Fußball

Steffen Scharbaum kehrt aus der Regionalliga zurück zum SVD

+
Steffen Scharbaum wechselt nach der Saison von der SG Wattenscheid 09 zum SV Drensteinfurt.

Drensteinfurt - Der Fußball-Bezirksligist SV Drensteinfurt bastelt weiter am Kader für die nächste Saison. Nach Maximilian Groß und Diogo Castro hat auch Steffen Scharbaum seine Zusage für die Spielzeit 2019/20 gegeben. Der 21-jährige Stewwerter kommt vom Regionalligisten SG Wattenscheid 09.

Er ist regelmäßig Zuschauer beim Fußball-Bezirksligisten SV Drensteinfurt, um seine Freunde spielen zu sehen – zuletzt beim Heimspiel vor zwölf Tagen gegen Wiedenbrück II. In der Saison 2019/20 wird Steffen Scharbaum selbst im Erlfeld auf dem Platz stehen. Der 21-Jährige wechselt im Sommer von der SG Wattenscheid 09 aus der Regionalliga zum SVD. Das bestätigten Verein und Torwart dem WA.

„Primärer Grund ist, dass ich einen anderen beruflichen Weg einschlagen möchte. Da steht die Ausbildung natürlich im Vordergrund“, sagt Scharbaum. Viertliga-Fußball und Beruf parallel – das hätte zwar funktionieren können. Doch „es bringt nichts, es mit halber Sache zu machen“. Der Stewwerter möchte „lieber jetzt mit 21 eine Ausbildung anfangen. Ich habe keine Lust, mit 28 noch in der Berufsschule zu hocken.“

Spaß am Fußball wiederfinden

Weil Scharbaum nach seiner Zeit in Wattenscheid „irgendwo in der Nähe zocken“ wollte, wurde der SVD auf ihn aufmerksam. „Dass es mit Drensteinfurt geklappt hat, ist natürlich umso besser“, freut sich der 1,94 Meter große Keeper. Schließlich spielen Dennis Popil, Eric Schouwstra und Alexander Pankok, die zu seinem engeren Freundeskreis gehören, für die erste Mannschaft. „Ich denke, dass ich den richtigen Schritt gehe, den sichereren Weg. Ich möchte ein bisschen Abstand gewinnen und den Spaß am Fußball wiederfinden. Der ist ein bisschen auf der Strecke geblieben.“

Denn beim Tabellen-13. der Regionalliga West kam Scharbaum nicht so häufig zum Einsatz. Seit Juli 2017 gehört er zum Kader des Wattenscheider Traditionsklubs. In der vergangenen Saison stand er zwölf Mal zwischen den Pfosten, in dieser kommt er erst auf vier Liga-Spiele. Zuletzt war er Mitte Dezember beim überraschenden 3:0-Erfolg über den Spitzenreiter Viktoria Köln im Tor. „Das war ein schöner Jahresabschluss, gerade weil die Situation in Wattenscheid ein bisschen angespannt war. Keiner wusste, wie es weitergeht.“

Ende Dezember stand der ehemalige Bundesligist vor dem Aus. 350 000 Euro fehlten in der Kasse, um weiter in der 4. Liga antreten zu können. Über 2200 Unterstützer und die Aufstockung des Restbetrages durch die Firma des Aufsichtsratsvorsitzenden der SG sorgten dafür, dass das dringend benötigte Geld bei einer Crowdfunding-Kampagne gesammelt wurde.

„Wir nehmen ihn natürlich mit Kusshand“

Für Drensteinfurts Trainer Oliver Logermann ist es eine „coole Sache“, dass Scharbaum, der in der Jugend beim SVD, Rot Weiss Ahlen, Preußen Münster und Borussia Mönchengladbach spielte und 24 Mal in der A- und 21 Mal in der B-Junioren-Bundesliga auflief, sein Team verstärkt. „Er kommt aus Stewwert. Von daher nehmen wir ihn natürlich mit Kusshand“, sagt Logermann. „Der Wechsel ist ein gutes Zeichen für unsere Jungs, für die Drensteinfurter. Viele sind gut mit ihm befreundet. Er will wieder mit seinen Kumpels zusammen spielen, und die haben einen Kumpel mehr dabei. Von daher ist es eine Win-win-Situation.“

--- Die Tabelle ---

Steffen Scharbaum werde den SVD „nach vorne bringen“, ist sich Logermann sicher. Der Coach ist aber auch froh, dass der aktuelle Schlussmann Tobias Kofoth trotz des Neuzugangs bleibt: „Er hat das erstaunlicherweise relativ gut aufgenommen und sagt, er fühle sich wohl beim SVD und könne davon nur profitieren.“ Logermann freut sich, „dass wir nächste Saison zwei gute Schnapper haben“ – und auf einen „offenen Konkurrenzkampf“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare