Handball

Nächstes Null-Punkte-Wochenende für die HSG

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Erzielte 13 der 20 Tore: Julia Bultmann (am Ball) ragte aus dem Damenteam heraus. Die nächste Niederlage konnte aber auch sie nicht verhindern.

Drensteinfurt - Wieder nichts: Wie am Wochenende zuvor kassierten die Seniorenteams der HSG Ascheberg/Drensteinfurt Niederlagen. Den Handball-Männern fehlten bei Preußen/Borussia Münster vier Tore zu einem Punktgewinn, den Frauen in Warendorf sogar nur zwei.

Männer, Kreisliga Münster: HSG Ascheberg/Drensteinfurt – HSG Preußen/Borussia Münster: 36:40 (20:15). Volker Hollenberg hatte den Kaffee auf. „Eine katastrophale Abwehr- und eine schlechte Torhüterleistung mündeten in eine unnötige Niederlage“, sagte der Trainer der Gastgeber. Zum zweiten Mal in dieser Saison nach dem 33:40 gegen SW Havixbeck II fünf Wochen zuvor kassierte die HSG 40 Treffer. Hollenberg sprach zudem von einem „Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt“. Weil Konkurrent Westfalia Kinderhaus II mit 21:20 bei Adler Münster gewann, ging es runter auf den drittletzten Platz.

Seine Jungs hätten „defensiv die meisten Zweikämpfe verloren, da der letzte Einsatz fehlte“, schimpfte Hollenberg. „Zudem haben wir schlecht und wenig schlau gegen den Kreisläufer verteidigt; das konnte auch eine gute Offensive nicht kompensieren.“

Gäste setzen starke Serie fort

In der Halle an der Nordkirchener Straße hatte es in der ersten Halbzeit nach einem Erfolg der Gastgeber gegen den Tabellenvierten ausgesehen. Aus einem 2:4-Rückstand (5.) wurde ein 7:5 (11.) und 16:11 (23.). Auch zur Pause lag die HSG mit fünf Toren vorne. In der 37. Minute stand es 24:24, trotz vorübergehender Unterzahl ging Preußen/Borussia danach mit 27:31 in Führung (45.). Die Hollenberg-Sieben glich zwar noch mal aus – erst zum 31:31 (49.), dann zum 34:34 (54.) –, doch mit vier Buden in Serie zum 34:38 (57.) entschieden die mit nur neun Spielern angereisten Gäste die Partie und feierten den siebten Sieg nacheinander.

--- Die Tabelle ---

Ascheberg/Drensteinfurt musste nicht nur 25 Treffer nach dem Seitenwechsel hinnehmen, sondern über 60 Minuten auch sieben Zwei-Minuten-Strafen. Tilman Höhn, der zweitbester Torschütze in der Liga, war mit zehn Treffern bester Werfer der Münsteraner, auf der anderen Seite kam Jan Schemmelmann ebenso wie Matthias Lohmann auf neun Tore.

HSG: Sevenich, Stroick – Schemmelmann (9 Treffer), Lohmann (9), Risthaus (5), Ziegelhöfer (5), Pannott (3), Zartner (3/davon 1 per Siebenmeter), Kramm (2), Möllers, Pieper, J. Kurzhals, Strangmann, H. Kurzhals

Qäntchen Glück fehlt

Frauen, Kreisliga Münster, Meisterrunde: Warendorfer SU – HSG Ascheberg/Drensteinfurt: 22:20 (8:10). „Es reicht noch nicht ganz“, sagte Heinz Huhnhold, der seine geknickten Spielerinnen nach der vierten Niederlage im vierten Spiel der Meisterrunde trösten musste. Sauer war der Coach nicht. „Diesmal hat einfach das Quäntchen Glück gefehlt.“

Vor der Partie beim Tabellenzweiten in Warendorf hatte es Huhnhold mit psychologischen Tricks versucht und seinem Team gut zugesprochen. Das wirkte. In der Halle der Marienschule hielten die Handballerinnen der HSG nicht nur gut mit. In der 16. Minute (4:6) führten sie ebenso mit zwei Toren wie in der 23. (6:8) und zur Pause. „Wir haben vorne variabel gespielt und in der Deckung gut gestanden“, freute sich Huhnhold.

Bultmann trifft 13 Mal

Im zweiten Durchgang glich die WSU zwar aus (11:11/36.), doch die Spielgemeinschaft zog wieder davon – erst auf 11:14 (41.), dann auf 13:16 (43.). Im Anschluss drehten die Warendorferinnen die Partie. Aus einem 15:17 (44.) wurde ein 18:17 (48.). Huhnhold nahm eine Auszeit. Obwohl Luisa Eickmeyer eine Zwei-Minuten-Strafe erhielt und der Favorit auf 19:17 erhöhte (50.), gab sich die HSG nicht geschlagen. Zwei Siebenmetertore von Julia Bultmann, die mit Abstand die meisten Treffer (13) erzielte, führten zum 19:19-Ausgleich (54.). Bultmann war es auch, die zum 20:20 egalisierte (57.). Am Ende setzte sich die WSU aber knapp durch und bleibt mit 14:4 Punkten Zweiter.

--- Die Tabelle ---

HSG-Trainer Huhnhold lässt sich trotz der mageren Ausbeute (4:12 Punkte) und des drittletzten Platzes in der Tabelle nicht entmutigen. „Uns fehlt nur noch der Hebel zum Umschalten, damit wir die kompletten 60 Minuten durchhalten“, sagte er.

HSG: Lohmann, Krumminga – Bultmann (13 Treffer/4 per Siebenmeter), B. Schmidt (3), Breuer (2), Albersmeyer (2), J. Schmidt, Entrup, Pannock, Eickmeyer, van Roje, Israel

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