Fußball

U19-Spieler Tim Hoffmann engagiert sich beim SVD als Trainer der U11

Die erste Mannschaft der U11 hat eine richtig gute Saison gespielt – auch wenn die bislang sehr kurz war. Trainer dieser Truppe und der U11 II sind (hinten von links) Alexander Kunz, Arne Bergeest und Tim Hoffmann. Foto: Verein
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Die erste Mannschaft der U11 hat eine richtig gute Saison gespielt – auch wenn die bislang sehr kurz war. Trainer dieser Truppe und der U11 II sind (hinten von links) Alexander Kunz, Arne Bergeest und Tim Hoffmann.

Fußballerisch könnte es besser laufen für Tim Hoffmann. Zum einen gehört er zur A-Jugend des SV Drensteinfurt und engagiert sich als Trainer der beiden U11-Mannschaften. Corona-bedingt finden aber weder Trainingseinheiten noch Spiele statt. Zum anderen ist der 17-Jährige Anhänger des FC Schalke 04.

Drensteinfurt – Der Bundesligist erlebt gerade besonders schwierige Zeiten. „Es ist ganz hart als Schalke-Fan“, gibt Tim zu.

Besonders bitter ist für ihn auch, dass Vereinssport verboten ist. „Fußball war immer eine Abwechselung“, sagt der junge Stewwerter. Durch den Lockdown sei der Alltag etwas eintönig geworden. „Jetzt kannst du nur noch joggen gehen.“ Besonders für die kleinen Nachwuchsfußballer sei es schade, dass sie auf das Mannschaftstraining verzichten müssen.

Tim, der einen Bruder hat und schon immer in Drensteinfurt wohnt, hat mit sieben Jahren beim SVD angefangen – in der F-Jugend. „Durch Freunde bin ich zum Fußball gekommen“, erzählt er. Seitdem spielt er durchgehend für den Verein. Seine Trainer waren unter anderem Christian Niemann und Mirko Vogel, mit der D2 wurde er Gruppenerster in der Kreisliga.

Seit dem Sommer gehört er zur U19-Mannschaft, die Volker Rüsing trainiert. Immerhin fünf Meisterschaftsspiele konnten die A-Junioren vor der erneuten Zwangspause austragen. Mit drei Siegen und zwei Niederlagen wurden sie in der Gruppe 4 der Qualifikationsrunde zur Leistungsliga Tabellendritter hinter der zweiten Mannschaft von RW Ahlen, die alle Partien gewann, und dem ASK Ahlen. Die Spiele gegen Vorwärts Ahlen und beim direkten Konkurrenten ASK Ahlen fielen Ende Oktober/Anfang November aus. Tims Position: „Manchmal Sturm, manchmal Mittelfeld.“

Manchmal Sturm, manchmal Mittelfeld.

Tim Hoffmann

Als Jugendtrainer ist Tim seit 2015 im Einsatz. „Ich habe im Winter angefangen, bin damals mit meinem Bruder Nico in die Halle gegangen. Irgendwann wurde ich gefragt, ob ich mithelfen kann. So hat sich das entwickelt“, blick der 17-Jährige zurück. Zunächst half er bei den Minikickern mit und unterstützte Trainer Manfred Drepper. „Bis zur U11 bin ich mit der gleichen Mannschaft hochgegangen“, sagt Tim. In dieser Altersklasse gibt es beim SVD aktuell zwei Teams, die Tim zusammen mit Arne Bergeest und Alexander Kunz coacht.

Trainer und Spieler beim SV Drensteinfurt: Tim Hoffmann.

„Das ist eine sehr talentierte Mannschaft“, sagt Tim über die E-Junioren. „Wenn sie so zusammenbleibt“, könnten noch einige Erfolge gefeiert werden. In dieser Saison lief es jedenfalls richtig gut, was die Ergebnisse angeht. Die U11 I hat bislang fünf Punktspiele bestritten. Vier Siegen in Serie folgte am 7. Oktober im letzten Spiel des Jahres ein Unentschieden bei der JSG Nordkirchen/Südkirchen/Capelle. Eine Niederlage? Fehlanzeige! In der Tabelle liegen die jungen Drensteinfurter zwar zwei Punkte hinter dem TuS Ascheberg, der hat aber eine Begegnung mehr ausgetragen und gegen den SVD deutlich mit 0:8 verloren. Die Duelle mit dem Vorletzten SG Selm und dem Drittletzten VfL Wolbeck fielen aus. Die Zweitvertretung der U11 hat nur drei von sechs Spielen absolviert und kommt auf einen Sieg, ein Remis und eine Niederlage.

Besondere Turniere

Besonders in Erinnerung geblieben sind Tim zwei Turniere. Im September 2019 nahm er mit der U10 des SVD in Ahlen an einem mit dem VfL Bochum und Hertha BSC teil. Und Anfang 2020 – es war das letzte für die Truppe vor der Corona-Pandemie – trafen die Drensteinfurter bei einem Turnier, bei dem auch der Nachwuchs von Schalke 04 und Borussia Dortmund startete, auf die SG Wattenscheid 09.

Die Frage, warum er sich ehrenamtlich für den Sportverein engagiert, beantwortet Tim prägnant mit: „Weil es Spaß macht.“ In normalen Zeiten trainiert er zweimal pro Woche selbst und zweimal die U11-Teams. Hinzu kommen bis zu drei Spiele an den Wochenenden. Ein Ende seiner Trainertätigkeit ist nicht in Sicht. „Solange ich Lust und Zeit habe, werde ich es weitermachen.“ Was er später beruflich machen wird, weiß der Schüler des Berufskollegs Ahlen noch nicht genau.

Spiele der DFB-Elf „nicht so spannend“

In der als Trainer und Spieler fußballfreien Zeit geht Tim ab und zu mit einem Freund auf den Sportplatz. Und er verfolgt natürlich, wie es mit seinem Lieblingsklub Schalke 04 weitergeht. Auch für die DFB-Elf interessiert sich der 17-Jährige. „Das ist aber nicht so spannend. Früher habe ich mehr geguckt“, sagt er, freut sich aber auf die EM im Sommer. Noch mehr freuen würde er sich allerdings, wenn er mit den U11-Junioren wieder kicken dürfte.

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