Ophaus und Brillowski von Fortuna: „Natürlich ist das frustrierend“

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„Ich werde vier- bis fünfmal die Woche joggen gehen“, sagt Tobias Ophaus vom A-Kreisligisten aus Walstedde.

Walstedde – Marcel Brillowski (27 Jahre) und Tobias Ophaus (28) vom Fußball-A-Kreisligisten Fortuna Walstedde sprechen im WA-Interview über die außergewöhnliche Situation, ihr sportliches Alternativprogramm und andere Beschäftigungen in der freien Zeit.

Zwei Test- und zwei Meisterschaftsspiele haben die Fußballer von Fortunas Walstedde in diesem Jahr erst absolviert. Seit fast zwei Wochen ruht der Ball in der Kreisliga A Beckum. Spiele und Trainingseinheiten sind wegen der Corona-Pandemie verboten. Der WA sprach mit Marcel Brillowski (27 Jahre) und Tobias Ophaus (28) über die außergewöhnliche Situation, ihr sportliches Alternativprogramm und andere Beschäftigungen in der freien Zeit.

Was ist es für ein Gefühl, an den nächsten fünf Wochenenden auf Spiele und unter der Woche auch noch aufs Training verzichten zu müssen?

Brillowski: Erst mal ist es natürlich ärgerlich, nach der Wintervorbereitung jetzt nach zwei Meisterschaftsspielen aus dem Rhythmus gebracht zu werden. Wir hatten uns vorgenommen, in der Rückrunde noch mal Gas zu geben. Allerdings verstehe ich die Maßnahmen, und wir sollten alle unser Bestes tun, damit die Ausbreitung des Virus kontrollierbar bleibt. Ich hoffe, dass es schnell Klarheit über die Situation gibt, weil es das ist, was die Menschen so beunruhigt. Keiner weiß, wie er sich wirklich verhalten soll.

Ophaus: Natürlich ist das frustrierend und unschön. Allerdings haben die neuesten Entwicklungen ja keinen Handlungsspielraum mehr gelassen. Jetzt können sich durch die erzwungene Pause vor allem die verletzten und angeschlagenen Spieler einmal ordentlich auskurieren.

Zum sportlichen Alternativprogramm: Wie hältst du dich in den nächsten Wochen fit?

Brillowski: Es ist schwierig, die Motivation oben zu halten, da wir ja auch nicht genau wissen, wann und ob es überhaupt weitergeht mit der Saison. Außerdem sind die Gedanken momentan auch wenig beim Fußball. Aber ich versuche, die Einheiten einfach durch verschiedene Läufe zu ersetzen: Dauerläufe, Intervallläufe, Sprints. Ansonsten arbeite ich nebenbei an Kraft und Mobilität. Die Wettkampffitness geht durch die Pause leider trotzdem verloren.

„Es ist schwierig, die Motivation oben zu halten“, sagt Fortunas Marcel Brillowski (rechts).

Ophaus: Ich werde vor allem viel joggen gehen. Das habe ich bereits in den letzten vier Monaten sehr häufig getan, in denen ich mich wegen meines Examens zurückgezogen habe. In der Zeit war ich vier- bis fünfmal die Woche laufen, und das werde ich jetzt auch tun. Ansonsten habe ich da kein spezielles Programm für mich.

Wofür nutzt du die zusätzliche freie Zeit?

Brillowski: Man kann ja leider durch die Einschränkungen im öffentlichen Leben nicht viel machen und ist zum Großteil auf seine vier Wände beschränkt. Da auch im Fernsehen kein Fußball mehr läuft, werden in nächster Zeit viele Serien und Filme geguckt, die noch auf meiner Liste stehen. Und die Spielkonsole wird auch wieder mehr genutzt.

Ophaus: Das ist eine gute Frage. Da der Schulbetrieb ebenfalls eingestellt wird, habe ich eine Menge freie Zeit. Ich werde wohl endlich mal wieder ein wenig lesen, was in den letzten Wochen und Monaten eindeutig zu kurz gekommen ist. Zudem werde ich die freie Zeit nutzen und mich auf die kommenden Aufgaben in meinem neuen Beruf vorbereiten.

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