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„Underdog“ will in die Westfalenliga: Kapitän Hiller äußert sich zum Aufstiegsspiel

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Von: Matthias Kleineidam

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Sind im entscheidenden Spiel des TC Drensteinfurt gegen Grün-Weiß Paderborn alle dabei: (von links) Alexander Hiller, Tobias Heidemeyer, Daniel Schomberg und Andre Niewöhner. Außerdem gehört Tim Dahms zum Kader.
Sind im entscheidenden Spiel des TC Drensteinfurt gegen Grün-Weiß Paderborn alle dabei: (von links) Alexander Hiller, Tobias Heidemeyer, Daniel Schomberg und Andre Niewöhner. Außerdem gehört Tim Dahms zum Kader. © Verein

Es geht ums Ganze: Am Samstag (5. März) stehen sich im Aufstiegsspiel die Männer-40-Mannschaften des Tennis-Clubs Drensteinfurt und des TC Grün-Weiß Paderborn gegenüber, nur eine schafft den Sprung in die Westfalenliga, die höchste Klasse auf Ebene des Westfälischen Tennis-Verbandes.

Drensteinfurt – Beide Teams haben in der Gruppenphase der Verbandsliga alle Spiele gewonnen. Weil die Stewwerter hauchdünn besser abgeschnitten haben als die Paderborner, genießen sie Heimrecht. Los geht es um 16 Uhr in der Halle an der Kleiststraße. Leicht favorisiert sind aber die Gäste aus der Universitätsstadt. Schließlich wurden sie in der Sandplatzsaison 2021 hinter dem TC Eintracht Dortmund Zweiter in der Westfalenliga und verpassten den Aufstieg in die Regionalliga knapp.

Der TCD ist aber ganz schwer zu schlagen. Seitdem die Mannschaft in der Besetzung als Männer 40 spielt, gelangen 16 Siege in 16 Spielen. Die letzte Niederlage – noch als Männer 30 und ohne Alexander Hiller, Tobias Heidemeyer und Tim Dahms – datiert vom 25. Mai 2019. Damals verloren die Drensteinfurter 3:6 beim Halterner TC.

Im Interview mit dem WA äußert sich Alexander Hiller zum mit Spannung erwarteten Aufstiegsspiel.

Wie stark schätzt ihr die Gäste vom TC GW Paderborn ein?

Sie sind ein etablierter Westfalenligist, spielen dort schon mehrere Jahre. Von daher ist es eine Hausnummer für uns, auf jeden Fall. Von den LK-Zahlen sind sie besser besetzt als wir – bis auf der Einser. Ich gehe davon aus, dass sie mit den ersten vier kommen werden. Auf dem Papier ist Paderborn also ganz klar der Favorit, wir sind als kleiner, ländlicher Verein der Underdog.

Kennt ihr die Gegner persönlich? Die Nummer eins ist Björn Berg (3:0-Einzelbilanz), nicht zu verwechseln mit dem ehemaligen schwedischen Tennisprofi Björn Borg.

Ich kenne den und habe schon zweimal gegen ihn verloren. Er hat früher viel gespielt, zwischendurch aber pausiert, weil er verletzt war. Der Zweier (Karsten Beineke, 5:0-Bilanz im Einzel und Doppel/Anmerkung der Redaktion) ist auch ein sehr Guter, gegen den hat Tobias schon verloren. Die Drei und Vier (Patrick Kalks/4:1 und Markus Meixner/3:0) kann ich nicht einschätzen. Derjenige, der an fünf auf dem Zettel steht (Simon Strickling), hat auch viermal gespielt und alles gewonnen. Du musst zweimal gespielt haben, um auch in der Aufstiegsrunde spielen zu dürfen.

Mit welchen Spielern wird der TCD in die beiden Einzel und die beiden Doppel gehen?

Der Kader besteht neben mir aus Tobias Heidemeyer, Daniel Schomberg, Andre Niewöhner und Tim Dahms. Wer in den Einzeln aufschlägt, ist schon klar. In den Doppeln könnten wir variieren, weil wir zu fünft sind.

Wie groß wäre die Enttäuschung, wenn der Aufstieg in die Westfalenliga nicht klappen sollte?

Für uns ist es auf jeden Fall das zweite Highlight nach dem Aufstieg im September draußen. Wenn wir es jetzt nicht packen würden, wäre es natürlich schade, weil wir alle heiß sind und viel dafür getan haben. Aber davon würde die Welt auch nicht untergehen. Draußen ist es noch mal ein bisschen wichtiger als in der Halle.

Was erwartet die Zuschauer, was ist vorbereitet?

In der Halle gilt die 2G-plus-Regelung. Wenn du geboostert bist, brauchst du keinen Testnachweis. Der Verein zieht wieder voll mit, hat eine Rundmail an die Mitglieder geschrieben. Kaffee und Kuchen gibt es. Manni (Sportwart Manfred Dresenkamp) und sein Team machen wieder alles Mögliche, damit die Rahmenbedingungen für uns passen. Die Männer 50 haben sogar extra ihr Bezirksliga-Heimspiel gegen den TV Emsdetten nach Albersloh verlegt, damit wir in unserer Halle spielen können. Wir hatten gefragt, für sie war es gar keine Frage, sodass wir unseren Heimvorteil nutzen können.

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