Hermann Aschwer löst erneut WM-Ticket

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Hermann Aschwer beim Zieleinlauf in St. Pölten.

AMEKE ▪ Spannende zwei Wochen liegen hinter dem Triathleten und Ausdauersportler Dr. Hermann Aschwer aus Drensteinfurt. Zunächst nahm er am Ironman70.3 auf Mallorca teil, zwei Wochen später absolvierte er die gleiche Distanz von 113 km in der Wachau. Erneut qualifizierte sich der 67-Jährige für die Weltmeisterschaft.

Mallorca bot mit 3800 Teilnehmern aus 55 Nationen das weltweit größte Teilnehmerfeld bei einem Ironman-Rennen. In der Bucht von Alcúdia wurden bei 18 Grad Wassertemperatur 1900 Meter geschwommen. Nach 36:16 Minuten für die 1,9 Kilometer stieg Aschwer aus dem Meer. Um die riesige Wechselzone zu durchlaufen und sich für das 90,1-km-Radfahren umzuziehen, benötigte er etwa sieben Minuten.

Defekte und viele schwere Stürze

Die Strecke hoch zum Kloster Lluc, die dazugehörige 8,5 km lange und steile Abfahrt und ein extrem schlechter Abschnitt von 15 Kilometern „erforderten höchste Aufmerksamkeit“, so Aschwer. Neben zahlreichen Defekten gab es auch viele schwere Stürze. Dadurch kam der Drensteinfurter zum Entschluss, dieses Rennen 2015 nicht mehr zu bestreiten. „Heilfroh“ war er, als er das Ziel der zweiten Teilstrecke nach 2:57:50 Stunden ohne Blessuren erreichte.

Für die Abschlussdisziplin bei mittlerweile 28 Grad, den 21,1-km-Lauf, benötigte Aschwer 1:53 Stunden und lief so nach insgesamt 5:39:12 Stunden als Zweiter seiner Altersklasse M65 ins Ziel. Dass im gesamten Feld nur eine Handvoll Teilnehmer noch älter waren als der Ameker, er aber als 1263. und damit vor mehr als 2000 anderen Triathleten das Ziel erreichte, wunderte Aschwer selbst am meisten.

Bereits zum 8. Mal fand im österreichischen St. Pölten der Ironman 70.3 statt – „ein international beachtetes Triathlon-Rennen über die Mitteldistanz im Rahmen der weltweiten Qualifikationswettkämpfe für die Ironman 70.3 WM“, so Hermann Aschwer. Abermals standen 113 km auf dem Programm. 2000 Triathleten aus 50 Nationen hatten sich in der niederösterreichischen Landeshauptstadt eingefunden, um einen der 50 Startplätze für die Weltmeisterschaften in Kanada im kommenden Herbst zu erkämpfen.

Autobahn für die Sportler voll gesperrt

Aschwer, der bereits seit 25 Jahren für den von ihm 1989 gegründeten Triathlonverein Tri-As Hamm startet, wollte als Titelverteidiger seiner Altersklasse M65 den begehrten Ironman-Pokal verteidigen. Bei einer Wassertemperatur von 18 Grad galt es für die Athleten, zwei benachbarte Seen zu durchschwimmen. Dazwischen lag eine 300 Meter lange Laufstrecke. Aschwer benötigte diesmal 43:27 Minuten, um die Schwimmdistanz hinter sich zu bringen.

„Für jeden Triathleten spektakulär war der erste Abschnitt der Radstrecke, auf dem eigens für dieses wichtige Rennen eine 20 km lange Passage der nahe gelegenen Autobahn für die Sportler voll gesperrt wurde“, sagte Aschwer. „Die herrliche Streckenführung durch die gesamte Wachau bot neben grandiosen Aussichten knackige Anstiege in die Weinberge.“ Nach einem längeren Teilstück entlang der Donau folgte eine 9 km lange Steigung bei Gansbach. Aschwer fand schnell seinen Rhythmus und fuhr mit deutlichem Vorsprung vor seinen Altersklassen-Konkurrenten nach 2:50 Stunden in die zweite Wechselzone.

Auf der abschließenden Halbmarathonstrecke war der Ameker Triathlet nicht mehr aufzuhalten. Wie ein Uhrwerk spulte er die Strecke in nur 1:45:07 Stunden herunter und lief nach 5:30:59 Stunden als deutlicher Sieger seiner Altersklasse und auf Gesamtplatz 661 ins Ziel. Nach 2012 und 2013 feierte er damit seinen dritten Altersklassen-Sieg in St. Pölten und qualifizierte sich gleichzeitig für die Ironman 70.3-Weltmeisterschaften. Ob er in Kanada starten wird, weiß der 67-Jährige noch nicht.

„An diesem Tag passte einfach alles“, so Aschwers Resümee. „Das Wetter, das Wasser und die herrliche Radstrecke, die sicherlich auch weiterhin zahlreiche Athleten aus aller Welt anlocken wird.“ Hermann Aschwer sicherte sich in St. Pölten seinen 14. AK-Sieg bei einem Ironman-Rennen. ▪ da

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