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Krummes Ding in der Nachspielzeit: Rüsing fühlt sich wie ein Verbrecher

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Von: Matthias Kleineidam

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Eine verdammt ärgerliche Niederlage kassierten Leon van Elten (am Ball) und seine Teamkollegen mit dem SV Drensteinfurt in Telgte.	Foto: Kleineidam
Eine verdammt ärgerliche Niederlage kassierten Leon van Elten (am Ball) und seine Teamkollegen mit dem SV Drensteinfurt in Telgte. © Kleineidam

Der SV Drensteinfurt kann sich auf einen Winter im kalten Tabellenkeller einstellen. Beim Dritten in Telgte kassierten die Bezirksliga-Fußballer im sechsten Auswärtsspiel die fünfte Niederlage. Sie bleiben Viertletzter, doch der Rückstand aufs Mittelfeld wächst. Volker Rüsing fühlte sich wie ein Verbrecher.

Bezirksliga 7: SG Telgte – SV Drensteinfurt 3:2. Volker Rüsing verstand die Welt nicht mehr. „Das ist echt ärgerlich. Da fragst du dich: Was hast du verbrochen?“, sagte der Trainer des SVD nach der verdammt bitteren Niederlage. Der eingewechselte Niclas Tewes hatte kurz vor Schluss das entscheidende 3:2 für Telgte erzielt (90.+1). Drei Wochen zuvor hatten die Stewwerter im Heimspiel gegen Cappel in der Nachspielzeit das 1:1 kassiert. Macht zusammen drei verlorene Punkte. Hätte der SVD elf statt acht Zähler auf dem Konto, stünde er nicht auf einem Abstiegsplatz.

Einen Vorwurf machte Rüsing seinem Team nicht. „Die Mannschaft hat nicht viel falsch gemacht. Sie hat alles reingeworfen, alles gegeben“, sagte er. Lars Hülsmann war der einzige Feldspieler auf der Bank. Er wurde eingewechselt und absolvierte nach einer langen Verletzungspause eine halbe Halbzeit. Mehr Alternativen hatte Drensteinfurt nicht, weil neun Spieler ausfielen. „Die letzten 20 Minuten gehst du automatisch auf dem Zahnfleisch“, sagte Rüsing.

Groß sorgt für Führung

Maximilian Groß, Philipp Ressler und Sven Grönewäller konnten spielen. Groß und Leo Steinert rückten im Vergleich zum Heimspiel gegen Westönnen für Valentin Kröger und Dennis Hoeveler in die Startelf. Kurz vor der Pause, zu einem „passenden Zeitpunkt“ (Rüsing), traf Maximilian Groß per Kopfball nach einem verlängerten Einwurf (44.) – sein drittes Saisontor.

Nach dem Seitenwechsel zog André Vieira Carreira ab, den Nachschuss setzte Robin Wichmann nebens Tor. Im Anschluss drehten die favorisierten Telgter das Spiel. Kapitän Fahri Malaj egalisierte (61.), Kevin Wolf erzielte das 2:1 (75.). Sven Grönewäller sorgte mit dem 2:2 aus gut 14 Metern für Hoffnung auf einen Punktgewinn (87.). „Der Ball kommt ihm schön vor die Füße“, sagte Rüsing. Doch in der zweiminütigen Verlängerung ging Telgte erneut in Führung. Tewes ließ sich für ein krummes Ding feiern. „Das war nicht mal gewollt, sondern eher als Flanke gedacht. Und auf einmal ist das Ding im Netz“, haderte Rüsing mit dem Schicksal. „Am Ende haben wir uns nicht belohnt.“

--- Die Bezirksliga 7 ---

Bevor am Totensonntag eine Pause eingelegt wird, empfängt der SVD am nächsten Sonntag (14. November, 14.30 Uhr) noch die viertplatzierten Sportfreunde Ostinghausen.

SVD: Scharbaum – Steinert, van Elten, Pankok (68. Hülsmann), S. Wiebusch, Ressler, Vieira Carreira, De. Popil, Grönewäller, Groß, Wichmann

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