Erfolgreiche Saison für Triathlet Hermann Aschwer

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Hermann Aschwer beim Zieleinlauf in Binz

AMEKE ▪ Eine sehr erfolgreiche Saison liegt hinter Triathlet Dr. Hermann Aschwer. Fünf Ironman70.3-Wettbewerbe absolvierte der Drensteinfurter, drei Mal belegte er Platz eins in seiner Altersklasse (St. Pölten, Luxemburg und Rügen) und zwei Mal Rang zwei (Mallorca und Zell am See).

Mit diesem Kunststück und einem deutlichem Vorsprung setzte sich der 67-Jährige an die Spitze des weltweiten Rankings – bei 321 Konkurrenten im Alter von 65 bis 69 Jahren. Im vergangenen Jahr war Aschwer knapp hinter einem Amerikaner Zweiter geworden.

Auf seiner mittlerweile erfolgreichsten Distanz über 1,9 Kilometer Schwimmen, 90,1 km Einzelzeitfahren und 21 km Laufen (Halbmarathon) – insgesamt 113 km bzw. 70,3 Meilen – siegte Aschwer beim Ironman70.3 in Luxemburg in nur 5:21 Stunden. „Die idealen Wetterbedingungen, 22 Grad warmes Moselwasser, herrlicher Sonnenschein auf dem Rad und eine flache Laufstrecke“, so der Ameker, hätten schnelle Zeiten von 38 Minuten, 2:51 Stunden und 1:42 Stunden plus Wechselzeiten ermöglicht. Er gewann deutlich vor seinen Altersgenossen. Den mit diesem Sieg verbundenen Qualifikationsplatz für die Ironman70.3-Weltmeisterschaften in Kanada gab Aschwer getrost an den Zweitplatzierten weiter.

Die große internationale Beteiligung an den Ironman70.3-Rennen mit Triathleten aus 50 bis 60 verschiedene Nationen und 1200 bis 3800 Teilnehmern stellen für den Ameker eine besondere Herausforderung dar. Aus diesem Grund lag der Wettkampfschwerpunkt in diesem Jahr auf den fünf Wettkämpfen in Europa. Bemerkenswert: Stets erreichte er in der erste Hälfe des gesamten Teilnehmerfeldes das Ziel.

Mit Wetterkapriolen hatte Aschwer bei den Ironman70.3-Wettkämpfen in Zell am See (Österreich) und auf Rügen (Deutschland) zu kämpfen. Zell am See, der Austragungsort des Weltmeisterschaftsrennens 2015, war mit 2400 Teilnehmern und der neuen, laut Aschwer sehr anspruchsvollen Radstrecke für zahlreiche Triathleten „besonders interessant“. Das Schwimmen im Zeller See bei 17,5 Grad sei der angenehmste Teil gewesen. Aschwer benötigte knapp 40 Minuten. „Die WM-Radstrecke mit Anstiegen bis zu 15 Prozent und rasanten Abfahrten wurde durch einsetzenden Starkregen und Hagelschauer zu einer ganz besonderen Angelegenheit“, so Aschwer. „Hier hieß es, kühlen Kopf zu behalten und mit großer Vorsicht die Abfahrten zu absolvieren.“ 2:59 Stunden benötigte der Drensteinfurter Ausdauerathlet. Die nicht minder rutschige Laufstrecke entlang des Sees bewältigte er in 1:47 Stunden. Gemeinsam mit einem Schweizer Freund überquerte er nach insgesamt 5:46 Stunden die Ziellinie.

Noch „verrückter“ ging es dem 67-Jährigen zufolge nur zwei Wochen später in Rügen – genauer gesagt in und um Binz herum – zu. Starke Winde sorgten dafür, dass das 1,9 km lange Schwimmen in der Ostsee kurzfristig ausfallen musste und durch einen 5-km-Lauf ersetzt wurde. Strömender Regen bereits vor und auch während des Radrennens erschwerten die Bedingungen beträchtlich. 25 Minuten brauchte Aschwer für den ersten Laufteil, fast zehn für den ersten Wechsel im losen Sand von Rügen. „Die 90-km-Radstrecke war zwar mit einigen Kopfsteinpflasterpassagen versehen, dafür waren die Anstiege mit 450 Höhenmetern sehr moderat“, so Aschwer. Mehr zu schaffen machte den 1200 Triathleten der starke Regen. Aschwer profitierte von seiner Routine. Nach 2:51 Stunden konnte er sein Rad abstellen. Der abschließende Halbmarathonlauf auf einem vier Mal zu durchlaufenden Kurs entlang der Strandpromenade, die mit zahlreichen Zuschauern gespickt war, ließ laut Aschwer echte Ironman-Stimmung aufkommen. Nach 1:54 Stunden und insgesamt 5:30 Stunden lief er durchs mittlerweile sonnige Ziel in Binz. Der Qualifikationsplatz für die WM in Zell am See gab er wiederum an den Zweiten seiner Altersklasse weiter. ▪ da

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