Trabrennen

Gaja und Casanova d‘Amour vom Stall Drensteinfurt „in Bestform“

Dritte auf der Trabennbahn in Dinslaken: Gaja und Jochen Holzschuh. Foto: Sabine Sexauer
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Dritte auf der Trabennbahn in Dinslaken: Gaja vom Stall Drensteinfurt und Jochen Holzschuh.

Nach einer langen Pause gingen die Pferde des Stalls Drensteinfurt bei Trabrennen an den Start. Casanova d‘Amour musste sich in Gelsenkirchen nur dem Favoriten Norton Commander geschlagen geben. Gaja gewann ihr Rennen gegen am Wettmarkt deutlich höher eingestufte Rivalen. In Dinslaken musste sich die Stute mit Rang drei zufrieden geben.

Drensteinfurt – Lange war es ruhig um den Stall Drensteinfurt. Durch die Corona-bedingten Ausfälle zahlreicher Trabrennveranstaltungen und die damit einhergehenden verminderten Startmöglichkeiten wurden die Pferde trainingsrhythmisch immer wieder zurückgeworfen. Da sich die Situation nun aber anscheinend mehr und mehr normalisiert und immer mehr Veranstalter ihre Pforten wieder öffnen, tauchen auch die Pferde des Erfolgsstalles aus Drensteinfurt wieder vermehrt in den Ergebnislisten auf – ganz vorne.

So waren mit der fünfjährigen Gaja und dem noch im Januar überraschend siegreichen Casanova d‘Amour in der vergangenen Woche in Gelsenkirchen zwei Pferde am Start, die sich laut Detlef Orth, dem Sportlichen Leiter des Rennvereins Drensteinfurt, „in absoluter Bestform präsentierten“. Gleich im ersten Rennen des Tages trat Casanova d‘Amour an, der sich nach einer schweren Trainingsverletzung und einjährigen Zwangspause seiner früheren Topform nähere.

„Favoritenkiller“

Beim ersten Start Mitte Januar hatte sich der Roc de Montfort-Sohn als „Favoritenkiller“ (Orth) entpuppt, und trotz der sehr langen Bahnabstinenz auf Anhieb in sehenswerter Manier gewonnen. Selbst Trainer und Fahrer Jochen Holzschuh hatte mit einem derartigen Resultat nicht gerechnet. „Casa“ siegte als längster Außenseiter des Rennens für die Sensationsquote von 490:10, die auf der Rennbahn am Nienhausenbusch in diesem Jahr bislang ungetoppt sei, so Orth.

Zwar reichte es diesmal in Gelsenkirchen nicht ganz zum Sieg, doch die Manier und der Einsatz des 17-maligen Siegers seien schon beeindruckend gewesen. Verlor Casanova d‘Amour doch nur gegen den 12:10-Favoriten Norton Commander, der von keinem Geringeren als dem deutschen Champion Michael Nimczyk über die Linie gesteuert wurde. „Einmal mehr erwies sich der Stewwerter Erfolgstraber als höllisch schneller Blitzstarter, fand aus dem ersten Band brillant auf die Beine, drückte dem Rennen bis 100 Meter vor dem Ziel seinen Stempel auf und musste nur ganz zum Schluss dem in Tagesbestzeit von 1:13,8 gewinnenden Norton Commander den Vortritt lassen“, berichtete Orth.

Nur wenige Rennen später war die gutklassige Gaja an der Reihe, die sich im vergangenen Jahr als Zweitplatzierte in der Breeders-Crown für vierjährige Stuten bestens aus der Affäre gezogen hatte. „Wie ihr Trainingsgefährte Casanova d‘Amour zeigte auch Gaja enorme Antrittsschnelligkeit, legte los wie die Feuerwehr, bestimmte vom Fleck weg das Geschehen und sorgte mit einem furiosen Schlusskilometer von 1:12,7 Minuten noch für eine extrem schnelle Endphase“, so Orth. Die kleine Uronometro-Stute zog bis ins Ziel prächtig durch und gewann das Rennen vor den am Wettmarkt noch deutlich höher eingestuften Velten von Polly (Robbin Bot) und Jenna Transs R (Michael Nimczyk) in 1:16,3.

Dritte ins Dislanken

Nur fünf Tage später startete die fünfmalige Siegerin erneut – am Pfingstmontag auf der Trabrennbahn in Dinslaken. Dort war die Stute allerdings nicht unbedingt mit Fortuna im Bunde und wurde mit Jochen Holzschuh im Sulky als Dritte deutlich unter Wert geschlagen. Gaja fand erst viel zu spät auf freie Bahn und konnte ihren gefürchteten Speed auf der kurzen Zielgeraden nicht ganz ausspielen. Mit dieser Platzierung schraubte Gaja ihre Lebensgewinnsumme auf nunmehr fast 30 000 Euro. „Und eine Ende scheint noch lange nicht in Sicht“, so Orth.

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