Fußball

Testpflicht kein Hindernis: Seniorenfußballer absolvieren „lockere Einheiten“

Für ihn werden es die letzten Einheiten beim SV Drensteinfurt: Yannick Niehues wird U16-Jugendtrainer beim SC Münster 08 und Spieler bei Concordia Albachten. Foto: Kleineidam
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Für ihn werden es die letzten Einheiten beim SV Drensteinfurt: Yannick Niehues wird U16-Jugendtrainer beim SC Münster 08 und Spieler bei Concordia Albachten.

Seit diesem Montag (31. Mai) dürfen auch Seniorenmannschaften draußen mit Kontakt, bis zu 25 Personen und negativen Testnachweisen wieder Fußball spielen. Trotz der Einschränkungen wollen der SV Drensteinfurt und Fortuna Walstedde ins Training einsteigen.

Drensteinfurt/Rinkerode/Walstedde – Für Irritationen hat die neue Coronaschutzverordnung des Landes NRW bei den Seniorenfußballern gesorgt. War in der alten die Rede davon, dass es bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 keine Begrenzung der Personenzahl für Kontaktsport gibt, ist laut der neuen draußen „nur“ noch Kontaktsport mit bis zu 25 Personen, negativen Testnachweisen und einfacher Rückverfolgbarkeit erlaubt. Lediglich der kontaktfreie Sport ist ohne Personenbegrenzung möglich. Das wunderte auch die Trainer der heimischen Teams ein wenig. Trotz der Einschränkungen wollen sie in dieser Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Zu harte Zweikämpfe sollen vermieden werden, schließlich ist die Gefahr, sich zu verletzten, nach sieben Monaten Pause nicht zu unterschätzen.

Oliver Logermann freut sich über die Lockerungen. Für den Noch-Trainer des Noch-Landesligisten SV Drensteinfurt ist der Wegfall einiger Corona-Maßnahmen vor allem deshalb sichtbar, weil er in Münster wohnt, wo die Inzidenz schon länger unter 20 liegt. „Die Stadt ist wieder voll, so langsam kommt das normale Leben zurück“, sagt Logermann. Und dass er mit seinem Team auf den Fußballplatz zurück darf, sei auch „cool“.

Für Logermann „unproblematisch“

„Das Positive ist natürlich, dass wir wieder die Duschen usw. mit entsprechendem Abstand nutzen können“, sagt der 36-Jährige. Das sei gerade für die Münsteraner in der Mannschaft von Vorteil. Dass die Teilnehmer nun aber einen Nachweis über einen negativen Test vorlegen müssen, sei zwar „verwirrend“, aber kein großes Hindernis. „Ich finde es relativ unproblematisch.“ In Münster gebe es an jeder Ecke eine Teststelle. „Das läuft wirklich reibungslos.“ Außerdem gebe die Pflicht zum Testen eine „gewisse Sicherheit“. Logermann findet die Lösung daher „gar nicht so schlecht“. Es habe mehr Wert, dass die Fußballer wieder zusammen trainieren und anschließend duschen können.

Die erste Mannschaft des SVD absolviert am Dienstagabend die erste Einheit in diesem Jahr. „Wir machen noch ein bisschen was mit der alten Truppe“, sagt Logermann und erwartet eine „rege Beteiligung“ von 16 bis 18 Leuten. Die Testpflicht habe nichts an der Anzahl der Zusagen geändert. „Die Jungs haben alle Bock, sie sehnen sich natürlich alle danach, sich wieder an den Ball zu gewöhnen und ein bisschen Fußball zu spielen.“ Für Donnerstag (Fronleichnam) plant Logermann eine weitere „lockere Einheit“. Am 8. Juni soll das letzte Training unter Coach Logermann stattfinden, ehe er sich nach insgesamt mehr als neun Jahren zum Landesligisten BSV Roxel verabschiedet und an das Duo Volker Rüsing/Daniel Stratmann übergibt. „Wir werden uns aber sicherlich, wenn irgendwann weiter gelockert ist, mit der alten Truppe noch ein, zwei Mal privat treffen.“

Fortunen wollen ebenfalls starten

Auch die Kreisliga-A-Fußballer von Fortuna Walstedde planen einen Re-Start des Teamtrainings. „Ich habe das mit Teilen der Mannschaft, gerade mit den älteren Spielern, diskutiert. Die brennen natürlich“, sagt Trainer Michael Tenbrink und kann das auch nachvollziehen. Es werde wohl darauf hinauslaufen, dass die Fortunen einmal pro Woche – entweder mittwochs oder freitags – trainieren werden. Für den 25. Juni ist der offizielle Auftakt der Vorbereitung auf die Saison 2021/22 vorgesehen.

Tenbrink ist es wichtig, dass in den nächsten Wochen nicht allzu intensiv trainiert wird, sondern nur mit 50, 60 Prozent, um die Muskulatur an die Belastungen zu gewöhnen. „Wir haben jetzt sehr lange nichts gemacht. Wenn der eine oder andere überzieht und zu hart in die Zweikämpfe geht, hast du schon vor der Vorbereitung die ersten ein, zwei Verletzten.“ Das Hauptaugenmerk liege daher darauf, die Einheiten „koordiniert und strukturiert und ohne großartige Zweikämpfe“ zu absolvieren.

Stabilisationsprogramm

Um Verletzungen vorzubeugen, hat Fortunas Physiotherapeut Andreas Kämper ein Stabilisationsprogramm erstellt. „Das sollen die Jungs jeden Tag zu Hause ein bisschen machen, damit die Muskulatur ein bisschen gekräftigt wird, bevor wir anfangen“, sagt Tenbrink.

Wie Logermann sieht auch er „kein großes Problem“, dass er und seine Jungs ein negatives Testergebnis nachweisen müssen. „Viele werden ja schon auf der Arbeit getestet“, sagt Walsteddes Coach. Der Ahlener ist guten Mutes, dass sich die Situation weiter verbessert. „Es soll ja wärmer werden, das trägt auch dazu bei.“

Wie geht es beim SVR weiter?

Beim SV Rinkerode stand noch nicht fest, wie und wann es weitergeht. „Grundsätzlich war anvisiert, am Dienstag zu trainieren, aber das war, bevor die neuen Verordnungen in Kraft getreten sind“, sagt Sven Kuschel, Trainer des A-Kreisligisten.

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