Tennis

TC Drensteinfurt: Auftakt bei strahlendem Sonnenschein

Trainierten erstmals seit Langem wieder beim TC Drensteinfurt: (von links) Coach und Jugendwart Markus Hellenkemper, Lion Wagner, Lotta Kawaters, Moritz Tillkorn und Tristan Schlüter.
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Trainierten erstmals seit Langem wieder beim TC Drensteinfurt: (von links) Coach und Jugendwart Markus Hellenkemper, Lion Wagner, Lotta Kawaters, Moritz Tillkorn und Tristan Schlüter.

Nach fünf quälend langen Monaten flogen beim Tennis-Club Drensteinfurt erstmals wieder Bälle über die Netze. Das Spielen auf den Plätzen der Anlage an der Kleiststraße ist ebenso wieder möglich wie das Einzel- und zum Teil das Mannschaftstraining. Die Verantwortlichen wünschen sich, dass das auch so bleibt.

Drensteinfurt – Der Nachwuchs des TCD strahlte mit der Sonne um die Wette. Am Dienstagnachmittag absolvierten drei Jungen und ein Mädchen ihre erste Einheit des Jahres. „Richtig krass“, sagte Lion Wagner. Der Neunjährige freute sich riesig, weil er sportlich zuletzt „nichts anderes zu tun hatte“ als Trampolin spingen und Federball spielen. Auch Lotta Kawaters war glücklich. „Es ist schon toll, dass ich endlich wieder Tennis spielen kann“, sagte die Zwölfjährige, die seit etwa vier Jahren beim TCD ist und am Dienstag mit Moritz Tillkorn, Tristan Schlüter und Lion Wagner trainierte.

Wahnsinnig erleichtert ist Markus Hellenkemper – und das in doppelter Hinsicht. Als 1. Jugendwart freut er sich, dass Kinder und Jugendliche bis einschließlich 14 Jahren unter Auflagen wieder gemeinsam Sport treiben dürfen. „Alle sind froh, dass sie endlich wieder raus dürfen.“ Als selbstständiger Tennistrainer ist der 59-Jährige glücklich, endlich wieder seinen Beruf ausüben zu können. „Ich darf das erste Mal wieder arbeiten seit fünf Monaten“, sagt Hellenkemper. Vor dem anhaltenden Lockdown war er letztmals am 31. Oktober im Einsatz gewesen. „Dann war von heute auf morgen wieder Schluss.“ Schon während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 hatte Hellenkemper fast zwei Monate pausieren müssen.

Unverständnis bei Hellenkemper

Was er nach wie vor nicht nachvollziehen kann, ist die Tatsache, dass in anderen Bundesländern den ganzen Winter über gespielt werden durfte – auch in der Halle. „Ich kenne Leute, die sind von Münster mit dem Auto nach Hasbergen bei Osnabrück gefahren, um da Tennis zu spielen“, berichtet der Coach, der sich für mehrere Clubs, darunter der TC BG Lüdinghausen, ums Training kümmert. „Aber die anderen Vereine, die ich betreue, sind alle noch nicht so weit. Dort wird es erst nach Ostern oder nach den Ferien wieder was werden. Der TC Drensteinfurt ist relativ früh dieses Jahr. Auch in Münster gibt es schon ein paar Vereine, die ihre Plätze geöffnet haben.“

Hellenkemper startete beim TCD am Dienstagvormittag mit den ersten Einzelstunden. „Alle, die älter sind als 14 Jahre, müssen aus einem Hausstand kommen oder dürfen nur Einzeltraining machen“, erklärt der B-Lizenz-Inhaber. „Die älteren Jugendlichen habe ich alle verteilt.“ Momentan sind rund 100 Kinder und Jugendliche beim TCD im Training. Gegenüber 2020 hat sich noch nichts geändert, „weil wir die Wintersaison bis Ende April laufen lassen. Alle sind noch dabei“. Neuanmeldungen gebe es logischerweise allerdings noch nicht.

In kleinen Gruppen mit maximal fünf Leuten

Mit den vom Land vorgegebenen maximalen Gruppengrößen kann der Stewwerter Tennis-Club gut leben. „Wir arbeiten ohnehin in kleinen Gruppen mit maximal fünf Leuten“, sagt Hellenkemper, der sich mit den hauptamtlichen Honorartrainern Adrian und Anne-Marie Popovici um den Nachwuchs kümmert. Moritz Paschko, Spieler der Herrenmannschaft, unterstützt das Team. „Er übernimmt einen kleinen Teil.“

Bei den Erwachsenen läuft das Training in normalen Zeiten unterschiedlich ab. „Es gibt welche, die Einzeltraining machen, und welche, die mit der Mannschaft trainieren“, erklärt Hellenkemper. Letzteres ist aktuell weiterhin verboten.

TCD stellt sechs Nachwuchsmannschaften

Wie im vergangenen Jahr hat der TC Drensteinfurt sechs Jugendmannschaften für die Sandplatzsaison gemeldet. 2020 war der Nachwuchs sehr erfolgreich. Es gab drei erste Plätze und einen zweiten Rang in der Endabrechnung. Die Juniorinnen U18 (4er) und die Junioren U12 I (4er) starten wie die Junioren U15 (4er) in der Kreisliga. „Man muss das nicht. Aber es macht ja keinen Sinn, wenn du gute Leute hast und lässt die in der untersten Liga spielen. Davon hat keiner was“, sagt Jugendwart Markus Hellenkemper. In der Kreisklasse werden die Junioren U18 (2er), die Junioren U12 II (2er) und die Juniorinnen U15 (2er) um Spiel, Satz und Sieg kämpfen.

Am ersten Tag nach der Zwangspause startete Hellenkemper um 11 Uhr und beendete seinen Arbeitstag nach neun Stunden. Um etwa 20 Mitglieder kümmerte er sich am ersten Tag. Insgesamt sind die Trainer beim TCD von montags bis samstags im Einsatz. „Ich würde mal tippen, dass wir zusammen bei 40, 50 Stunden in der Woche liegen“, sagt Markus Hellenkemper.

Er hofft nun, dass die Corona-Zahlen so bleiben, „dass sie uns die Anlage nicht wieder zumachen“. Der TCD will seinen Teil dazu beitragen, indem die bekannten Hygiene- und Abstandsregeln konsequent eingehalten werden. Das Betreten der Anlage ist nur Mitgliedern und spielenden Gästen erlaubt, Zuschauer und andere Besucher dürfen nicht kommen. Umkleiden, Clubraum und Tennishalle dürfen nicht betreten werden. Zudem wird die Rückverfolgbarkeit mithilfe der Luca-App und ausliegender Listen sichergestellt.

Schnuppertraining

Wer Interesse hat an einem Schnuppertraining, kann sich beim Trainer Markus Hellenkemper, Tel. 0171-7240860, melden. Willkommen sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

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