Trabrennen

Stall Drensteinfurt freut sich über einen „historischen Tag“

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„Gaja“ setzte sich durch.

Drensteinfurt – Großer Erfolg für den Stall Drensteinfurt: Auf der Trabrennbahn Dinslaken holten die drei Starter „Etorix“, „Casanova d’Amour“ und „Gaja“ drei Siege. Mitbesitzer Heinz Kuhlmann war begeistert: „Das war ein historischer Moment für den Stall und auch für die Pferdestadt Drensteinfurt.“

Der engagierte Stall Drensteinfurt, der seit den 1990er Jahren im Besitz von Trabrennpferden ist und den Sport mit viel Leidenschaft ausübt, setzt derzeit auf drei Starter und ging mit „Etorix“, „Casanova d’Amour“ und dessen neuer Teamgefährtin „Gaja“ in Dinslaken an den Start. Was sich dort nahezu im Stundentakt abspielte, war für die Verantwortlichen ein Riesenerfolg. „Man könnte es als kleines Wunder vom Bärenkamp bezeichnen, doch hinter der unglaublichen Erfolgsbilanz vom vergangenen Sonntag stehen schlicht und ergreifend ein kenntnisreiches Management, ein gutes Auge und sehr viel harte Arbeit“, teilte Detlef Orth, der Sportliche Leiter des Rennvereins Drensteinfurt, nach den drei Siegen mit.

Um genau 12.40 Uhr setzte sich der Startwagen im „Preis der roten Rosen“ mit „Etorix“ hinter sich in Bewegung. Der pochte auf eine Revanche gegen „Ignatz von Herten“, der das Stewwerter Erfolgspferd eine Woche zuvor geschlagen hatte. Während der für einen guten Zweck startende „Ignatz von Herten“ abermals seine Startschnelligkeit ausspielte und laut Orth sofort eine „Bombenausgangsposition“ hatte, legte „Etorix“ einen „Sicherheitsstart“ hin. Danach versuchte er zwischenzeitlich, vom Ende des Feldes einige Aufholmanöver zu starten, wurde aber gleich mehrfach von anderen Gegnern immer wieder in Empfang genommen oder musste galoppierenden Konkurrenten ausweichen, sodass die Attacken von „Etorix“ zunächst verpufften. Erst im Schlussbogen wurde es seiner Fahrerin Silvia Raspe zu bunt. Sie setzte zum Finale Grande an und verbesserte sich in dritter Spur deutlich. „In der Endgeraden war alles andere nur noch reine Formsache“, berichtete Orth. „Etorix“ gewann in 1:19,0 und schnappte sich somit bereits den sechsten Jahrestreffer.

Gewinnsumme bei 36 580 Euro

Mit dieser Ausbeute waren die Drensteinfurter eigentlich schon zufrieden. Sie hofften auf zwei weitere ordentliche Vorstellungen und Platzierungen der beiden anderen Stallgefährten. Zunächst war der mittlerweile siebenjährige „Casanova d’Amour“ im „Trotteur Francais-Rennen“ an der Reihe. Er hatte am Renntag zuvor eine hauchdünne Niederlage gegen den amtierenden Champion Michael Nimczyk wegstecken müssen. Eine 25-Meter-Zulage machte es am Muttertag auch nicht einfacher. Das Rennen präsentierte sich gleich zu Beginn als „sehr überpaced“, so Orth. Der vom ehemaligen Stalltrainer Simon Woudstra gefahrene Franzose „Ete d’Ourville“ schlug an der Spitze eine höllisch schnelle Fahrt an, war aber schon auf der letzten Überseite von „Casa“ erreicht, der einmal in Front liegend immer ausreichend zulegen und mit seinem 15. Erfolg ein kleines Jubiläum feiern konnte. Die Gewinnsumme stieg auf 36 580 Euro.

Ein glückliches Händchen scheint der Stewwerter Erfolgsstall auch mit dem Kauf der dreijährigen „Gaja“ zu haben, die als letztes Drensteinfurt-Pferd an den Start ging. Die kleine Stute legte ihr Debüt hin, nachdem sie sich in Gelsenkirchen für den Rennbetrieb qualifiziert hatte. „Gaja“ besitzt mit „Parisienne Blue“ eine namhafte Schwester, die 2010 in Gelsenkirchen in der Breeders Crown siegreich war und mit 111 000 Euro Gewinnsumme von der aktiven Laufbahn abgetreten war. Um 15.10 Uhr musste der Neuerwerb antreten, der in diesem Jahr unter anderem auch für das Deutsche Traber-Derby vorgesehen ist. In der Hand ihres Trainers Jochen Holzschuh legte „Gaja“ einen starken Lauf hin. Die „Urunometro“-Stute deklassierte die Konkurrenz. Sie war schon am Start schnellstes Pferd und in der entscheidenden Phase praktisch ohne Gegner.

Kuhlmann spricht von „historischem Tag“

Drei Starter, drei Siege – besser geht es nicht. Eine Bilanz, die sich wahrscheinlich so schnell nicht wiederholen lässt. Heinz Kuhlmann, Mitbesitzer beim Stall Drensteinfurt, zeigte sich begeistert vom Renntag und der Stallausbeute in Dinslaken. „Beruflich habe ich nicht so oft die Gelegenheit, unsere Pferde live zu verfolgen. Ich glaube, ich habe mir den richtigen Tag ausgesucht. Das war ein historischer Moment für den Stall und auch für die Pferdestadt Drensteinfurt.“

Dem schloss sich Klaus Storck an, der schon einen Blick nach vorn wagte: „Ich freue mich für alle drei Sieger. Alle waren von ihren Trainern bestens vorbereitet und wir können alle nur stolz sein! Vielleicht haben wir ja mal das Glück, in diesem Jahr beim Rennen der Rennen dabei zu sein – dem 124. Deutschen Traber-Derby.“

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