Fußball

Trainer Logermann blickt auf kurze Landesliga-Saison des SVD zurück

Im ersten Landesliga-Spiel der Vereinsgeschichte holte der SV Drensteinfurt gegen den TuS Altenberge auch den ersten Punkt. Es blieb der einzige für die Mannschaft um Angreifer Maximilian Schulze-Geisthövel (in Rot). Die folgenden sechs Partien gingen allesamt verloren.	Foto: Kleineidam
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Im ersten Landesliga-Spiel der Vereinsgeschichte holte der SV Drensteinfurt gegen den TuS Altenberge auch den ersten Punkt. Es blieb der einzige für die Mannschaft um Angreifer Maximilian Schulze-Geisthövel (in Rot). Die folgenden sechs Partien gingen allesamt verloren.

Die Verweildauer in der Landesliga war kurz, die erste Saison in der Geschichte des Vereins in dieser Klasse noch kürzer für die Fußballer des SV Drensteinfurt. 

Drensteinfurt – Am 6. September begann die Spielzeit 2020/21, sieben Wochen später fand bereits der letzte Spieltag statt. Mittlerweile ist die Saison annulliert, der SVD steht vor einem Umbruch und geht freiwillig zurück in die Bezirksliga. Der 36 Jahre alte Trainer Oliver Logermann, der zum Konkurrenten BSV Roxel wechselt, blickt im Gespräch mit WA.de auf die wenigen und größtenteils erfolglosen Partien in der Meisterschaft zurück.

Bestes Spiel

„Das wird wahrscheinlich das Altenberge-Spiel gewesen sein, als ich nicht da gewesen bin“, sagt Logermann, der zum Auftakt im Urlaub war und das 1:1 damit verpasste. Vor 173 zahlenden und insgesamt 248 Zuschauern holte der SVD den einzigen Punkt. Das Kuriose: Beide Treffer fielen durch Eigentore. Der Unglücksrabe bei den Gastgebern war Alexander Schulze-Geisthövel nach nur fünf gespielten Minuten. „Wir sind in der Landesliga angekommen“, sagte damals Co-Trainer Marcel Bonnekoh, der Logerman vertrat. Altenberge war zum Zeitpunkt der Saisonunterbrechung Ende Oktober Spitzenreiter.

Auch das Spiel gegen die IG Bönen sei „sehr ordentlich“ gewesen, sagt Logermann zurückblickend. „Wir waren ziemlich gleichwertig.“ Gegen das ambitionierte Team aus dem Kreis Unna hielt der SVD zwar lange mit – bis zur 88. Minute stand es 2:3 –, doch am Ende ließen die Drensteinfurter sich auskontern und verloren 2:6. „Insgesamt waren wir zu grün hinter den Ohren“, hatte der Coach direkt nach dem Abpfiff gesagt.

Schlechtestes Spiel

„Das war mit Sicherheit das Herbern-Spiel“, erinnert sich Logermann an das 0:3 auf eigenem Kunstrasenplatz. Dass es schwierig werden würde, war nach der dreiwöchigen Corona-Pause nicht überraschend. „Da waren wir absolut chancenlos.“ 210 zahlende Zuschauern mussten das Derby mit Schutzmaske verfolgen.

Höchste Niederlage

Das 2:6 im Heimspiel gegen Bönen war die höchste von sechs Niederlagen in Serie. „Die Gegentore waren zu billig“, sagte Logermann damals.

Ärgerlichste Niederlage

„Es waren viele Spiele, in denen wir unnötig Punkte haben liegen lassen“, blickt der Coach zurück. Im bis heute letzten Spiel Ende Oktober gegen Mitaufsteiger Borussia Münster kassierte der SVD den entscheidenden Gegentreffer zum 0:1 in der 87. Minute. „Es tut gerade weh, es ist wieder ein verlorenes Spiel und du läufst der Musik noch weiter hinterher“, sagte Logermann damals und bestätigt das nach dem Abpfiff der Saison: „In der Phase war es schon sehr, sehr ärgerlich.“ Auch in der Begegnung sei der SVD mindestens auf Augenhöhe gewesen.

Stärkster Gegner

Der SV Herbern war im direkten Duell eine Klasse besser als Drensteinfurt. „Herbern ist sowieso eine gute Mannschaft, und der Sieg ist hochverdient – auch in der Höhe“, resümierte Logermann direkt nach dem Derby. Auch aus heutiger Sicht war Herbern der beste Gegner, mit dem es der SVD zu tun bekam. „Die fand ich schon sehr stark“, sagt Logermann.

Schönstes Tor

„Meins war schön“, sagt Oliver Logermann und muss laut lachen. In Haltern wechselte er sich mangels Alternativen Mitte der zweiten Halbzeit ein und verkürzte in der 88. Minute auf 2:3. Logermann versenkte einen Freistoß. Ansonsten sei es schwierig, sich an das „schönste Tor“ zu erinnern. Schließlich ist das letzte Spiel schon länger als ein halbes Jahr her. Vor Kurzem hat sich Logermann eine neue Playstation gegönnt, um endlich mal wieder Fußball spielen zu können – wenn auch nur an der Spielkonsole.

Bester Torschütze

Im Grunde genommen gab es beim SVD gar keinen. In den sieben absolvierten Partien erzielte der Aufsteiger insgesamt nur sechs Tore. Angreifer Diogo Castro, der in der abgebrochenen Aufstiegssaison 2019/20 in 20 Spielen immerhin 20 Mal getroffen hatte, jubelte nur ein Mal: bei der 2:3-Auswärtsniederlage gegen den TuS Haltern II. Außerdem trugen sich Oliver Logermann als Spielertrainer, Dennis Popil und Daniel Ziegner in die Liste der Torschützen ein. Darüber hinaus profitierten die Drensteinfurter von zwei Eigentoren. Das passte zu einer Saison, die für den SV Drensteinfurt unglücklich begann und mit der Annullierung endete.

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