Fußball

„Haben richtig Bock“: A- und B-Junioren dürfen mit Kontakt trainieren

Dürfen als Mannschaft wieder gemeinsam trainieren: die U19-Junioren von Fortuna Walstedde (in Blau) und die des SV Drensteinfurt, hier Fabio Bories und Marten Klein. Foto: Kleineidam
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Dürfen als Mannschaft wieder gemeinsam trainieren: die U19-Junioren von Fortuna Walstedde (in Blau) und die des SV Drensteinfurt, hier Fabio Bories (links) und Marten Klein.

Die neue Coronaschutzverordnung erlaubt Gruppen von bis zu 25 Personen bis einschließlich 18 Jahren Kontaktsport im Freien mit maximal zwei Trainern und ohne Testnachweis. Die A- und die B-Junioren des SV Drensteinfurt steigen ebenso ins Mannschaftstraining ein wie die U19-Fußballer von Fortuna Walstedde.

Drensteinfurt/Walstedde – Dass seit Freitag eine neue Coronaschutzverordnung des Landes NRW gilt, freut auch Pascal Bonnekoh. Denn nun darf er mit den B-Junioren des SV Drensteinfurt wieder ins normale Mannschaftstraining einsteigen. „Die Jungs haben richtig Bock und liegen mir seit Tagen schon in den Ohren, wann denn auch wir mal wieder trainieren dürfen“, sagt der Coach der U17.

Mal abgesehen von der gut dreiwöchigen Pause wegen der Corona-Notbremse des Bundes darf der Nachwuchs, der nicht älter als 14 Jahre ist, schon seit zwölf Wochen in Gruppen an der frischen Luft trainieren. Von der offiziellen Freigabe profitierten die Minikicker, die F-, die E-, die D- und die C-Junioren. In die Röhre guckten dagegen die 15-Jährigen, die in der U15 spielen, sowie die A- und B-Junioren. Doch damit ist jetzt Schluss. Die neue Coronaschutzverordnung erlaubt Gruppen von bis zu 25 jungen Menschen im Alter bis einschließlich 18 Jahren Kontaktsport im Freien mit maximal zwei Trainern und ohne Nachweis von Negativtests.

Zwei Einheiten pro Woche

Bonnekoh, der noch die U17 coacht, fackelt nicht lange und wird in der nächsten Woche wieder Training anbieten. „Wir werden mit den üblichen zwei Einheiten pro Woche loslegen.“ Wann genau, wusste er noch nicht, da der Trainingsplan beim SVD wegen der Corona-bedingten Einschränkungen ziemlich durcheinandergeworfen worden sei. Mit der Gruppengröße bekommen die Stewwerter B-Junioren keine Probleme. „Im Kader haben wir 24 Spieler, daher passt die Maximalanzahl für uns auch perfekt“, sagt Bonnekoh.

In der nächsten Saison geht er eine Altersklasse hoch und wird die U19 des SVD coachen. Um die kümmert sich aktuell noch Volker Rüsing, der zusammen mit Daniel Stratmann die erste Mannschaft übernehmen wird. Auch Rüsing freut sich auf den Re-Start und will zum Saisonabschluss und vor seinem Abschied noch zwei, drei Einheiten anbieten. „Ich denke mal, ich werde die Jungs für Montag zum Training einladen.“ Eventuell findet am Feiertag Fronleichnam eine weitere Einheit statt, „damit die Jungs mal rauskommen, vielleicht ein bisschen früher“, sagt Rüsing.

18-Jährige dürfen ohne Test, 19-Jährige nicht

Er geht davon aus, dass die meisten das Angebot nutzen werden. „Jeder wird Bock haben, mal wieder auf den Platz zu gehen und ein bisschen zu kicken.“ Ein spezielles Programm wird Rüsing nicht ausarbeiten. Der Spaß soll im Vordergrund stehen. „Ein bisschen warm machen und spielen.“ Nicht nachvollziehen kann Rüsing, dass die 18-Jährigen ohne Test trainieren dürfen, die 19-Jährigen aber nicht – auch wenn sie zur gleichen Mannschaft gehören.

Regelmäßig werden die A-Junioren bis zum offiziellen Saisonende am 30. Juni nicht mehr trainieren. „Der Plan ist ja, dass wir Mitte Juni mit den Senioren anfangen“, berichtet Rüsing. Auch wenn er sich auf seinen neuen Job als Coach der Bezirksliga-Truppe freut – „ich hätte echt gerne noch ein Jahr gemacht“. Der Drensteinfurter schätzt die U19 in der Saison 2021/22 als „richtig gut“ ein. „Es gehen ja nicht viele hoch, 80 Prozent bleiben. Und da sind keine Schlechten dabei.“ Rüsing kann sich vorstellen, dass das älteste Nachwuchsteam eine gute Rolle in der Meisterschaft spielen werden.

Mal gucken, wie fit alle sind nach der monatelangen Pause.

Martin Tiggemann

Auch die A-Junioren von Fortuna Walstedde sind heilfroh, nach sieben quälend langen Monaten wieder gemeinsam auf den Fußballplatz zu dürfen. „Wir fangen am Montag wieder an“, sagt Trainer Martin Tiggemann. Weil der Spielbetrieb annulliert ist, werden die Fortunen „locker trainieren. Mal gucken, wie fit alle sind nach der monatelangen Pause.“

Alle hätten auf die Freigabe fürs Mannschaftstraining mit Kontakt gewartet. „Nachdem ich es in die Gruppe geschrieben habe, gab es innerhalb von nicht mal zehn Minuten zehn Mal den Daumen hoch und Smileys. Sie freuen sich alle und wir als Trainer auch“, so Tiggemann. Er geht von einer guten Beteiligung am Montag aus. „Ich bin überzeugt, dass ziemlich viele kommen. Das Wetter wird ja auch besser.“ Sollte es möglich sein, wird das Trainerteam in den nächsten Wochen regelmäßig Einheiten anbieten. „Wir werden das mit den Jungs besprechen. Normalerweise trainieren wir montags und donnerstags. Ich glaube, sie wären froh, wenn wir zwei Mal pro Woche auf den Platz gehen.“

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