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[Update] Trainerteam des SV Rinkerode: Einer bleibt, einer tritt kürzer, einer hört auf

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Von: Matthias Kleineidam

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Hat nicht mehr so viel Zeit: Sven Kuschel (2.v.r.) zieht sich berufsbedingt zurück, wird dem Trainerteam aber erhalten bleiben. Im Gegensatz zu Jörg Raabe-Staljan (rechts). Er konzentriert sich auf andere Aufgaben beim SV Rinkerode. Foto: Kleineidam
Hat nicht mehr so viel Zeit: Sven Kuschel (2.v.r.) zieht sich berufsbedingt zurück, wird dem Trainerteam aber erhalten bleiben. Im Gegensatz zu Jörg Raabe-Staljan (rechts). Er konzentriert sich auf andere Aufgaben beim SV Rinkerode. © Kleineidam

Der eine bleibt und übernimmt mehr Verantwortung, der andere bleibt ebenfalls, tritt aber deutlich kürzer, und der dritte hört auf: Beim Fußball-A-Kreisligisten SV Rinkerode tut sich – wie Ende des vergangenen Jahres angedeutet – was im Trainerteam.


Rinkerode – Alleiniger Chefcoach wird im Sommer Janis Kraus. Das teilt Fußballabteilungsleiter Burkhard Weber mit. Kraus bildet zusammen mit Sven Kuschel und Jörg Raabe-Staljan seit dem Frühjahr 2021 ein gleichberechtigtes Trainertrio. Das löst sich nach dieser Saison auf. Kuschel zieht sich berufsbedingt etwas zurück, Raabe-Staljan konzentriert sich auf seine anderen Aufgaben im Verein. Beide hatten das Amt im Sommer 2020 von Roland Jungfermann übernommen.

„Jörg wird aus dem Trainerkonzept komplett aussteigen. Er ist im Moment in der Jugend sehr stark eingebunden“, sagt Weber. Raabe-Staljan coacht die U15 der JSG Rinkerode/Albersloh und engagiert sich darüber hinaus im Mädchenbereich. „Er ist, glaube ich, sieben Tage die Woche auf dem Platz. Von daher kann ich seine Entscheidung gut verstehen“, so Weber.

Berufliche Gründe

Kuschel wird deutlich kürzertreten. „Er kann den jetzigen Aufwand nicht mehr fahren, weil sich bei ihm beruflich einiges verändert hat“, erklärt Weber und spricht von guten Gesprächen mit dem B-Lizenz-Inhaber. „Er wird dem Trainerteam aber erhalten bleiben und die eine oder andere Aufgabe übernehmen.“

Fühlt sich wohl als Trainer beim SV Rinkerode: Janis Kraus. Foto: Kleineidam
Fühlt sich wohl als Trainer beim SV Rinkerode: Janis Kraus. © Kleineidam

Bei Kuschel, Regionalleiter in der Versicherungs- und Immobilienwirtschaft, wird die Reisetätigkeit in der Woche steigen, bestätigt er. „Ich tue mich schwer damit, aber ich schaffe den Aufwand zwei- bis dreimal die Woche einfach nicht mehr. Da werde ich meinem Anspruch als Trainer nicht mehr gerecht werden können“, sagt er. An vorderster Front könne er das Amt nicht mehr ausüben. „Ich habe Spaß an dem Job, aber der Beruf geht nun mal vor im Leben. Ich habe aber Janis angeboten, dass ich ihn einmal die Woche unterstützen kann. Das bekomme ich gut hin – auch mit gutem Gewissen.“

Kraus hätte nichts gegen eine zweite Saison an der Seite von Kuschel und Raabe-Staljan gehabt. „Ich hätte es gerne mit Sven – er bleibt ja dabei – und Jörg weitergemacht“, betont der 32-Jährige. „Es geht schneller als man denkt manchmal. Mir gefällt es gut in Rinkerode. Für mich war klar, dass ich es in Vollverantwortung weitermachen möchte“, sagt Kraus und musste daher nicht lange überlegen.

Janis hat total Spaß, so viel Erfahrung und ein unglaublich hohes Standing.

Burkhard Weber

Weber freut sich über die Zusage. „Er macht es klasse. Janis hat total Spaß an der Aufgabe, so viel Erfahrung und ein unglaublich hohes Standing in der Mannschaft. Von daher gibt es überhaupt kein Problem“, sagt er. Kraus schnupperte als Fußballer Zweitliga-Luft, kam in der 3. Liga zum Einsatz und über 100 Mal in der Oberliga. Seine Laufbahn als Aktiver beendete er 2017 aufgrund einer Verletzung am Sprunggelenk. In diesem Jahr will Kraus an einem B-Lizenz-Lehrgang teilnehmen.

Co-Trainer gesucht

Für die Verantwortlichen um Weber bedeutet der (teilweise) Rückzug von Kuschel und Raabe-Staljan, dass ein neuer Co-Trainer hermuss. „Wir suchen eine Person, die Lust hat, als Co-Trainer mit Janis zu arbeiten. Da können wir uns auch durchaus einen spielenden Co-Trainer vorstellen“, sagt Weber und ist offen für Initiativbewerbungen. „Wir sind immer auf der Suche nach neuen Trainern, die mit ins Geschäft einsteigen und Erfahrungen sammeln wollen. Einige haben den Sprung ja schon geschafft“, so Weber.

Der ausführliche Bericht steht am Dienstag im Westfälischen Anzeiger (WA Drensteinfurt 15. Februar 2022) und seit Montagabend im E-Paper.

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