Pläne des Vorstandes war einstimmig.

Fortuna muss 23 Prozent aufbringen

Seitens der Finanzierung wurden in diesem Jahr 25 000 Euro Planungskosten verabschiedet. Für 2017 wurden 500 000 Euro veranschlagt. Fortuna müsse 23 Prozent aufbringen. „Das sind ungefähr 100 000 Euro“, machte Kuhn deutlich. Auf dem Kunstrasenkonto befinden sich zurzeit 25 000 Euro. „Ich habe gemerkt, dass das Projekt Kunstrasen zu einem gemeinsamen Vereins- und Dorfprojekt geworden ist“, freute sich der erste Vorsitzende. So spendete das Wälster-Lauf-Team eine größere Summe für den Kunstrasenplatz, und auch die Kollekte des Gottesdienstes vom vergangenen Schützenfest wurde dem Konto gutgeschrieben.

Wenige Änderungen gab es bei der Vorstandswahl. Einstimmig bestätigten die Anwesenden Clemens Kuhn in seinem Amt als 1. Vorsitzender. Kassierer bleibt Alfred Berkemeier. Nicole Budde musste aus privaten Gründen ihr Amt als 2. Geschäftsführerin abgeben. „Das ist ein großer Verlust für Fortuna“, erklärte Kuhn. Ihren Posten übernimmt ab sofort Melanie Schoth. Wiedergewählt wurden die Beisitzer Udo Kerkmann, Wiebke Kosela und Markus Holtmann. Bestätigt wurden die drei Abteilungsleiter Heike Siebert (Radsport), Jörg Freiherr (Tischtennis) und Annette Schlüter (Tennis). Auch die Wiederwahl des Ältestenrates erfolgte einstimmig. Zu ihm gehören Michael Gritsch, Martin Brinkötter und Heinz Frie. Gemeinsam mit Florian Tiggemann wird Dirk Lükens im laufenden Jahr die Kasse überprüfen.

Momentan hat Fortuna Walstedde 1043 Mitglieder. „Das ist ein Zuwachs von 2,5 Prozent zum Vorjahr“, so Kuhn, „und ein guter Indikator für die Attraktivität des Vereins“.

Die Flüchtlingswelle der vergangenen Monate erforderte die Aufgabe der Gymnastikhalle und stellte die Fortunen vor große Probleme. „Wir sind dankbar für die Räumlichkeiten, die uns Haus Walstedde und die Grundschule zur Verfügung gestellt haben“, erklärte Kuhn. Obwohl das ein ungeheurer Mehraufwand für einige Übungsleiter gewesen sei und auch die Bedingungen nicht immer optimal waren, sei die Durchführung der Kurse zumindest möglich gewesen.

„Anrecht auf sportgerechte Räume“

„Wir haben Verständnis für die Maßnahme, denn jeder Mensch, der um sein Leben fürchtet, verdient unsere Hilfe. Aber auf Dauer können wir auf die Gymnastikhalle nicht verzichten“, machte der 1. Vorsitzende deutlich. Zudem sei die Unterbringung in einer Sporthalle keine menschenwürdige Lösung. „Unsere Mitglieder haben ein Anrecht auf sportgerechte Räume. Deshalb fordere ich die zuständigen Behörden auf, für alle Beteiligten eine zufriedenstellende Lösung herbeizuführen.“

Verlesen wurden die Jahresberichte der einzelnen Abteilungsleiter. Die Sportwoche findet in diesem Jahr vom 21. bis 29. Mai statt. Das Sportplatzjubiläum wird am 31. Juli gefeiert. Und das im vergangenen Jahr sehr erfolgreiche Fun-Sport-Camp wird vom 19. bis 21. August wiederholt.

www.fortuna-walstedde.de

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