Tennis

Aufschlag zur Saison: TCD, TCR und Fortuna öffnen Tennisplätze

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Nele Beyer war mit Lea Vorlop, beide aus der U18, am Freitagmittag die Erste, die beim TC Drensteinfurt Bälle übers Netz schlug.

Drensteinfurt/Rinkerode/Walstedde – Seit Donnerstag sind die Tennisplätze durch das Land wieder freigegeben, am Montag soll es seitens des Westfälischen Tennis-Verbandes eine Entscheidung geben, ob der Wettspielbetrieb auf dem Sandplatz stattfindet. Aufregende Tage also für die heimischen Vereine.

Die ersten Bälle sind bereits über das Netz geschlagen worden. In Drensteinfurt und Walstedde wurden die Tennisplätze am Freitag geöffnet, an diesem Samstag zieht der TC Rinkerode nach.

TC Drensteinfurt

Das ging schnell: Kaum hatten Nele Beyer und Lea Vorlop am Donnerstag erfahren, dass die Plätze auf der Anlage an der Kleiststraße freigegeben werden, verabredeten sich die beiden U18-Juniorinnen zum gemeinsamen Spiel. Sie waren am Freitagmittag bei strahlendem Sonnenschein die Ersten, die wieder Bälle übers Netz schlugen – nach fast zwei Monaten Pause. „Das ist schon ungewohnt“, gab die 16-jährige Nele zu. Sie und die ein Jahr ältere Lea spielen seit fünf Jahren beim TCD, ihr Trainer ist Wilhelm Gatzke.

Am Nachmittag füllte sich die Anlage, am Abend trafen sich unter anderem die Herren 40 um Daniel Knipping. „Mit dem Jugendtraining legen wir am Samstagmorgen los“, sagte Markus Hellenkemper, der am Freitagabend als hauptberuflicher Tenniscoach noch an einer Videokonferenz des Westfälischen Tennis-Verbandes teilnahm, um möglichst gut auf den Neustart vorbereitet zu sein. Er muss am Wochenende die Trainingspläne für sechs Vereine zusammenstellen. „Heiß sind alle“, sagte er. Auch Einheiten in Gruppen seien möglich, sofern der Mindestabstand von eineinhalb Metern eingehalten wird.

Begrenzte Zeit für Einzel und Doppel

Hellenkemper ist nicht nur Trainer und 1. Jugendwart, sondern neuerdings auch sogenannter Corona-Beauftragter beim etwa 280 Mitglieder zählenden TCD. Der sollte über die behördlichen Auflagen informiert sein und als Ansprechpartner fungieren, kann für die Nichteinhaltung der Maßnahmen und Richtlinien aber nicht belangt werden. Ein Fehlverhalten kann allerdings zur Schließung der Anlage führen.

Neben den üblichen Hygiene- und Abstandsregeln hat der Stewwerter Tennis-Club weitere Vorschriften aufgestellt. Diejenigen, die die Plätze nutzen möchten, müssen sich in Listen eintragen, die am Clubheim aushängen. Auf der Anlage auf einen freien Platz zu warten, ist nicht erlaubt. Ein Einzel darf maximal 45, ein Doppel 60 Minuten dauern – inklusive Platzvor- und -nachbereitung. „Jeder entscheidet für sich, ob er ein Doppel spielt oder nicht“, erläutert Sportwart Manfred Dresenkamp, der sich nach Regeln der Verbände in anderen Bundesländern erkundigt und Unterlagen des WTV durchgelesen hat, um sich auf den Tag X vorzubereiten. „Und jeder ist für sich selbst verantwortlich“, ergänzt Hellenkemper. Er vermutet, dass Leute vom städtischen Fachbereich Sicherheit und Ordnung vor Ort prüfen werden, ob die Vorschriften eingehalten werden.

Dresenkamp ist auch Platzwart beim TCD und damit für die Pflege der acht Aschenplätze verantwortlich. Auch in den vergangenen Wochen gab es „ständig Arbeit“ für ihn. „Wichtig war, die Qualität der Tennisplätze, die schon vor Wochen gegeben war, zu erhalten“, sagte er.

TC Rinkerode

Beim TCR ist das Tennisspielen ab diesem Samstag, 12 Uhr, möglich. „Nachdem der Vorstand auch auf das Medium Videokonferenz umgestiegen ist, hat er nach einer Abstimmung Regeln für die Spieler ausgegeben“, teilt Gudrun Richter mit. Einzel- und Doppelspiele sind unter Beachtung der Abstandsregel (zwei Meter) gestattet. Spielbeginn ist zu jeder vollen Stunde. Nach einer Stunde inklusive Platzpflege – das gilt für Einzel und Doppel – ist der Platz zu räumen. Für diejenigen, die auf einen freien Platz warten, gibt es einen markierten Bereich. Mittwochs von 9 bis 12 Uhr sind drei Plätze für die Senioren reserviert. Training ist wie immer auf Platz drei.

Ein Desinfektionsständer steht bereit, das Clubhaus sowie die Umkleidebereiche bleiben geschlossen. Auch die Sanitäranlagen des SVR sind davon betroffen. „Wir sind sehr froh, dass das Tennisspielen wieder losgeht, bitten jedoch alle Mitglieder inständig, die Regeln zu beachten. Jeder Einzelne trägt hierfür die Verantwortung“, so Richter. Corona-Beauftragte beim TCR ist Mechtild Volmary.

Fortuna Walstedde

Auf den Tennisplätzen in Walstedde trainierten laut dem 1. Vorsitzenden des Gesamtvereins, Clemens Kuhn, am Freitagabend die ersten Spieler. Corona-Beauftragter ist Uwe Müller, der sich auch als Geschäftsführer der Abteilung engagiert.

Regeln fürs Tennisspielen

Die Regeln, die beim TCR gelten, finden sich auf der Homepage des Vereins unter www.tc-rinkerode.de, hängen am Platz aus und erhalten die Mannschaftsführer, um sie zu verteilen.

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