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Verkehrte Welt bei der HSG Ascheberg/Drensteinfurt

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Von: Matthias Kleineidam

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Neun Siebenmeter, neun Tore – und insgesamt zwölf: Thorsten Zartner (am Ball) war im Heimspiel der HSG Ascheberg/Drensteinfurt nervenstark. Foto: Siemund
Neun Siebenmeter, neun Tore – und insgesamt zwölf: Thorsten Zartner (am Ball) war im Heimspiel der HSG Ascheberg/Drensteinfurt nervenstark. © Kay Siemund

Einen richtig guten Sonntag erwischten die Teams der HSG Ascheberg/Drensteinfurt. Am Nachmittag gewannen die Frauen das Derby, am Abend die Männer – beide überraschend.

Bezirksliga 2 Münsterland: HSG Ascheberg/Drensteinfurt – HSG Preußen/Borussia Münster 31:29 (16:14). Im dritten (Heim-)Spiel des Jahres gelang den Jungs von Interimstrainer Markus Hattrup der zweite Sieg. Und mit dem war nicht unbedingt zu rechnen. Denn erstens hatte die Spielgemeinschaft den Tabellenzweiten zu Gast, und zweitens hatte der das Hinspiel deutlich mit 31:21 für sich entschieden und trat nach vier Siegen in Serie mit breiter Brust in der Ascheberger Halle an.

Nach einem 4:5-Rückstand (8.) zog die HSG von 9:7 (16.) auf 12:7 (21.) davon. Zur Pause führte sie mit zwei Toren. Dem 18:18 (39.) folgten vier Tore in Serie zum 22:18 (42.). Nach dem 27:21 (46.) machten die Gäste das Gleiche und verkürzten auf 27:25. Doch die Spielgemeinschaft behielt die Nerven, rettete den Vorsprung ins Ziel und feierte einen wichtigen Sieg im Kampf um den Einzug in die neue Münsterlandliga. Thorsten Zartner verwandelte alle neun Siebenmeter, traf insgesamt zwölfmal.

Es war ein abwechslungsreiches Bezirksliga-Spiel.

Markus Hattrup

„Es war ein abwechslungsreiches Bezirksliga-Spiel“, resümierte Hattrup. „Entscheidend für unseren Sieg war der kleine Zwischenspurt in der ersten Halbzeit. Als Preußen den Abstand immer wieder verkürzen konnte, hatten wir eine passende Antwort parat und haben so den Sieg eingefahren.“

Zwei Spiele innerhalb von 24 Stunden

In dieser Woche spielt die HSG (10:10 Punkte) gleich zweimal: am Donnerstag (7. April, 20.30 Uhr) beim Drittletzten Gremmendorf/Angelmodde (7:15 Punkte) und am Freitag (8. April, 20 Uhr) beim BSV Roxel (5:9).

HSG: Sevenich, Jost – Zartner (12 Treffer/davon 9 per Siebenmeter), F. Risthaus (5), M. Lohmann (4), P. Risthaus (3), Pannott (2), H. Kurzhals (2), Pieper (1), J. Kurzhals (1), Reining (1), 23 Huckenbeck, Perdun

Frauen schlagen den Spitzenreiter

Frauen, Kreisliga 2: HSG – SG Sendenhorst 25:22 (13:9). Die Handballerinnen beendeten Sendenhorsts beeindruckende Serie von acht Siegen und brachten dem Spitzenreiter die erst zweite Niederlage der Saison bei. Trainer Jochen Bülte freute das besonders, schließlich wohnt er in Sendenhorst.

„Es war schon ein sehr hektisches Spiel“, sagte Bülte. Ärgerlich für die SG: Neben der Pleite im Derby gab es zwei Verletzte. „Es war aus Abwehraktionen heraus und keine Absicht von uns.“ Weil der angesetzte Schiedsrichter nicht kam, pfiff jemand aus Ascheberg. „Er hat es nach bestem Wissen und Gewissen gemacht“, so Bülte.

Es war schon ein sehr hektisches Spiel.

Jochen Bülte

Die HSG lag nicht einmal zurück und führte mit einer Ausnahme (2:2) immer. Von einem 7:6 (22.) setzten sich die Gastgeberinnen mit sechs Treffern nacheinander auf 13:6 (28.) ab, doch drei Gegentore in Serie machten die Partie wieder spannend. In der zweiten Halbzeit stand es erst 19:13 (38.), dann 23:19 (51.) und schließlich 23:22 (57.). Die HSG profitierte von einer Zwei-Minuten-Strafe gegen die SG, Julia Bultmann sorgte quasi im Alleingang für den 25:22-Endstand.

„Wir haben in der Deckung ganz gut gestanden“, lobte Bülte, der eine volle Bank hatte. „Wir haben die Shooterin von vornherein hoch rausgenommen. Sie konnte bei Freiwürfen zwar ab und zu eine Marke setzen“, aber es waren nicht so viele Tore wie im Hinspiel.

Nur noch zwei Spiele

Weil Verfolger Preußen/Borussia das Topspiel bei SV Borussia Darup verlor (22:27), hätten die Sendenhorsterinnen die einzige Mannschaft mit nur zwei Minuspunkten sein können, doch Ascheberg/Drensteinfurt war der Spielverderber. Das letzte Liga-Heimspiel der Saison absolvieren die HSG-Frauen am 24. April (16 Uhr) gegen Darup, letzter Gegner ist am 19. Mai auswärts Preußen/Borussia Münster.

HSG: Holtkamp, Lohmann – S. Bultmann (6 Treffer), J. Bultmann (6/davon 2 per Siebenmeter), Große Westermann (4), Lützow (3), Schlamann (2), Feige (2), M. Schmidt (1), B. Schmidt (1), Entrup, J. Schmidt, Roggenkamp, Israel

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