1. wa.de
  2. Sport
  3. Drensteinfurt

Unter neuer Leitung: Drei Tage Reitturnier in Drensteinfurt

Erstellt:

Von: Rainer Gudra

Kommentare

Christina Westhölter (rechts) ist in diesem Jahr erstmals als Turnierleiterin des RV Drensteinfurt in der Verantwortung, Annika Nieße (links) hat sich im Verein der Ausbildung des Reiternachwuchses verschrieben.
Christina Westhölter (rechts) ist in diesem Jahr erstmals als Turnierleiterin des RV Drensteinfurt in der Verantwortung, Annika Nieße (links) hat sich im Verein der Ausbildung des Reiternachwuchses verschrieben. © Andreas Rak

Mit zwei Prüfungen für junge Dressur- und Springpferde beginnt am Freitag, 24. Juni, um 13 Uhr das Sommerturnier des Reitervereins Drensteinfurt.

Drensteinfurt – Für zwei Vorstandsmitglieder eine Premiere, wenn auch kein Neuland: Andreas Rak ist nach dem Rücktritt von Andreas Kurzhals und dem Generationenwechsel erstmals als Vorsitzender in der Verantwortung, Christina Westhölter als Geschäftsführerin und sportliche Leiterin.

Mehr Frauen als Männer im Vorstand

„Ich war ja vorher sechs Jahre Geschäftsführer und bin insgesamt 25 Jahre im Vorstand tätig“, kennt Rak das Turnier und dessen Organisation aus dem Effeff, sagt aber auch: „Ich habe eher die Finanzen und das Förderwesen im Blick.“ Und deshalb ergab es sich bei den Wahlen im vergangenen August, dass Westhölter und Annika Nieße als neue Ausbildungsleiterin nun den sportlichen Bereich im Blick haben. „Und wir damit mehr Frauen als Männer im Vorstand“, wie Rak sagt.

„Christina hat vorher schon die Organisation des kleinen Winterturniers inne, und da haben wir gesagt: Zeit, mehr Verantwortung zu übernehmen“, berichtet Rak. Und weil die ehemalige Turnierreiterin Ende vergangenen Jahres Mutter geworden ist, habe sich das angeboten und aus ihr die Turnierleiterin gemacht.

Westhölter hat nun erstmals mit dem Team des Reitervereins und mit der Turnierorganisation von Christoph Neumann das Programm erarbeitet sowie die Ausschreibung auf den Weg gebracht – und dabei gleich einige Neuerungen eingeführt. Das erste Nach-Corona-Turnier wird drei Tage „am Stück“ ausgetragen. „Es war immer sehr eng auf den Parkplätzen, das wollen wir entzerren“, nennt Westhölter den Hauptgrund. Gerade bei den teilnehmerstärksten Prüfungen soll sich die Lage auf dem Hängerplatz deutlich entspannen.

Fast 1000 Startplätze in 24 Prüfungen

Fast 1000 Startplätze sind für die 24 Prüfungen gebucht worden. „Ein super Nennergebnis, da sind wir fast bei den alten Zahlen“, freut sich Rak, und auch Westhölter sagt: „Es passt.“ Wobei sich die Anzahl der Prüfungen sogar verringert hat. So fehlen reine Ponyprüfungen, was nicht nur daran liegt, dass parallel in Ascheberg ein Turnier ausschließlich für die kleinen Pferde unter 1,48 Meter Stockmaß ausgetragen wird. „Der Reiternachwuchs ist deutlich weniger geworden“, sagt Westhölter. Ein Fall für Nieße, die sich nun im RV stark um die Kinder-Ponystunde kümmert und sich zum Ziel gesetzt hat, die nächste Generation Reiter und Turnierreiter in den Sattel zu bekommen.

Der stellt sich dieses Mal am Sonntag zur besten Kaffee-und-Kuchen-Zeit in den Führzügel- und Reiterwettbewerben vor. Von den Prüfungen der Jüngsten bis hin zu Spring- und Dressurprüfungen der Klasse M* ist die gesamte Palette des ländlichen Reitsports präsent. Aber auch einige Profis werden am Merscher Weg antreten. So hat Marie Ligges, die sich jüngst bei den Deutschen Meisterschaften für die Teilnahme am CHIO in Aachen qualifizierte, für den Freitagnachmittag Startplätze in den Prüfungen der Klassen L und M* für junge Pferde gebucht.

Prüfungen bis zur Klasse M*

Höhepunkte am Samstag werden die M*-Dressur der Klasse M* ab 14.45 Uhr sowie die Zwei-Phasen-Springprüfung der Klasse M* ab 17 Uhr sein. Zuvor gehen acht Mannschaften im Altkreis-Springpokal an den Start. Eine weitere Prüfung mit Teamwertung steht am Sonntag ab 14.45 Uhr mit dem Volksbank-Springpokal des Kreisreiterverbandes Warendorf auf L-Niveau auf dem Programm, bevor ab 16.30 Uhr als Abschluss das M*-Springen mit Siegerrunde, für die sich das zu platzierende Viertel qualifiziert, ausgetragen wird. Zu den Favoriten gehört ein Drensteinfurter: Hauke Bintig, der für den RV St. Georg Werne startet, muss sich dabei starker Konkurrenz erwehren, zum Beispiel Marvin Hawighorst vom RV Herbern, die Vereinskollegin Anna Kempfer-Walter oder Rainer Lorch vom RV Lützow aus Vinnum.

Auch interessant

Kommentare